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20. März 2017

Rezept durch Fach- oder Hausarzt?

Behandelnder Arzt sollte verordnen

Erneut häufen sich Meldungen von Fachärzten beziehungsweise Hausärzten, bei denen Patienten mit einer Überweisung des Hausarztes beziehungsweise Facharztes vorstellig werden, um bestimmte Medikamente zu erhalten.

Nach den Vorschriften des Bundesmantelvertrages für Ärzte (BMV-Ä) sind Überweisungen an einen anderen Vertragsarzt nur zulässig, falls dieser erforderliche diagnostische oder therapeutische Leistungen erbringen soll. Der BMV-Ä sieht folgende Arten der Überweisung vor:

  • zur Auftragsleistung
  • zur Konsiliaruntersuchung
  • zur Mitbehandlung
  • zur Weiterbehandlung.

Eine Überweisung ist damit zum Beispiel zulässig, um

  • spezielle Leistungen durchführen zu lassen,
  • die eigene Diagnosestellung überprüfen zu lassen,
  • Therapieempfehlungen einzuholen,
  • Diagnose und Therapie ganz auf einen anderen Vertragsarzt zu übertragen.

Überweisungen ausschließlich zur Verordnung von bestimmten Medikamenten und damit zur Entlastung des eigenen Budgets scheiden von vornherein aus.

Selbstverständlich kann die Problematik auch im umgekehrten Fall bestehen, wenn aus dem fachärztlichen Bereich heraus Überweisungen zurück an den Hausarzt ausgestellt werden.

Die KV RLP bittet um Beachtung. Um sich selbst vor Regressen zu schützen, bleibt es bei der Empfehlung, die jeweiligen Praxisbesonderheiten sorgfältig zu dokumentieren.

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19. Oktober 2017