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13. November 2018

PPI zur Langzeitbehandlung ausgeheilter Refluxösophagitis

Leitlinien, Arzneimittelzulassung, Zielquoten und Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen können voneinander abweichen

Nicht immer stimmen die Therapieempfehlungen anerkannter Leitlinien mit der Leistungspflicht der Gesetzlichen Krankenversicherung überein. Dies kann beispielsweise die Indikation, Dosierung oder Behandlungsdauer von Arzneimitteln betreffen und schmälert nicht die ärztliche Empfehlung oder Therapiefreiheit, sondern bedeutet lediglich, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht in jedem Fall übernehmen. Anders ausgedrückt: Solche Abweichungen könnten gezielt zum Anlass genommen werden, Einzelfallprüfanträge zu stellen. 

Als KV RLP weisen wir darauf hin, dass hinsichtlich der Langzeitbehandlung von Patienten mit ausgeheilter Refluxösophagitis lediglich Omeprazol- und Esomeprazol-Präparate eine diesbezügliche Zulassung besitzen.

Die Dosierungsangaben von Omeprazol aus Fachinformationen verschiedener Anbieter lautet wie folgt: "Zur Langzeitbehandlung von Patienten mit ausgeheilter Refluxösophagitis beträgt die empfohlene Dosis 10 mg Omeprazol einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 20 – 40 mg Omeprazol einmal täglich erhöht werden."

In den Esomeprazol-Fachinformationen heißt es folgendermaßen: "Langzeitbehandlung zur Rezidivprophylaxe bei Patienten mit geheilter Ösophagitis 1-mal täglich 20 mg Esomeprazol".
 
Als KV RLP empfehlen wir, die Arzneimittel-Fachinformationen zu beachten und die den Verschreibungen im Einzelfall zugrundeliegenden Indikationen vollständig zu dokumentieren.

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12. Dezember 2018