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17. Dezember 2018

Notstandsverordnung: Tetravalenter Grippe-Impfstoff als Import aus dem EU-Ausland möglich

Verordnung als Sprechstundenbedarf ausnahmsweise zulässig

Aufgrund der Allgemeinverfügung zur Umsetzung der Bekanntmachung nach § 79 Abs. 5 AMG des Bundesministeriums für Gesundheit vom 20. November 2018 bezüglich des Mangels der Versorgung der Bevölkerung mit saisonalen Influenza-Impfstoffen des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz haben sich die Vertragspartner der Vereinbarung über die ärztliche Verordnung von Sprechstundenbedarf (SSB-Vereinbarung) darauf verständigt, dass eine Verordnung aus den EU-Ländern importierter Influenza-Impfstoffe als Sprechstundenbedarf erfolgen kann und eine Genehmigung durch die Krankenkassen für diese Vorgehensweise hiermit erteilt wird.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz gestattet den Apotheken in Rheinland-Pfalz – abweichend vom geltenden Arzneimittelrecht – "zur Verbesserung des bestehenden Versorgungsmangels auch Influenza-Impfstoffe aus dem europäischen Ausland ohne bestehende Zulassung für den deutschen Markt einzuführen."

Hinweis

Weil nicht bekannt ist, welche Grippeimpfstoffe gegebenenfalls zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, die Influenza-Impfstoffe ohne Nennung des Herstellers/Bezeichnung des konkreten Impfstoffes, wie folgt zu verordnen:

"x tetravalente Grippeimpfstoffe".

In diesem Zusammenhang erinnert die KV RLP daran, dass auch der importierte tetravalente Grippeimpfstoff für das Alter des betreffenden Impflings zugelassen sein muss.

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24. März 2019