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Videosprechstunde

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Häufige Fragen und Antworten

Allgemeinverfügung

Regelung zeitlich befristet:

  • genehmigungsfrei:  5. März – 31. Dezember 2020

Was beinhaltet die Allgemeinverfügung?

Die Allgemeinverfügung ermöglicht es, bis zum 31. Dezember 2020 Leistungen der Online-Videosprechstunde zu erbringen, ohne dafür das eigentlich erforderliche individuelle Prüfverfahren zu durchlaufen.

Für welche Fachgruppen gilt die Allgemeinverfügung?

Videosprechstunden können von fast allen Fachgruppen zeitlich befristet durchgeführt werden. Ausgenommen sind aufgrund von EBM-Regelungen lediglich die Fachgruppen Labor, Nuklearmedizin, Pathologie und Radiologie.

Ist die Allgemeinverfügung zeitlich begrenzt?

Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 31. Dezember 2020. Wenn Sie danach eine zeitlich unbegrenzte Individualgenehmigung erhalten wollen, müssen Sie einen Antrag bei der KV RLP stellen.

Welcher Antrag muss gestellt werden?

Den Antrag auf eine Individualgenehmigung und weitere Informationen finden Sie hier: Videosprechstunde

Rahmenbedingungen

Welche technischen Voraussetzungen sind einzuhalten?

Es dürfen nur zertifizierte Videodienstanbietende verwendet werden. Darüber hinaus gilt:

  • Bildschirm: mindestens 3 Zoll Bildschirmdiagonale
  • Auflösung: mindestens: 640x480 Pixel (px)
  • Bandbreite: mindestens 2000 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) im Download
  • Mikrofon und Tonwiedergabeeinheit: vorhanden
  • Kamera: vorhanden

Welche Videodienstanbietenden sind zertifiziert?

Die technischen Anforderungen für die Praxis und den Videodienst – insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz – sind in der Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte geregelt. Die KBV hält dazu eine aktuelle Übersicht bereit:

Welche räumlichen Voraussetzungen sind zu beachten?

Die Videosprechstunde hat zur Gewährleistung der Datensicherheit und eines störungsfreien Ablaufes in geschlossenen Räumen, die eine angemessene Privatsphäre sicherstellen, zu erfolgen.

Welche organisatorischen Voraussetzungen sind zu beachten?

Die Vertragsärztin bzw. der Vertragsarzt informiert die Patientin bzw. den Patienten über die Videosprechstunde entsprechend den Anforderungen an die Teilnehmenden zur Durchführung der Videosprechstunde gemäß § 3 Anlage 31b BMV-Ä und holt eine Einwilligung der Patientin bzw. des Patienten in die Datenverarbeitung des genutzten Videodienstanbietenden ein, die die Anforderungen des Artikel 9 Absatz 2a) in Verbindung mit Artikel 7 Datenschutz-Grundverordnung erfüllt.

Die Einwilligung in Schriftform ist daher empfehlenswert, aber nicht vorgeschrieben. Teilweise kann es auch sein, dass durch den Videodienst beim Einwählen eine Einwilligung der Patientin oder des Patienten gefordert wird. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

EBM

Was kann im Rahmen der Videosprechstunde abgerechnet werden?

Grundsätzlich rechnen Sie – auch wenn der erste Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal per Videosprechstunde stattfindet – die fachgruppenspezifische Grund-/Versichertenpauschale (ausgenommen die GOP 03030, 04030, 12220 und 12225) oder die Konsiliarpauschale GOP 25214 der Strahlentherapie ab.

Außerdem ist die GOP 01450 bei allen Arzt-Patienten-Kontakten im Rahmen einer Videosprechstunden oder Videofallkonferenzen zusätzlich abrechenbar. Sofern mindestens 15 Videosprechstunden im Quartal durchgeführt wurden setzt die KV RLP die GOP 01451 bis zum Höchstwert als Anschubfinanzierung zu jeder abgerechneten 01450 zu. Die zugesetzte Anzahl der GOP 01451 ist im Honorarbescheid ersichtlich.

Finden im Behandlungsfall ausschließlich Arzt-Patienten-Kontakte im Rahmen der Videosprechstunde statt, wird zusätzlich die spezielle Abrechnungsnummer 88220 (Wert 0) angesetzt. Grundsätzlich ist die Anzahl dieser Behandlungsfälle auf 20 Prozent aller Behandlungsfälle der Vertragsärztin bzw. des Vertragsarztes/der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten begrenzt. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurden die Begrenzungsregelungen – vorerst bis zum 31. Dezember 2020 – aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert, sollen aber weiterhin mit der speziellen Abrechnungsnummer 88220 gekennzeichnet werden.

Sollten Sie eine unbekannte Patientin oder einen unbekannten Patienten per Videosprechstunde betreuen, ist für die Authentifizierung die GOP 01444 einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig.

Des Weiteren können einige Fallkonferenzen (siehe Webcode 621308-19493) sowie Gesprächsleistungen (siehe "Übersicht der Gesprächsleistungen, die Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in einer Videosprechstunde durchführen und abrechen können") per Videosprechstunde durchgeführt und abgerechnet werden.

Welche Abschläge gibt es bei Behandlungsfällen, die nur Kontakt im Rahmen der Videosprechstunde umfassten?

Kommen in einem Behandlungsfall nur Kontakte im Rahmen der Videosprechstunde zustande (alle Behandlungsfälle in denen die spezielle Abrechnungsnummer 88220 (Wert 0) angesetzt wurde), wird durch die Kassenärztlichen Vereinigungen ein prozentualer Abschlag auf die jeweilige Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale nach GOP 25214 und die berechnungsfähigen Zuschläge bzw. Zusatzpauschalen vorgenommen. Der Abschlag entfällt, wenn im selben Behandlungsfall ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erfolgt. Die Höhe des prozentualen Abschlags wird fachgruppenspezifisch nach drei Clustern differenziert:

Abschlagshöhe bei ausschließlichem Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen der Videosprechstunde im Behandlungsfall:

Gruppe 1:
Abschlag von 20 %
Gruppe 2:
Abschlag von 25 %
Gruppe 3:
Abschlag von 30 %
  • Hausärzte
  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Neurologie / Neurochirurgie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie /-psychotherapie
  • Psychosomatik / Psychotherapie / Psychiatrie
  • Schmerztherapie
  • Strahlentherapie (nur GOP 25214)
  • Ermächtigte Ärzte
  • Innere Medizin
  • Gynäkologie
  • Chirurgie
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Humangenetik
  • Dermatologie
  • Orthopädie
  • Urologie
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Anästhesie
  • Augenheilkunde
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde / Phoniatrie


Wie ist bei Videofallkonferenzen in Bezug auf den Höchstwert von 40 Punkten je Ärztin/Arzt und je Videofallkonferenz zu verfahren?

Der Technikzuschlag (GOP 01450) ist bei Videofallkonferenzen nur von der Ärztin bzw. dem Arzt berechnungsfähig, die bzw. der die Videofallkonferenz initiiert, also Einladungen mittels ihrer bzw. seines Videodienstes an die übrigen Teilnehmenden versendet und die bzw. der die entsprechenden Lizenzgebühren für den Videodienst trägt.

Die GOP 01450 setzt die initiierende Ärztin bzw. der initiierende Arzt dabei auf alle seine im Rahmen der Videokonferenz besprochenen Fälle an; die Kassenärztliche Vereinigung teilt die Punktzahl der GOP 01450 (40 Punkte) entsprechend auf diese Fälle auf. Bei zwei besprochenen Patientinnen bzw. Patienten wäre das Höchstpunktzahlvolumen folglich durch 2 zu teilen (entspricht jeweils 20 Punkten je Patientin/Patient).

Ist nun auch die Kommunikation über einen Videodienst zwischen Ärztin/Arzt und nichtärztlicher Praxisassistenz (NäPa) bei einem durchgeführten Hausbesuch bei der Patientin/dem Patienten berechnungsfähig?

Diese Konstellation ist momentan nicht im EBM abgebildet und somit auch nicht gesondert vergütungsfähig. Bereits jetzt können NäPas auf Wunsch der Patientin bzw. des Patienten als Bezugsperson an einer Videosprechstunde zwischen Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient teilnehmen und der Patientin bzw. dem Patienten assistieren. Hierfür ist derzeit jedoch keine eigenständige GOP berechnungsfähig.

Wie werden TSS-Zuschläge bei vermittelten Terminen im Rahmen einer Videosprechstunde berücksichtigt? (Allgemeine Bestimmungen 4.3.10.1, Absatz 2)

Die prozentualen Zuschläge für Termine, die über die Terminservicestellen (TSS) vermittelt wurden, sind auch berechnungsfähig, wenn diese Termine ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden. Die prozentuale Zuschlagshöhe bleibt hierbei unverändert (20, 30 oder 50 Prozent). Sie wird jedoch bei einer Videosprechstunde auf Basis der um die Abschläge reduzierten Versicherten- oder Grundpauschale berechnet.

Kann die Chronikerpauschale auch abgerechnet werden, wenn die Patientin/der Patient ausschließlich im Rahmen der Videosprechstunde behandelt wurde?

Nein, in dem Quartal, in dem die Chronikerpauschale (GOP 03220/04220) abgerechnet wird, ist weiterhin ein bzw. bei der Berechnung der Chronikerpauschale II (GOP 03221/04221) zwei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte erforderlich.

Allerdings kann einer der zwei persönlichen Arzt-Patienten-Kontakten, die in zwei der letzten vier Quartalen stattgefunden haben müssen (das aktuelle Quartal zählt mit) auch im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt worden sein (Abschnitt 3.2.2 bzw. 4.2.2 EBM).

Sind auch Fallkonferenzen/-besprechungen im Rahmen der Videokonferenz abrechenbar?

Für die Videofallkonferenz zwischen der Pflegekraft einer chronisch pflegebedürftigen Patientin bzw. eines chronisch pflegebedürftigen Patienten und der Ärztin bzw. des Arztes/der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten, die bzw. der die diagnostischen, therapeutischen, rehabilitativen und/oder pflegerischen Maßnahmen der Patientin bzw. des Patienten koordiniert ist die GOP 01442 EBM abrechenbar. Voraussetzung ist, dass im aktuellen und/oder den vorangegangenen zwei Quartalen mindestens ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt in derselben Praxis stattgefunden hat.

Außerdem sind folgende Fallkonferenzen und Fallbesprechungen des EBM im Rahmen der Videokonferenz durchführbar:

  • GOP 30210: Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom
  • GOP 30706: Schmerztherapie
  • GOP 30948: MRSA-Fall- und/oder regionale Netzwerkkonferenz
  • GOP 37400: Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

Können auch unbekannte Patientinnen/Patienten im Rahmen der Videosprechstunde behandelt werden?

Es können auch Patientinnen und Patienten, die die Ärztin bzw. der Arzt/die Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut noch nie oder nur noch nicht im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Praxis behandelt hat, im Rahmen der Videosprechstunde behandelt werden.

Videosprechstunden in der Psychotherapie: Es wurden auch bestimmte Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35 und des Abschnitts 30.11, die nach dem psychotherapeutischem Berufsrecht und der Psychotherapie-Vereinbarung nicht nur im persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt durchgeführt werden können, im Rahmen einer Videosprechstunde ermöglicht. Voraussetzung zur Durchführung der Leistung im Rahmen einer Videosprechstunde ist, dass ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung vorausgegangen ist. Dieser persönliche Kontakt kann auch in einem Vorquartal stattgefunden haben.

Zur Vergütung des zusätzlichen Aufwands in der Praxis, um eine unbekannte Patientin bzw. einen unbekannten Patienten im Rahmen der Videosprechstunde zu authentifizieren (schließlich können die erforderlichen Stammdaten nicht über die elektronische Gesundheitskarte automatisiert erfasst werden), wurde zeitlich befristet bis zum 30. September 2021 die GOP 01444 in den EBM aufgenommen.

Ärztinnen bzw. Ärzte/Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten erheben die Daten der Patientin bzw. des Patienten bei der Videosprechstunde im Ersatzverfahren. Wichtig: Die Versichertennummer muss bei der Videosprechstunde erfasst werden.

Können psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen per Video erbracht werden?

Bis zum 31. Dezember 2020 dürfen psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen auch per Video erbracht werden. Die Abrechnung erfolgt über folgende Gebührenordnungspositionen:

  • GOP 35151V      
    Psychotherapeutische Sprechstunde

  • GOP 35151W
    Psychotherapeutische Sprechstunde – Bezugsperson

  • GOP 35150U
    Probatorische Sitzung in der Richtlinien-Psychotherapie

  • GOP 35150W
    Probatorische Sitzung in der Richtlinien-Psychotherapie – Bezugsperson

  • GOP 30931V
    Probatorische Sitzung in der neuropsychologischen Therapie

Daneben ist der Technikzuschlag (GOP 01450 EBM) berechnungsfähig.

Ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt muss nicht zwingend vorausgegangen sein. Dies gilt auch für die weiteren neuropsychologischen und psychotherapeutischen Leistungen der Abschnitte 30.11, 35.1 und 35.2, die bereits vorher per Videosprechstunde durchgeführt und abgerechnet werden konnten. Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne physischen Kontakt zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben. Therapeutinnen und Therapeuten müssen die Vorgaben ihrer Landeskammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachten.

Im Regelfall gilt also nach wie vor: Die Psychotherapeutische Sprechstunde erfordert weiterhin grundsätzlich die Anwesenheit der Patientin oder des Patienten, da insbesondere für Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung der unmittelbare persönliche Kontakt im Regelfall notwendig ist. Gegebenenfalls muss die Sprechstunde auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.

Können Arztpraxen eine Pauschale für die Einrichtung des Video-Arbeitsplatzes (Beschaffung der Kamera etc.) bei der KV RLP beantragen?

Eine Pauschalerstattung mit entsprechendem Antrag ist nicht vorgesehen.

Die GOP 01451 EBM ist als Anschubfinanzierung seit dem 1. Oktober 2019 befristet bis 30. September 2021 in den EBM aufgenommen worden. Die GOP ist mit 92 Punkten bewertet und wird – bis zu einem Höchstwert von 4.620 Punkten je Praxis und Quartal – von der KV RLP gesetzt, wenn die Praxis mindestens 15mal die GOP 01450 abgerechnet hat.

Kann die Videosprechstunde auch samstags erbracht werden?

Ja, die Videosprechstunde kann auch samstags durchgeführt und zudem die GOP 01102 EBM zusätzlich abgerechnet werden.

Kann ich als Ärztin/Arzt oder Psychotherapeutin/Psychotherapeut die Videosprechstunde auch von zu Hause durchführen?

Eine Videosprechstunde ist genau wie jede andere vertragsärztliche/-psychotherapeutische Leistung an einen "offiziellen" Leistungsort gebunden. In aller Regel ist dies der Vertragsarztsitz. Zum Vertragsarztsitz gehören aber auch ausgelagerte Praxisräume, sofern sie der KV RLP angezeigt wurden. Wenn Sie einen ausgelagerten Vertragsarztsitz anzeigen möchten, richten Sie Ihr Anliegen an: genehmigung@kv-rlp.de

Authentifizierung

Wie läuft die Authentifizierung neuer Patientinnen und Patienten gemäß Anlage 4b zum BMV-Ä genau ab?

Vor Beginn der eigentlichen Videosprechstunde zwischen Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient erhebt die Ärztin bzw. der Arzt oder das Praxispersonal die Stammdaten mit der Versichertennummer der oder des Versicherten anhand der per Videotelefonie vorgelegten elektronischen Gesundheitskarte (eGK).

Die oder der Versicherte hält hierzu ihre bzw. seine eGK in die Kamera (je nach genutztem Gerät die Webcam oder die Kamera des  Cs/Laptops/Tablets/Handys) und bestätigt mündlich das aktuelle Bestehen des Versicherungsschutzes. Die beschriebene Authentifizierung ist nur notwendig, wenn die Patientin bzw. der Patient nicht im laufenden Quartal oder im Vorquartal die Praxis besucht hat. Andernfalls dürfen die im Praxisverwaltungssystem gespeicherten Versichertenstammdaten genutzt werden.

Welche Daten sind bei der Authentifizierung neuer Patientinnen und Patienten gemäß Anlage 4b zum BMV-Ä zu erheben?

Die Anlage 4b zum BMV-Ä verweist auf die folgenden Daten, die entsprechend auch im Rahmen des Ersatzverfahrens (gemäß Anhang 1 der Anlage 4a zum BMV-Ä) auf der Grundlage der Patientenstammdatei, der Informationen auf der eGK oder anhand der Angaben der oder des Versicherten zu erheben sind:

  • Name, Vorname und Geburtsdatum der oder des Versicherten
  • Bezeichnung der Krankenkasse
  • Versichertenart (Mitglied, familienversichert, Rentnerin/Rentner und ihre Familienangehörigen)
  • Postleitzahl des Wohnortes
  • Krankenversichertennummer

Die Versichertenart und die Postleitzahl des Wohnortes sind als Informationen nicht auf der eGK aufgebracht und müssen daher vor der Videosprechstunde von der Patientin bzw. vom Patienten erfragt werden, wenn keine Übernahme aus der Patientenstammdatei erfolgen kann.

Patienten-Zugangsdaten

Wie erhält die Patientin/der Patient die Zugangsdaten für die Videosprechstunde?

Die Patientin oder der Patient kann auf verschiedenen Wegen Zugang zu einem Videosprechstunden-Termin erhalten. Die Anlage 31b zum BMV-Ä macht hierzu keine konkreten Vorgaben.

Die Ärztin bzw. der Arzt generiert die erforderlichen Zugangsdaten in der Regel über den von ihr bzw. ihm genutzten Videodienst. Er kann der Patientin oder dem Patienten Link und Zugangscode beispielsweise mit einem Flyer persönlich übergeben, wenn der Videosprechstunden-Termin in Folge eines Praxisbesuchs geplant wird.

Es ist auch möglich, dass die Ärztin bzw. der Arzt der Patientin bzw. dem Patienten die Daten für den Videosprechstunden-Termin auf einem sicheren Weg (zum Beispiel per verschlüsselter E-Mail) zukommen lässt. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Patientin bzw. der Patient auf der Website des Videodienstanbietenden direkt eine Terminanfrage bei der Ärztin bzw. dem Arzt stellen kann, die bzw. der diesen Videodienst nutzt. In diesem Fall bekommt die Patientin bzw. der Patient die Zugangsdaten vom Videodienstanbietenden zugesendet, zum Beispiel per verschlüsselter E-Mail, oder nach einer Registrierung beim Videodienst direkt in dessen Webportal angezeigt.

Da die Anlage 31b zum BMV-Ä keine konkreten Vorgaben enthält, können (abhängig vom gewählten Videodienstanbietenden) auch andere Alternativen in Betracht kommen.

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KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
27. Oktober 2020