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Hochwasser in Rheinland-Pfalz | medizinische Versorgung vor Ort: Rheinland-Pfalz ist vom Hochwasser schwer getroffen. In einzelnen Regionen kann es daher aktuell zu Einschränkungen in der medizinischen Versorgung kommen. Wenn Sie Auskunft zur ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung vor Ort benötigen, hilft Ihnen unser Patientenservice unter Telefon 06131 4899139 rund um die Uhr weiter.

Impfabrechnung | Häufige Fragen und Antworten

Allgemein

Wie werden die Impfungen abgerechnet?

Die Abrechnung erfolgt mit der KV-Quartalsabrechnung über die eGK der Patientin oder des Patienten.

Bei Patientinnen und Patienten der Sonstigen Kostenträger:

Werden ausschließlich Impfleistungen erbracht, ist kein Krankenbehandlungsschein/Überweisungsschein vom Kostenträger vorzulegen. Bei SVA-Versicherten ist keine Patientenerklärung für die Krankenkasse auszufüllen. Werden neben den Impfleistungen noch andere GOP abgerechnet, können diese zusammen auf einem SKT-Behandlungsschein abgerechnet werden und der Krankenbehandlungsschein/Überweisungsschein wird wie gehabt an die KV RLP gesendet.

Wie werden die Impfungen von Privatpatientinnen und Privatpatienten bzw. Sonstigen Kostenträger abgerechnet?

  • Für Nicht-GKV-Versicherte ist das Ersatzverfahren zur Nutzung des KVDT anzuwenden, Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (VKNR 48850).

  • Bei SKT-Versicherten, die über eine Krankenversichertenkarte verfügen (zum Beispiel Grenzgänger, Versicherte nach dem BVG, entsprechende Polizeikassen etc.), kann diese eingelesen werden. Hier muss nicht das Ersatzverfahren angewendet werden.

  • Werden ausschließlich Impfleistungen erbracht, ist kein Krankenbehandlungsschein/Überweisungsschein vom Kostenträger vorzulegen. Bei SVA-Versicherten ist keine Patientenerklärung für die Krankenkasse  auszufüllen. (Der Anspruch auf eine Schutzimpfung richtet sich nach der Corona-ImpfV).

  • Werden neben den Impfleistungen noch andere Leistungen abgerechnet, können diese zusammen auf einem SKT-Behandlungsschein abgerechnet werden.

Welche Diagnoseschlüssel sind anzugeben?

  • U11.9 G für eine Impfung gegen COVID-19

  • U12.9 G für unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung

Muss die Chargennummer des Impfstoffes erfasst werden?

Ja, zu jeder Impfleistungen muss in der Abrechnung die Chargennummer des Impfstoffes erfasst werden. Hierfür ist mit dem PVS-Update zum 2. Quartal 2021 ein neues GOP-bezogenes Feld (5010 Chargennummer) geschaffen worden.

Ab wann muss die Impfstoffbestellung auf zwei separaten Rezepten erfolgen?

Ab dem 4. Mai 2021 erfolgt die Impfstoffbestellung für Erst- und Zweitimpfungen auf zwei separaten Rezepten.

Sollen die Erst- und Zweitimpfungen in derselben Institution durchgeführt werden?

Ja. Das Bundesministerium für Gesundheit hat noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in Impfzentren angefangene Impfungen grundsätzlich auch dort beendet werden sollen.

Hat sich zum 1. Juli die IK-Nummer des Kostenträgers für die Impfstoffbestellung geändert?

Ja. Zum 1. Juli 2021 hat sich die IK des Kostenträgers Bundesamt für soziale Sicherung geändert. Neue IK: 103609999. Diese ist seit dem 1. Juli in den Praxisverwaltungssystemen hinterlegt. 

Können Atteste bzw. Nachweise für Genesene einer Covid-19-Infektion nach EBM abgerechnet werden?

Nein. Diese Atteste sind privat zu liquidieren. Auch die Kopie des Nachweises eines positiven PCR-Tests kann privat liquidiert werden.

Können auf Wunsch Antikörper-Tests bei symptomlosen Genesenen nach EBM abgerechnet werden?

Nein. Antikörpertests ohne zeitlichen Bezug zu Covid-19-Symptomen sind keine Kassenleistung.

Impfberatung gemäß Impfvereinbarung

Kann die Abrechnungsnummer 88322 auch bei allgemeinen Fragen etwa zur Impfsituation als Impfberatung gemäß Impfvereinbarung abgerechnet werden?

Nein, hierfür kann die Abrechnungsnummer 88322 nicht abgerechnet werden. Ebenso kann keine Impfberatung abgerechnet werden, wenn die Impfung im Impfzentrum erfolgt. Die Beratung wird dann im Impfzentrum durchgeführt. Die Abrechnungsnummer 88322 kann nur abgerechnet werden, wenn sich die Patientin oder der Patient im Rahmen Ihrer Impfberatung gegen eine Impfung entscheidet und dies mitteilt.

Gibt es einen Abrechnungsausschluss, wenn ausschließlich die Impfberatung (Abrechnungsnummer 88322) durchgeführt wurde, sich die Patientin oder der Patient dann aber im Nachgang doch für die Impfung entscheidet?

Ja, gemäß den Vorgaben der KBV wurde ein Abrechnungsausschluss im Krankheitsfall aufgenommen. Das bedeutet, bei Berechnung der Abrechnungsnummer 88322 ist im aktuellen und den nachfolgenden drei Quartalen keine Abrechnung der COVID-19-Impfung möglich.

Sinnvoll ist eine Dokumentation in der Patientenakte, dass die Patientin oder der Patient die Impfung abgelehnt hat.

Können nichtärztliche Praxismitarbeitende die Impfberatung durchführen?

Nein, dies ist eine ärztliche Leistung und kann nicht an die Praxismitarbeitenden delegiert werden.

Kann die Impfberatung nach 88322 auch telefonisch erbracht werden?

Ja, die Leistung kann auch telefonisch oder per Videosprechstunde erbracht werden.

Impfung im Rahmen des Haus- und Mitbesuchs

Kann zusätzlich zur 88323/88324 noch das Wegegeld und/oder der Hausbesuch nach EBM abgerechnet werden?

Eine Nebeneinander-Berechnung der Hausbesuche des EBM sowie der Wegegelder (40220 bis 40230) und der speziellen Abrechnungsnummern 88323 und 88324 (Besuch und Mitbesuch) gemäß der Impfvereinbarung ist nicht zulässig.

Eine kurative Behandlung ist grundsätzlich neben einer Coronavirus-Impfung nicht ausgeschlossen. Wenn eine Krankenbehandlung stattfindet, können daher sowohl die 20 Euro für die Impfung mit den speziellen Abrechnungsnummern 88331 – 88334 (je nach Impfstoff) als auch zum Beispiel die Versichertenpauschale abgerechnet werden.

Auch bei einem Hausbesuch können Coronavirus-Impfung und kurative Behandlung zusammenfallen. Der Hausbesuch ist dann entweder nach der Impfvereinbarung oder nach EBM abzurechnen.

Können nichtärztliche Praxismitarbeitende die Impfung (generell alle Impfungen) im Rahmen des Hausbesuchs erbringen und abrechnen?

Nein, die Leistungen nach 03062/03063 sowie die Leistungen nach 38100/38105 können nicht im Zusammenhang mit Impfungen erbracht und abgerechnet werden.

Können vergessene Impfdokumentationen im Rahmen der Impfsurveilance nachgetragen oder zum Beispiel am nächsten Tag nachgemeldet werden?

Alle Impfungen eines Tages müssen noch am selben Tag bis 23:59 Uhr gemeldet werden.

Korrekturen sind im Laufe eines Tages möglich. Geben Sie hierfür alle Daten neu ein und senden sie diese erneut ab. Sollten Sie versehentlich an einem Tag keine, zu viele oder zu wenige Impfungen gemeldet haben, können Sie diese mit der nächsten Tagesmeldung nachmelden bzw. abziehen.

Müssen die Impfdokumentationen auf die LANR der Impfärztin bzw. des Impfarztes eingetragen werden oder kann es auch eine andere LANR in der BAG bzw. dem MVZ sein?

Die Dokumentationen werden auf die jeweilige LANR der impfenden Ärztin bzw. des impfenden Arztes eingetragen. Dies gilt auch für BAG und MVZ.

Einwilligungserklärung

In welcher Form müssen Einwilligungserklärungen zur Corona-Impfung aufbewahrt werden?

Dokumentieren Sie in der Patientenakte, dass Sie die zu impfende Person aufgeklärt haben und die Person eingewilligt hat. Eine schriftliche Einwilligung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll. Sie können dazu das Aufklärungsmerkblatt oder das Muster des RKI für eine Einwilligungserklärung verwenden und von der Person unterschreiben lassen. Auch eine formlose Einwilligungserklärung ist möglich.

Wie lange muss die Einwilligungserklärung aufbewahrt werden?

Die Einwilligungserklärung ist bis 31. Dezember 2024 aufzubewahren. Dies regelt § 9 Abs. 6 CoronaImpfV (Stand: 31. März 2021).

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04. August 2021