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9. November 2018

Nasale Glukokortikoide zur Behandlung der persistierenden allergischen Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik

Änderung der Anlage I Arzneimittel-Richtlinie (OTC-Ausnahmeliste)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 16. August 2018 die Aufnahme von nasalen Glukokortikoiden in Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie (OTC-Ausnahmeliste) beschlossen und in diesem Zusammenhang Änderungen in den Ziffern 6, 21 und 22 vorgenommen. Der Beschluss ist seit  9. November 2018 in Kraft.

Hintergrund

Die OTC-Übersicht enthält bereits in Nummer 6 eine ausnahmsweise Verordnungsfähigkeit für Antihistaminika ("nur zur Behandlung bei schwerwiegender allergischer Rhinitis, bei der eine topische nasale Behandlung mit Glukokortikoiden nicht ausreichend ist").

Schwerwiegende Formen der allergischen Rhinitis beeinträchtigen aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig. Als solche schwerwiegende Form gilt eine persistierende allergische Rhinitis, bei der die an mindestens 4 Tagen pro Woche und über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen auftretende Symptomatik als schwerwiegend einzustufen ist.

Als Therapiestandard bei der Behandlung der persistierenden allergischen Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik (Rhinorrhoe, nasale Obstruktion/Schwellung, nasaler Juckreiz, Niesreiz oder Fließschnupfen; Lebensqualität wird beispielsweise aufgrund von Schlafstörungen und Beschränkungen der Arbeitsfähigkeit oder alltäglicher Aktivitäten erheblich beeinträchtigt) gelten Glukokortikoid-haltige Arzneimittel zur topischen nasalen Anwendung. Nachdem entsprechende Präparate aus der Verschreibungspflicht entlassen worden waren, wurde die Anpassung der Arzneimittel-Richtlinie notwendig.

Im Zuge der Änderung wird Nummer 21 der Anlage I wie folgt formuliert: "21. Glukokortikoide, topisch nasal nur zur Behandlung bei persistierender allergischer Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik."

Die bisherige Nummer 21 ("Harnstoffhaltige Dermatika mit einem Harnstoffgehalt von mindestens 5 %") der Anlage I wird als Nummer 22 fortgeführt.

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12. Dezember 2018