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19. September 2018

Zehnter Weiterbildungsverbund geht in Alzey an den Start

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Die Arbeit der 2017 gegründeten Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin trägt Früchte: Am DRK Krankenhaus Alzey wurde heute die Kooperationsvereinbarung für den zehnten Weiterbildungsverbund unterzeichnet.

Bislang existierten in Rheinland-Pfalz neun Weiterbildungsverbünde, davon fünf im Süden des Landes in Grünstadt, Kirchheimbolanden, Landau, Ludwigshafen und Worms. Heute schlossen sich das DRK Krankenhaus in Alzey, zugleich auch akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, mit zehn Hausarztpraxen aus der Region zu einem weiteren regionalen Weiterbildungsverbund zusammen.

Rund 70 rheinland-pfälzische Arztpraxen nehmen nun landesweit an dem Weiterbildungsverbundkonzept teil. Die Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin steht bei Gründung, Auf- und Ausbau eines Verbundes zur Seite und ist zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die Weiterbildung zum Hausarzt. Träger der Koordinierungsstelle sind neben der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) die Krankenhausgesellschaft und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Organisatorisch ist die Koordinierungsstelle bei der KV RLP angesiedelt.

Für die Träger der Koordinierungsstelle sowie für die Verbundpartner, das heißt Kliniken, Arztpraxen und Ärzte in Weiterbildung, liegt ein gemeinsamer Vorteil der Weiterbildungsverbünde auf der Hand: Planungssicherheit.

Dr. Peter Heinz, Vorsitzender des Vorstands der KV RLP, sieht in Verbünden das Zukunftsmodell der ärztlichen Weiterbildung: "Ärzte in Weiterbildung durchlaufen eine strukturierte Weiterbildung auf Basis eines angepassten Rotationsplans und müssen sich ihre Weiterbildungsabschnitte nicht mehr mühsam zusammenorganisieren. Der Übergang zwischen den stationären und ambulanten Einrichtungen wird so erleichtert. Darüber hinaus findet die Weiterbildung in der Region statt, weshalb kein Wohnortwechsel notwendig ist. Familie und Beruf lassen sich so für die angehenden Fachärzte für Allgemeinmedizin besser miteinander vereinbaren. Aber auch die Weiterbildungspraxen profitieren: Die Einplanung von Ärzten in Weiterbildung in den Praxisablauf kann langfristig erfolgen und mit etwas Glück findet sich unter den Ärzten in Weiterbildung auch ein Wunsch-Praxisnachfolger."

"Das DRK Krankenhaus Alzey wird sich mit Freude aktiv an der Ausbildung zukünftiger Hausärzte gemeinsam mit erfahrenen niedergelassenen Arztpraxen engagieren", erklärt dessen Kaufmännischer Direktor Michael Nordhoff. Die Verbundweiterbildung sei eine hervorragende Institution, bei der sich junge Ärzte ohne großen administrativen Aufwand in einem "All-Inclusive-Verbund" zum Facharzt für Allgemeinmedizin ausbilden lassen können. "Der Nutzen für unsere Klinik besteht darin, dass wir die Ärzte in Weiterbildung längerfristiger und somit für den Klinikablauf effizienter einplanen können. Zusätzlich lassen sich in bestehenden Verbünden regionale Kooperationsnetzwerke leichter auf- und ausbauen. So profitieren letztlich auch die Patienten von regional optimierten Kooperationsstrukturen."

Auch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MASGD) sieht in Weiterbildungsverbünden einen wichtigen Baustein zum Erhalt einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung im Land. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gratulierte den Beteiligten in der Region Alzey zur Gründung des Weiterbildungsverbundes und dankte ihnen für ihr Engagement bei der Nachwuchssicherung in der Allgemeinmedizin: "Die Gründung des zehnten Weiterbildungsverbunds in Alzey zeugt nicht nur von der hervorragenden Arbeit der Koordinierungsstelle, sondern sie zeigt auch den Bedarf für entsprechend optimierte Weiterbildungsstrukturen auf. Die Etablierung von Weiterbildungsverbünden ist daher ein zentrales Element des Masterplans zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz und ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Ich freue mich, dass die Umsetzung in Rheinland-Pfalz so gute Fortschritte macht", so die Ministerin abschießend.

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