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20. März 2019

Vorbestellung von Grippeimpfstoffen für 2019/2020

Wichtige Information

Aufgrund der bekannten Lieferengpässe für den Grippeimpfstoff in der vergangenen Impfsaison fand auf Initiative des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie (MSAGD) des Landes Rheinland-Pfalz ein Gespräch zwischen den Krankenkassen, dem Landesapothekerverband sowie der KV RLP statt. Ziel war es, Lieferengpässe künftig zu vermeiden sowie Ärztinnen und Ärzte vor Regressen zu schützen. Auf Drängen der KV RLP haben die Krankenkassen zugestanden, in der Regel auf Regresse zu verzichten, wenn die Praxis die Anforderung für die Saison 2019/2020 auf 95 Prozent der in den letzten 4 Quartalen verimpften Menge begrenzt.

Die Eckpunkte der Einigung

  • Zur Ermittlung des voraussichtlichen Bedarfs an Grippeimpfstoffen für die Saison 2019/2020 sollen Vorbestellungen bis zum 31. März 2019 erfolgen.

    Anmerkung

    Voraussichtlich wird sich die Frist für die Vorbestellungen bei den pharmazeutischen Unternehmen auf den 30. April 2019 verschieben.

  • Die Vorbestellung soll sich am Verbrauch des Vorjahres orientieren und möglichst 95 Prozent des tatsächlichen Verbrauchs der Vorjahressaison auf Basis der abgerechneten Impfleistungen nicht überschreiten.

  • Sollte sich nach Ablauf der Saison 2019/2020 zeigen, dass die im Rahmen der Vorbestellung bezogenen Impfstoffe – trotz Orientierung an einem Vorjahresverbrauch in Höhe von 95 Prozent – nicht verbraucht werden können, werden in der Regel keine Prüfanträge gestellt.

  • Sollte sich im Laufe der Saison 2019/2020 herausstellen, dass die Nachfrage nach Grippeimpfungen höher ist als in der vergangenen Saison, können selbstverständlich Impfstoffe bedarfsgerecht nachbestellt werden.

    Anmerkung

    Die KV RLP empfiehlt, bei Nachbestellungen jeweils nur kleine Packungsgrößen, zum Beispiel eine 10er-Packung pro Verordnung, anzufordern.

  • Ab Impfstoffmengen oberhalb von 95 Prozent gelten für die Prüfung von Verordnungen bei Impfstoffen die Regelungen der Anlage 2 der SSB-Vereinbarung.

    Anmerkung

    Oberhalb der 95-Prozent-Grenze wird – bei einer Differenz von mehr als 20 Prozent der Gesamtmenge von über den Sprechstundenbedarf verordneten Grippeimpfstoffen im Vergleich zu den tatsächlich abgerechneten Impfungen – ein Antrag auf Wirtschaftlichkeitsprüfung gestellt.

  • Die Verordnung von Grippeimpfstoffen sollte grundsätzlich generisch – also nicht produktbezogen – erfolgen. Somit sind Apotheken in der Lage, insbesondere bei (kurzfristigen) Versorgungsengpässen, auf andere verfügbare Grippeimpfstoffe auszuweichen. Bitte beachten Sie jedoch gegebenenfalls unterschiedliche Zulassungen.
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25. Juni 2019