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Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Eine akute Magenverstimmung oder unerwartet hohes Fieber: Es gibt viele Gründe, die einen Arzt erforderlich machen, wenn die Praxen gerade geschlossen sind. Für solche nicht lebensbedrohlichen Fälle
gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst: Auch in Rheinland-Pfalz sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln – abends, nachts, an Wochenenden und an Feiertagen.

Anlaufstelle in Ihrer Nähe suchen

Oder 116117 anrufen

Unter der Rufnummer 116117 erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst kostenfrei – ganz egal, von wo aus in Deutschland Sie anrufen.

Gut zu wissen

In diesen Fällen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig

Die Faustregel lautet: Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, dann ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig.

Zuständigkeit

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist Ihre Anlaufstelle zum Beispiel bei:

  • Erkältung mit Fieber
  • Grippesymptomen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Infektionen
  • Erbrechen
  • Rückenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • kleineren Schnittverletzungen

Ihr erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer Ihr behandelnder Arzt sein. Schließlich kennt er Sie und Ihre Vorerkrankungen am besten und weiß, welche Behandlung gerade am sinnvollsten für Sie ist. Wenn möglich und vertretbar, sollten Sie daher immer zuerst ihn zu den regulären Sprechzeiten aufsuchen.

So ist er in Rheinland-Pfalz organisiert

Einen ärztlichen Bereitschaftsdienst finden Sie in Rheinland-Pfalz immer in Ihrer Nähe. In derzeit 39 Bereitschaftsdienstzentralen (BDZ) stehen Ihnen abends, nachts, an Wochenenden sowie an Feiertagen qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung. BDZ sind außerhalb der Praxisöffnungszeiten zentrale Anlaufpunkte für Patienten. An neun weiteren Standorten erreichen Sie zusätzliche ärztliche Bereitschaftsdienste zu speziell festgelegten Zeiten.

Außerhalb der Sprechstunde Ihres behandelnden Arztes ist in Ihrer Region mindestens eine BDZ ganzwöchig für Sie da. Stehen Ihnen dort weitere BDZ als Anlaufstellen zur Verfügung, gelten für diese individuelle Öffnungszeiten.

Falls erforderlich, werden auch Hausbesuche gefahren. Je nach Aufkommen kann es dabei zu Wartezeiten kommen.

Trägerin des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Rheinland-Pfalz ist die KV RLP. Die Kosten der Behandlungen werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen, abhängig vom Vertrag und Selbstbehalt, übernommen.

116117 anrufen: daran sollten Sie denken

In lebensbedrohlichen Notfällen: 112 anrufen

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. In Notfällen, zum Beispiel Ohnmacht, Herzinfarkt, akuten Blutungen und Vergiftungen, alarmieren Sie den Rettungsdienst:

Rufnummer

  • Telefon 112

Von allen Festnetz- und Mobiltelefonen werden Sie kostenfrei mit einer rund um die Uhr besetzten Notrufabfragestelle verbunden, die für Ihren momentanen Aufenthaltsort zuständig ist. Von hier aus werden Sie
mit der notwendigen Hilfe, zum Beispiel einem Rettungswagen und gegebenenfalls einem Notarzt, versorgt.

Ihre Telefonnummer wird von der Rettungsleitstelle aufgezeichnet. Hiermit kann zu Ihrer eigenen Sicherheit im Fall der Fälle eine Rückverfolgung Ihres Anrufes stattfinden.

Zuständigkeit

Der Rettungsdienst ist zum Beispiel bei folgenden Symptomen zuständig:

  • Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
  • schwere Störungen des Atmungssystems
  • starke Herzbeschwerden
  • akute Blutungen
  • Unfälle mit Verdacht auf erhebliche Verletzungen
  • Vergiftungen
  • Brände mit Personenbeteiligung
  • Ertrinkungsunfälle
  • Stromunfälle
  • Suizidversuche
  • akute anhaltende Erregungszustände
  • akute anhaltende Krampfanfälle
  • plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
  • akute anhaltende schwere Schmerzzustände

Welche Informationen geben Sie bei einem Notruf an?

  • Wer ruft an?
  • Wo ist es passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen liegen vor?

Warten Sie auf Rückfragen.

Zahnärzte und Apotheken

Zahnärztlicher Notfalldienst

Wenn Sie außerhalb der zahnmedizinischen Sprechstunde dringend einen Zahnarzt aufsuchen müssen, hilft der Zahnärztliche Notfalldienst weiter. Dieser umfasst in der Regel:

Zeiten

  • Samstag, 8 Uhr bis Montag, 8 Uhr
  • Feiertage: vom Feiertag, 8 Uhr bis zum Folgewerktag, 8 Uhr

Informationen über den diensthabenden Notfalldienst in Ihrer Nähe erhalten Sie über jede Zahnarztpraxis in der Region, die örtliche Presse oder über die Direktsuche auf den Internetseiten der KZV Rheinland-Pfalz.

Direktsuche

Apothekennotdienst

Wenn Sie dringend Hilfe aus der Apotheke benötigen, ist der Apothekennotdienst für Sie da. Dieser ist an jedem Tag rund um die Uhr erreichbar und wechselt täglich um 8.30 Uhr. Welche Apotheke gerade Notdienst hat, erfahren Sie an jeder Apotheke über den Aushang, die örtliche Presse, die Direktsuche auf den Internetseiten der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz oder unter

Rufnummern

Telefon 01805 258825 + Ihre Postleitzahl 
(14 Cent/Minute aus dem Festnetz, Gebühr Mobilfunk anbieterabhängig)

bundeseinheitlich
Telefon 22833
(maximal 69 Cent/Anruf)

Telefon 0800 0022833
(kostenfrei aus dem Festnetz)

Direktsuche

KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
21. September 2017