Direkt zum Inhalt

Test

Umsetzung der Testverordnung in Rheinland-Pfalz

Informationen für Abrechnende rund um die Rechtsverordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV):

Aktuelles

Ab 1. Juli 2022
Neue Coronavirus-Testverordnung – das gilt jetzt

Die neugefasste Coronavirus-Testverordnung bringt Änderungen für Praxen, die auf SARS-CoV-2 testen. Was es ab Juli zu beachten gibt, haben wir für Sie zusammengefasst – ein Überblick:

Testungskategorien

Bürgerinnen und Bürger

+++ Leistungen ab 30. Juni 2022 +++

§ 4a TestV

Folgende Bürgerinnen und Bürger haben im Rahmen der Verfügbarkeit mindestens einmal wöchentlich den Anspruch auf einen SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest, der auch in Arztpraxen durchgeführt werden kann: 

  • Personen, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben

  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung oder in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden konnten. Dazu zählen insbesondere Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel

  • Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten teilgenommen haben

  • Personen, die sich aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist

  • Besucher und Behandelte oder Bewohner in stationären bzw. ambulante Pflege- und Krankeneinrichtungen

  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach dem § 29 SGB IX Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets beschäftigt sind

  • Pflegende Angehörige

  • Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben Haushalt leben

Der Anspruch auf Bürgertestung besteht zudem für folgende Bürgerinnen und Bürger in Verbindung mit einer Eigenbeteiligung in Höhe von 3 Euro:

  • Personen, die an dem Tag, an dem die Testung erfolgt eine Veranstaltung in einem Innenraum besuchen werden (beispielsweise Konzerte, Theaterbesuche etc.)
     
  • Personen, die Kontakt zu einer Person haben werden, die das 60. Lebensjahr vollendet hat oder aufgrund einer Vorerkrankung oder Behinderung ein hohes Risiko aufweist, schwer an COVID-19 zu erkranken

  • Personen, die durch die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko angezeigt bekommen (rote Kachel)

Kontaktpersonen

+++ weiterhin gültig +++

§ 2 TestV

Hierbei handelt es sich um Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten (beispielsweise gleicher Haushalt). Die verschiedenen Varianten von Kontaktpersonen listet der § 2 Absatz 2 der Coronavirus-Testverordnung auf.

Wann dürfen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte den Coronatest durchführen?

  • Wenn die zu testende Person darlegt, dass eine behandelnde Ärztin bzw. ein behandelnder Arzt oder der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) festgestellt hat, dass sie Kontakt zu einer auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Person hatte. In der Praxis wird dies in der Regel dadurch erfolgen, dass die zu testende Person sagt, ihr sei mitgeteilt worden, sie solle sich testen lassen. Die Umstände müssen für die Ärztin oder den Arzt schlüssig sein.

Die nationale Teststrategie sieht in diesen Fällen primär den PCR-Test vor.

Personen nach Ausbrüchen in Einrichtungen

+++ weiterhin gültig +++

§ 3 TestV

Hier geht es um die Testung von Personen, die in einer Einrichtung oder einem Unternehmen tätig oder untergebracht sind oder betreut oder gepflegt werden, in der ein Ausbruch festgestellt wurde. Die Einrichtungen oder Unternehmen sind im § 3 Absatz 2 TestV aufgelistet. Hier sind zum Beispiel gemeint:

  • Krankenhäuser
  • Reha-Einrichtungen
  • Praxen
  • Pflegeheime
  • Kitas
  • Schulen
  • Asylbewerberheime

Wann dürfen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte den Coronatest durchführen?

  • wenn in einer Einrichtung von dieser selbst oder vom Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in den letzten 14 Tagen eine infizierte Person festgestellt wurde

Die nationale Teststrategie sieht in diesen Fällen primär den PCR-Test vor.

Verhütung der Verbreitung

+++ weiterhin gültig +++

§ 4 TestV

Hierunter fallen Testungen, die ohne Bezug zu einer Corona-Infektion erfolgen. Der Schwerpunkt liegt auf regelhaften Testungen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie von Personal in Arztpraxen.

Bestätigungsdiagnostik

+++ weiterhin gültig +++

§ 4b

Nach einem positiven Antigen-Test oder einem positiven Pooling-Test mittels eines Nukleinsäurenachweises hat die getestete Person einen Anspruch auf eine bestätigende Testung mittels eines Nukleinsäurenachweises des Coronavirus SARS-CoV-2. Dies gilt auch nach einem positiven Antigen-Test zur Eigenanwendung.

Abrechnung

Leistungen ab 1. Juli 2022

Weiterführende Informationen

KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
01. Oktober 2022