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Laboruntersuchung

In diesen Fällen ist eine Laboruntersuchung indiziert

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Ausweitung der Indikationskriterien zur Testung auf eine Infektion vertraglich vereinbart: Danach soll die Untersuchungsindikation nach ärztlichem Ermessen gestellt werden – unter Berücksichtigung der Kriterien des RKI.

Damit können Ärztinnen und Ärzte, wenn sie dies medizinisch für erforderlich halten, die Testung vornehmen. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für die Laboruntersuchung. Ein vorheriger Aufenthalt in einem Risikogebiet oder in einer Region mit Krankheitsfällen ist nicht mehr grundsätzlich erforderlich.

Häufige Fragen und Antworten

In welchem Fall kann eine Antikörperbestimmung gegen Covid-19 sinnvoll sein?

Die kasseninterne Abstimmung zur Antikörpertestung konnte bisher vom GKV-Spitzenverband nicht abgeschlossen werden. Es war beabsichtigt, den ebenfalls meldepflichtigen indirekten Erregernachweis einer akuten Covid-19-Infektion als spezifische Leistung im EBM abzubilden. In welchen Fällen ein Antikörpertest sinnvoll ist, können Sie auf der Website der KBV einsehen.

Wie wird die Antikörperbestimmung gegen Covid-19 in den entsprechenden Fällen abgerechnet?

Die veranlassende Ärztin bzw. der veranlassende Arzt und die Laborärztin bzw. der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der speziellen Abrechnungsnummer 88240. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der GOP 32641 unter Angabe der Antikörperspezifität und der medizinischen Notwendigkeit berechnungsfähig. Schnellteste sind nicht berechnungsfähig. Die Ärztinnen und Ärzte, die Antikörperbestimmungen durchführen, sollten freiwillig an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilnehmen.

Kann der Covid-19-Abstrich zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden, wenn die Patientin bzw. der Patient die Kriterien des RKI nicht erfüllt?

Die Entscheidung, wer auf SARS-CoV-2 getestet wird, trifft die Ärztin bzw. der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sollte sie oder er eine Testung – in Anlehnung an die Kriterien des RKI – nicht für medizinisch notwendig erachten, die Patientin bzw. der Patient oder eine andere Institution diese trotzdem wünschen, kann diese nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht oder veranlasst werden.

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02. Juni 2020