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Qualitätssicherung | Coronavirus

Aufgrund der Corona-Situation gelten aktuell auf Bundes- und auf Landesebene auch in den Bereichen der Qualitätssicherung zahlreiche Sonderregelungen. Ein Überblick.

Aktuelle Sonderregelungen

DMP

Fortbildungsverpflichtung

Nach § 95d SGB V gilt die Fortbildungsverpflichtung für alle angestellten, ermächtigten und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Alle fünf Jahre müssen 250 Fortbildungspunkte gegenüber der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nachgewiesen werden.

Derzeit gilt

  • Verlängerung der Nachweispflicht für alle rund 8.000 Mitglieder bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite

  • Ebenso Verlängerung des Nachholfzeitraums bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sowie Aussetzung der Honararverkürzungen für diesen Zeitraum aufgrund nicht erfüllter Fortbildungsverpflichtung

Da der Deutsche Bundestag die Feststellung der Dauer einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite immer für drei Monate trifft, wird auch die Verlängerung der Zeiträume in Drei-Monats-Schritten auf den jeweiligen Nachweiszeitraum erfolgen und die Honorarkürzungen entsprechend ausgesetzt.

Service

Ihren aktuellen Fortbildungszeitraum können Sie jederzeit im geschützten Mitgliederbereich einsehen. Außerdem erinnern wir Sie ca. ein halbes Jahr vor Ablauf an das Fristende Ihres Fortbildungszeitraums.

Gut zu wissen

Bei Fragen zu Ihren Fortbildungspunkten bzw. Ihrem Fortbildungskonto wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Kammer.

Thema

Qualitätsprüfungen

  • Auflagenprüfungen zur Aufrechterhaltung der Genehmigung (Fortbildungen, Nachweise und Mindestfrequenzen)
  • Hygieneprüfungen
  • Dokumentationsprüfungen

Derzeit gilt

Qualitätsprüfungen werden teilweise ausgesetzt oder reduziert. Rufen Sie hierzu eine aktuelle Übersicht zu allen Prüfbereichen und den zugehörigen Sonderregelungen im Excel- oder PDF-Format ab:

Gut zu wissen

Nicht betroffen von den Aussetzungen sind Nachweisprüfungen zu Geräten, Angaben zum Praxispersonalbestand und die regelmäßigen Prüfungen der Ärztlichen Stellen von Dokumentationen und Geräten.

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Derzeit gilt

1) Verlängerung der Aussetzung von Quartalsdatenlieferungen

Da die Pandemie weiterhin zu Einschränkungen des Praxis- und Krankenhausbetriebs führt, hat der G-BA im 3. Dezember 2020 eine Verlängerung der bisher geltenden Regelung für das Erfassungsjahr 2021 beschlossen. Die Datenlieferungen zum 15. Mai, 15. August und 15. November für das Erfassungsjahr 2021 entfallen somit. Jedoch bleibt die Verpflichtung zur Datenübermittlung für das gesamte Erfassungsjahr 2021 bis spätestens zum 28. Februar 2022 bestehen.

COVID-19-Ausnahmen zu QS-Anforderungen | G-BA

2) G-BA beschließt Aussetzung der Dokumentation zu QS WI

Da die Pandemie weiterhin zu Einschränkungen des Praxis- und Krankenhausbetriebs führt, hat der G-BA im 3. Dezember 2020 eine Verlängerung der bisher geltenden Regelung für das Erfassungsjahr 2021 beschlossen. Die Datenlieferungen zum 15. Mai, 15. August und 15. November für das Erfassungsjahr 2021 entfallen somit. Jedoch bleibt die Verpflichtung zur Datenübermittlung für das gesamte Erfassungsjahr 2021 bis spätestens zum 28. Februar 2022 bestehen. Aufgrund von Überarbeitungsbedarf im Verfahren QS WI beschloss der G-BA am 17. Dezember 2020 folgende Anpassungen in den Themenspezifischen Bestimmungen QS WI:

  • Für das Erfassungsjahr 2020 wird die einrichtungsbezogene Dokumentation (Einrichtungsbefragung) für alle Praxen und Krankenhäuser ausgesetzt.

  • Im Erfassungsjahr 2021 wird die fallbezogene QS-Dokumentation der Krankenhäuser und die Sozialdatenlieferung durch die Krankenkassen ausgesetzt.

  • Aufgrund der Aussetzung verlängert sich der Erprobungszeitraum um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2022.

Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung | G-BA

(Quelle: KBV)

3) Stellungnahmeverfahren

Die sogenannten Stellungnahmeverfahren nach § 17 Abs. 2 der DeQS-Richtlinie wurden ausgesetzt. Zunächst wurde als neue Frist die Durchführung der Stellungnahmen bis zum 31. März 2021 vereinbart. Betroffen sind folgende Verfahren:

  • perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (QS PCI)
  • Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Thema

Strahlenschutz

  • Aktualisierung der Kenntnisse und der Fachkunde im Strahlenschutz
  • rechtfertigende Indikation in der Röntgendiagnostik und Fachkunde im Strahlenschutz
  • Ausfall von Weiterbildungszeiten
  • Wiederkehrende Prüfungen von Röntgeneinrichtungen
  • Konstanzprüfungen
  • Ermächtigung von Ärzten
  • Ärztliche Überwachung
  • Teleradiologie

Empfehlungen für die radiologische Versorgung

Schutz von Patienten und Personal, Sicherstellung des Betriebs, Untersuchungen und Therapien, ...

Strahlenanwendungen in der Diagnostik und Therapie von COVID-19 – Empfehlungen der Strahlenschutzkommission

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26. Oktober 2021