Direkt zum Inhalt

10. Dezember 2020

Neuerungen bei Corona-Testung von symptomfreien Personen

Schulungsvideo zum Anlegen des zur Abrechnung erforderlichen Sammelscheins

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Corona-Testverordnung überarbeitet. In der Verordnung zur Testung von asymptomatischen Personen wurden zum 2. Dezember 2020 vor allem bestehende Regelungen angepasst und präzisiert beziehungsweise eine neue Leistung aufgenommen.

Die Änderungen sind im Folgenden für Sie zusammengefasst:

  • Die Testung von Einreisenden aus Risikogebieten nach Testverordnung entfällt zum 15. Dezember 2020.

  • Sachkosten für PoC-Antigentests werden mit neun Euro vergütet (vorher: sieben Euro).

  • Das ärztliche Gespräch im Zusammenhang mit der Feststellung eines Kontaktes, bei dem eine SARS-CoV-2-Testung nicht durchgeführt wurde, wird mit fünf Euro vergütet.

  • Ärztliche Schulungen von nichtärztlichem Personal zur Anwendung von PoC-Antigentests können einmal alle zwei Monate je Einrichtung durchgeführt und abgerechnet werden (vorher: einmal pro Einrichtung).

  • Kontaktpersonen nach Paragraf 2 TestV haben bis zu zehn Tage nach dem Kontakt Anspruch auf eine Testung; dieser Anspruch wird auf 14 Tage nach dem Kontakt verlängert, wenn eine 14-tägige Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Verkürzung der Quarantäne dient.

  • Der Kreis der Einrichtungen für präventive Testungen wurde erweitert um:

    Patientinnen und Patienten, die in Tageskliniken, ambulanten Hospizdiensten und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung behandelt oder betreut werden (auch vor der Aufnahme)

    das Personal von Zahnarztpraxen sowie Rettungsdiensten (die Einrichtungen müssen die Tests selbst durchführen und können die Sachkosten für PoC-Antigentests abrechnen; Abstriche sind nicht berechnungsfähig).

  • Für die Beschaffung und Nutzung von PoC-Antigentests gibt es neue zulässige Höchstmengen, zum Beispiel zehn Tests pro Monat je Tätiger oder Tätigem in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Rettungsdiensten.

  • Eine Klarstellung betrifft die präventive Testung von Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeinrichtungen:

    Die ärztliche Leistung (spezielle Abrechnungsnummer 88310) wird nur vergütet, wenn die Einrichtung, deren Personal untersucht werden soll, nicht selbst testen darf. Das gilt für nichtärztliche Praxen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Logopädinnen und Logopäden und anderen medizinischen Heilberufen. Sie dürfen ihr Personal zwar mit einem Antigentest vorsorglich auf das Coronavirus untersuchen lassen, den Test aber nicht selbst durchführen.

    In allen anderen Fällen werden nur die Kosten für den Antigentest übernommen. So können Ärztinnen und Ärzte, die sich und ihr Personal regelmäßig testen, einen Labor-Antigentest veranlassen oder die Kosten für den PoC-Antigentest abrechnen, nicht aber den Abstrich. Das gilt auch, wenn sie symptomfreie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeheimen vorsorglich testen. Pflegeheime gehören zu den Einrichtungen, die nach einer Schulung durch eine Ärztin oder einen Arzt Personal, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher selbst testen dürfen.

Wir haben Ihnen diese Anpassungen anschaulich in einem Erklärfilm zusammengefasst. Darin wird auch gezeigt, wie in der Arztpraxis ein Abrechnungsschein nach den Vorgaben der Testverordnung erstellt wird.

Weiterführende Links

Schulungsvideo

zurück
KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
18. Januar 2021