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28. Februar 2020

Labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus

Neue GOP für Test

Der Bewertungsausschuss hat eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 zur Abklärung eines Verdachts auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) in den EBM aufgenommen.

Bislang hatten die Krankenkassen die Kosten für Tests nur bei Patienten übernommen, die entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) genannten Risikogebiet gewesen sind, zum Beispiel in der chinesischen Stadt Wuhan oder in der italienischen Region Lombardei, und entsprechend Symptome aufwiesen.

Mit der neuen Regelung, obliegt die Entscheidung den Ärzten, ob ein Patient getestet werden soll oder nicht. Als Orientierungshilfe dient das Schema des RKI zur Verdachtsabklärung, das auf den Internetseiten des Instituts und der KBV zu finden ist.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem COVID-19 nachgewiesen wurde, sind mit der speziellen Abrechnungsnummer 88240 zu kennzeichnen.

Für die Diagnostik kann die Veranlasserin bzw. der Veranlasser die Kennnummer 32006 angeben. Sie belastet damit auch nicht das Laborbudget der anfordernden Ärztinnen und Ärzte.

Die Finanzierung der Leistung nach der GOP 32816 erfolgt zunächst außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütungen.

Für die Coronavirus-Krankheit-2019 ist in der ICD-10-GM der Kode U07.1 – COVID-19 angelegt worden. Der Kode darf nicht allein stehen, er ergänzt den Primärkode, der für die zu Grunde liegende Erkrankung (gegebenenfalls auch Verdacht auf oder Ausschluss von Erkrankung) anzugeben ist.

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28. Februar 2020