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8. April 2021

Zweimalige Masernimpfung bei Personen in bestimmten Einrichtungen

Neue Regelung durch Rechtsverordnung des BMG

Rückwirkend zum 8. März ist die Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen Influenza und Masern des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Kraft getreten. Die Rechtsverordnung regelt die Kostenübernahme für die zweite Impfung gegen Masern durch die gesetzliche Krankenversicherung für Personen, die in bestimmten Einrichtungen untergebracht sind oder betreut werden. Bislang gab es hierfür keine Regelung, obwohl das Masernschutzgesetz eine zweimalige Impfung für diesen Personenkreis vorsieht. Einen Anspruch, insbesondere auf einen Kombinationsimpfstoff, haben demnach nun: 

  • Personen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren wurden, das 18. Lebensjahr vollendet haben und in Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von

    Asylbewerbern,
    vollziehbar Ausreisepflichtigen,
    Flüchtlingen
    und Spätaussiedlern

    wohnen.
  • Personen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren wurden, das 18. Lebensjahr vollendet haben und in einer der folgenden Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden:

    Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen
    Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte
    einer erlaubnispflichtigen Kindertagespflege
    Heime

Die genannte Regelung ist allerdings zeitlich befristet. Die Rechtsverordnung tritt voraussichtlich am 31. März 2022 wieder außer Kraft.

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19. April 2021