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9. Oktober 2017

Tag des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes am 11. Oktober 2017

Infokampagne

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst steht Patienten immer dann zur Verfügung, wenn keine lebensbedrohliche Erkrankung vorliegt und ärztliche Hilfe außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen benötigt wird. Viele Bürger kennen den Dienst jedoch nicht. Deshalb weisen die Kassenärztlichen Vereinigungen am 11. Oktober 2017 – dem Tag des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes – auf das flächendeckende Angebot hin und bitten die Vertreter der Medien um Unterstützung.

Häufig suchen Patienten bei einer plötzlichen, nicht lebensbedrohlichen Erkrankung abends oder am Wochenende die Notaufnahme eines Krankenhauses auf. Dabei stehen qualifizierte Ärzte in den Ärztlichen Bereitschaftspraxen, die unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 116117 zu erreichen sind, außerhalb der Praxisöffnungszeiten immer zur Verfügung.

Um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten und den Bekanntheitsgrad des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie der Telefonnummer 116117 zu erhöhen, organisieren die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen bundesweit den Tag des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes am 11. Oktober 2017. An diesem Tag werden in allen Bundesländern unterschiedliche Aktionen stattfinden. Hier werden auch weitere Materialien, Zahlen und Fakten zur Verfügung gestellt.

Speziell in Rheinland-Pfalz werden vom 11. Oktober bis zum 17. Oktober 2017 eigens produzierte Radiospots zur Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 auf SWR1, SWR4 und RPR1 ausgestrahlt.

Die KV RLP bittet die Medien um Unterstützung: 

  • Helfen Sie mit, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst und die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 bekannter zu machen.

  • Berichten Sie über das flächendeckende Angebot in Rheinland-Pfalz. Mit 48 Ärztlichen Bereitschaftspraxen findet jede Bürgerin und jeder Bürger in Rheinland-Pfalz einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst in der Nähe.

  • Informieren Sie über die Ärztliche Bereitschaftsdienstsuche der KV RLP unter www.kv-rlp.de/260557. Dort finden Patienten auch über eine Landkarte alle Ärztlichen Bereitschaftspraxen in Rheinland-Pfalz sowie deren Kontaktdaten.

  • Weisen Sie darauf hin, dass der Ärztliche Bereitschaftsdienst in medizinisch begründeten Fällen auch Hausbesuche durchführt. Für hör- und sprachbehinderte Menschen steht ein Faxformular zur Kontaktaufnahme mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

  • Nutzen Sie bitte gerne die Informationen in der Anlage für Ihre Berichterstattung

Ihre Ansprechpartner

Stabsstelle Kommunikation KV RLP
Telefon 06131 326-380
presse@kv-rlp.de

Informationen für Patienten | Anlage

Krank an Wochenenden, abends oder nachts? Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist für Sie da!

Ihr erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer Ihre behandelnde Haus- oder Facharztpraxis sein. Schließlich kennt man Sie und Ihre Vorerkrankungen dort am besten und weiß, welche Behandlung gerade am sinnvollsten für Sie ist. Wenn möglich und vertretbar, sollten Sie daher immer zuerst Ihre Haus- oder Facharztpraxis zu den regulären Sprechzeiten aufsuchen.

Aber was tun, wenn die Behandlung Ihrer Beschwerden nicht warten kann, bis die Praxis wieder geöffnet ist? Keine Sorge: In diesem Fall ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst für Sie da – und das überall in Rheinland-Pfalz. Einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst finden Sie immer in Ihrer Nähe. In derzeit 39 Ärztlichen Bereitschaftspraxen, früher auch Bereitschaftsdienstzentralen (BDZ) genannt, stehen Ihnen abends, nachts, an Wochenenden sowie an Feiertagen qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung. An neun weiteren Standorten finden Sie zusätzliche Ärztliche Bereitschaftspraxen mit individuell festgelegten Öffnungszeiten. Und: Sollten Sie sich krankheitsbedingt einmal nicht in der Lage fühlen eine Ärztliche Bereitschaftspraxis aufzusuchen, können Sie über die kostenfreie Telefonnummer 116117 (ohne Vorwahl) auch einen Hausbesuch anfordern. In medizinisch begründeten Fällen kommt der Bereitschaftsarzt dann zu Ihnen nach Hause.

Trägerin des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in den Ärztlichen Bereitschaftspraxen in Rheinland-Pfalz ist die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP). Die Kosten der Behandlungen werden für gesetzlich Versicherte von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Ihrer Nähe

Wo sich Ärztliche Bereitschaftspraxen in Ihrer Nähe befinden, erfahren Sie über die Bekanntmachungen in Tageszeitungen, im Wochen- oder Amtsblättern, über die Website der KV RLP unter www.kv-rlp.de/260557 oder über die kostenfreie Telefonnummer 116117. Hör- und sprachgeschädigten Menschen stellt die KV RLP zur Kontaktaufnahme ein Faxformular zur Verfügung.

In welchen Fällen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst?

Beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst sind Sie immer dann an der richtigen Adresse, wenn keine Lebensgefahr besteht oder keine sofortige Notfallbehandlung erforderlich ist, wenn Sie mit Ihren Gesundheitsstörungen also normalerweise zu Ihrem Haus- oder Facharzt gehen würden.

Ärztliche Bereitschaftsdienste sind zuständig zum Beispiel bei:

  • Erkältung mit Fieber
  • Grippesymptomen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Infektionen
  • Erbrechen
  • Rückenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • kleineren Schnittverletzungen

45 der insgesamt 48 Ärztlichen Bereitschaftspraxen sind an rheinland-pfälzischen Krankenhäusern angesiedelt. Sollten also weitergehende Untersuchungen erforderlich sein, können diese direkt vor Ort veranlasst werden.

Bei Lebensgefahr oder schweren Unfällen: 112 wählen

Wenn Sie glauben, dass Sie sich in Lebensgefahr befinden oder wenn Sie ohne sofortige Behandlung dauerhafte gesundheitliche Schäden befürchten, alarmieren Sie bitte entweder den Not- und Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 oder wenden Sie sich unverzüglich an die nächstgelegene Notfallambulanz eines Krankenhauses.

Not- und Rettungsdienste sind zuständig zum Beispiel bei:

  • Bewusstlosigkeit
  • schweren Störungen des Atmungssystems
  • starken Herzbeschwerden
  • akuten Blutungen
  • Unfällen mit Verdacht auf erhebliche Verletzungen
  • Vergiftungen
  • Bränden mit Personenbeteiligung
  • akuten anhaltenden Erregungszuständen
  • akuten anhaltenden Krampfanfällen und schweren Schmerzzuständen
  • plötzlicher Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft

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26. September 2018