Direkt zum Inhalt

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Corona-Sonderregelungen | Qualitätssicherung

Viele medizinische Leistungen werden heute sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor erbracht. Die Patientinnen und Patienten werden im Verlauf einer Behandlung häufig in beiden Sektoren versorgt. Die Verfahren zur Datenerhebung sind unterschiedlich. Daher ist ein Vergleich der Qualitätsergebnisse bislang schwer möglich.

Hier setzt die sektorenübergreifende Qualitätssicherung an. Ihr Hauptziel ist es, zunächst eine Vergleichbarkeit der Behandlungsergebnisse beider Sektoren zu erreichen. Die dadurch gewonnene Transparenz soll mittelfristig zu einer besseren Verzahnung der Bereiche beitragen.

Verfahren

Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen

Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie

Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen

Aktuelles

Stellungnahmeverfahren und Datenlieferungen

Neue Fristen für Datenlieferungen und Berichte 2022

Neue quartalsweise Datenlieferfristen für Leistungserbringer (siehe § 16 Teil 2 der Richtlinie).

Für die QS-Verfahren mit fallbezogener QS-Dokumentation QS PCI und QS NET wurden die quartalsweisen Datenlieferfristen der Leistungserbringer an die jeweiligen Datenannahmestellen um einen Monat nach vorn verschoben:

  • vom 15. Mai auf den 15. April
  • vom 15. August auf den 15. Juli und
  • vom 15. November auf den 15. Oktober.

Neue endgültige Datenlieferfrist für die Leistungserbringer (siehe § 16 Teil 2 der Richtlinie)
Für die QS-Verfahren QS PCI, QS WI, QS NET wurden die endgültigen Datenlieferfristen der Leistungserbringer an die jeweiligen Datenannahmestellen um zwei Wochen vorverlegt:

  • vom 28. auf den 15. Februar.

Die Änderungen betreffen die QS-Verfahren "Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (QS PCI)", "Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)" sowie "Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)". Sie treten zum 1. Januar 2022 in Kraft.

Neue Fristen für die Datenlieferung | G-BA

Verlängerung der Aussetzung von Quartalsdatenlieferungen

Da die Pandemie weiterhin zu Einschränkungen des Praxis- und Krankenhausbetriebs führt, hat der G-BA im 3. Dezember 2020 eine Verlängerung der bisher geltenden Regelung für das Erfassungsjahr 2021 beschlossen. Die Datenlieferungen zum 15. Mai, 15. August und 15. November für das Erfassungsjahr 2021 entfallen somit. Jedoch bleibt die Verpflichtung zur Datenübermittlung für das gesamte Erfassungsjahr 2021 bis spätestens zum 15. Februar 2022 bestehen.

COVID-19-Ausnahmen zu QS-Anforderungen | G-BA

KBV-Informationen

Kulanter Umgang mit Nephrologen bezüglich Dokumentationspflicht

Lediglich von den Nephrologen wird trotz beibehaltener Dokumentationspflicht seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) keine Nachdokumentation erwartet. Hier hat der G-BA gewürdigt, dass es seit Beginn des Verfahrens QS NET massive Softwareprobleme gibt. Erst seit Herbst 2020 steht den meisten Dialysepraxen eine funktionierende Software zur Verfügung. Hinzu kommen extrem hohe Hygienevorgaben, um zu vermeiden, dass aus Dialysepraxen Hotspots werden.

In der Ergebnisniederschrift des G-BA-Plenums wird daher explizit darauf verwiesen werden, dass für Nephrologen nicht dokumentierte, aber dokumentationspflichtige Datensätze in den Erfassungsjahren 2020 und 2021 keine Maßnahmen nach Teil 1 § 17 Absatz 4 Buchstabe b der Richtlinie auslösen. Der Vollständigkeit halber muss jedoch erwähnt werden, dass ohne QS-Dokumentation keine Vergütungszuschläge geltend gemacht werden können (GOP 04567 und GOP 13603).

QS-Basisspezifikation für Leistungserbringer

*KV-SafeNet steht mit der Firma SafeNet, Inc., Belcamp, Maryland, USA, in keiner firmenmäßigen oder vertraglichen Verbindung. 

KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
04. Dezember 2021