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Impfen

Materialien

Richtlinie

In der Schutzimpfungs-Richtlinie ist geregelt, welche Impfmaßnahmen zu Lasten der GKV durchgeführt werden können. Details zu Art und Umfang der Leistungen umfasst die Anlage 1.

Eine korrekte Kennzeichnung von Impfstoffen auf der Verordnung (Muster 16) ist wichtig, da Impfstoffe nicht in die Verordnungskosten einfließen.

STIKO-Empfehlungen

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) bilden die Grundlage für die G-BA-Beschlüsse zur Schutzimpfungs-Richtlinie. Empfehlungen der STIKO führen somit nicht automatisch zur Kassenleistung, sondern müssen erst in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen werden.

Ausfüllhinweise

Impfstoffinventur

In der aktuellen Sprechstundenbedarfs-Vereinbarung ist für jede Arztpraxis jeweils zum 30.  Juni eine Inventur aller zu Lasten der GKV verordneten Impfstoffe vorgesehen
(vgl. Sprechstundenbedarfs-Vereinbarung Abschnitt V. 4.1).

Die ausgefüllte Inventurliste wird mit der Honorarabrechnung für das zweite Quartal eines Jahres an die KV RLP übermittelt.

Impfleistungen

Impfvereinbarungen

Grippe-Impfsaison 2022/2023

Bestellung

Abgestimmte Regelungen zur Vorbestellung von Grippeimpfstoffen für die kommende Influenza-Saison 2022/2023 – die wichtigsten Informationen im Überblick:

Hochdosis-Impfstoff für Versicherte über 60 Jahre | konventioneller Grippeimpfstoff bei Lieferengpässen

Seit dem 1. April 2021 haben Versicherte über 60 Jahre Anspruch auf eine Impfung mit einem Hochdosis-Grippeimpfstoff. Sollte es in der bevorstehenden Impfsaison 2022/2023 beim Hochdosis-Grippeimpfstoff zu Lieferengpässen kommen, kann – wie in der laufenden Saison – auf andere konventionelle inaktivierte, quadrivalente Grippeimpfstoffe ausgewichen werden. Hintergrund ist die Verlängerung der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums bis 31. März 2023. Der Influenza-Hochdosis-Impfstoff für über 60-Jährige gilt trotz des höheren Preises gemäß der Rechtsverordnung ausdrücklich als wirtschaftlich.

Grundsätzliche Regelungen zu den Bestellmengen

Für die Vorbestellung von Grippeimpfstoffen gelten ähnliche Regelungen wie zur Vorsaison:

  • Zur Ermittlung des voraussichtlichen Bedarfs an Grippeimpfstoffen für die Saison 2022/2023 sollen Vorbestellungen bis Ende März 2022 erfolgen.

  • Die Vorbestellung soll sich grundsätzlich am Verbrauch der Impfsaison des Vorjahres orientieren und möglichst 95 Prozent des tatsächlichen Verbrauchs in dieser Saison auf Basis der abgerechneten Impfleistungen (Frequenzen der GOP 89111 und 89112 EBM) nicht überschreiten.

  • Sollte sich nach Ablauf der Saison 2022/2023 zeigen, dass die im Rahmen der Vorbestellung bezogenen Impfstoffe – trotz Orientierung an den Abrechnungswerten der Vorjahressaison in Höhe von 95 Prozent – nicht verbraucht werden konnten, werden in der Regel keine Prüfanträge gestellt.

  • Sollte sich im Laufe der kommenden Saison herausstellen, dass die Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen höher ist als angenommen, können selbstverständlich Impfstoffe bedarfsgerecht nachbestellt werden. Die KV RLP empfiehlt, bei Nachbestellungen jeweils nur kleine Packungsgrößen, zum Beispiel eine 10er-Packung pro Verordnung, anzufordern.

  • Ab Impfstoffmengen oberhalb von 95 Prozent kann bei einer Differenz von mehr als 20 Prozent der über den SSB verordneten Grippeimpfstoffe im Vergleich zu den tatsächlich abgerechneten Impfungen ein Antrag auf Wirtschaftlichkeitsprüfung gestellt werden.

Ausstellung von Kassenrezepten zu Grippeimpfstoffen

Impfstoff für Impfungen im Rahmen der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) verordnen Sie zu Lasten des Sprechstundenbedarfs (SSB). Die KV RLP empfiehlt, die Verordnung von Grippeimpfstoffen grundsätzlich generisch zu tätigen. Damit können Apotheken, insbesondere bei (kurzfristigen) Versorgungsengpässen, auf andere verfügbare Grippeimpfstoffe ausweichen. Die unterschiedlichen Zulassungen sind hierbei wichtig.

CAVE: Bei der generischen Verordnung muss eine Unterscheidung zwischen konventionellem Grippeimpfstoff und Hochdosis-Grippeimpfstoff klar ersichtlich sein.

Impfstoff-Engpässe

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bietet auf seinen Internetseiten eine Übersicht zu Lieferengpässen von Human-Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Dies erlaubt Fachkreisen und der Öffentlichkeit jederzeit einen Überblick und zudem einen schnellen Zugang zu Informationen über erwartete und bestehende Versorgungsengpässe mit Impfstoffen.

Der Übersicht sind ebenfalls mögliche Impfstoff-Alternativen oder Handlungsempfehlungen zu entnehmen. Die entsprechenden Fach- und Gebrauchsinformationen sind zu beachten, diese sind unter anderem in der letzten Spalte der Listen zugelassener Impfstoffe auf den Seiten des PEI verlinkt.

In der im Fettdruck gehaltenen Übersicht finden sich Impfstoffe, bei denen es zu Versorgungsengpässen kommen könnte.

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17. August 2022