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14. März 2019

KV RLP begrüßt Entwurf zur Reform des Psychotherapeutengesetzes

Mitglied des Vorstands Peter Andreas Staub: "Geeignet, zentrale aktuelle Probleme der postgradualen Ausbildung zu überwinden."

Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) begrüßt den vorliegenden Kabinettsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zum Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung (PsychThAusbRefG). "Der Gesetzentwurf ist geeignet, zentrale aktuelle Probleme der postgradualen Ausbildung der Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen Psychotherapeuten sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten zu überwinden", erklärt Peter Andreas Staub, Mitglied des Vorstands der KV RLP.

Einheitliche Berufsbezeichnung

Die KV RLP begrüßt die künftig geplante, einheitliche Berufsbezeichnung "Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut". "Damit werden die für den bereits 1999 geschaffenen akademischen Heilberuf des Psychotherapeuten bundeseinheitlichen Qualifikationsstandards und einheitlichen Ausbildungsinhalte auf Masterniveau erhalten. Sie spiegeln das gemeinsame Berufsbild der jetzigen Psychologischen Psychotherapeuteninnen und Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten wider. Mit der Neuregelung wird auf die ausschließliche Herkunft aus einem Psychotherapiestudium hingewiesen. Gleichzeitig steht die Berufsbezeichnung mit der Ergänzung 'ärztlich' weiterhin auch Ärztinnen und Ärzten offen", erläutert Staub.

Finanzielle Förderung gesellschaftliche Aufgabe

Die KV RLP fordert die gesetzgebende Instanz auf, für die finanzielle Förderung der Weiterbildung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eine Regelung zu finden. Zwar können diese nach der Neuregelung jetzt als Approbierte in der Versorgung stationär beschäftigt werden und ein geregeltes Einkommen erzielen, aktuell gelten sie aber noch als Praktikantinnen und Praktikanten und auch die Finanzierung der ambulanten Weiterbildung ist noch nicht gelöst. Die KV RLP hält Ideen zur Finanzierung der ambulanten Weiterbildung in der Psychotherapie analog der jetzigen Weiterbildungsförderung im hausärztlichen Bereich sowie in den grundversorgenden Fachgebieten für verfehlt. Die Förderung der ambulanten Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte sowie für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss durch den Staat erfolgen – dies analog der Referendariatszeit in den Rechtswissenschaften. Der derzeit gewählte Weg der Weiterbildungsförderung in der Allgemeinmedizin und einzelnen grundversorgenden Fachgebieten über die Umlagefinanzierung durch die Niedergelassenen ist nicht tragbar.

Strukturen zur besseren Behandlung der Patientinnen und Patienten

Der Kabinettsentwurf sieht eine zusätzliche Verklammerung der Psychotherapiefächer durch Regelungen für eine berufsgruppenübergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung sowie zur weiteren Förderung der Gruppentherapie und der weiteren Vereinfachung des Gutachterverfahrens vor. "Dadurch", so Staub, "können künftig Strukturen geschaffen werden, die eine routinierte, selbstverständliche Zusammenarbeit zur besseren Behandlung vor allem von Patientinnen und Patienten mit akutem intensivem Versorgungsbedarf voranbringen."

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in der KV RLP integriert

Staubs Fazit: "Der Vorstand der KV RLP sieht die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nach 20 Jahren Zugehörigkeit in allen Ausschüssen und Kommissionen in der KV RLP integriert. Die medizinischen und psychotherapeutischen Berufe wachsen weiterhin positiv zusammen."

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