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13. Juli 2020

Keuchhusten-Impfung für Schwangere

Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie

Eine Pertussis-Impfung für Neugeborene ist in den ersten Lebenswochen noch nicht möglich. Eine Impfung der Mutter soll die Infektion mit den Bordetella pertussis-Bakterien bei Neugeborenen reduzieren.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Schutzimpfungs-Richtlinie angepasst und eine Impfung gegen Keuchhusten für schwangere Frauen aufgenommen. Dabei ist der Abstand zu einer bereits erfolgten Keuchhusten-/Pertussis-Impfung irrelevant.

Unter Berücksichtigung der entsprechenden Zulassungen der Pertussis-Impfstoffe (Tdap-Kombinationen) wird die Impfung in jeder Schwangerschaft empfohlen:

  • zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels (ab der 28. Schwangerschaftswoche)
  • bei erhöhter Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt: im zweiten Schwangerschaftsdrittel
  • bei Versäumnis der Impfung während der Schwangerschaft: in den ersten Tagen nach der Geburt, sofern die letzte Impfung gegen Pertussis zehn oder mehr Jahre zurückliegt.

Zusätzlich enthält die Schutzimpfungs-Richtlinie Ergänzungen zum Leistungsanspruch der Pertussis-Impfung, der auch Personen aus dem engeren Freundeskreis mit Kontakt zum Neugeborenen neben Familienmitgliedern und betreuenden Personen umfasst.

Da eine routinemäßige Auffrischung gegen Poliomyelitis ab dem Alter von 18 Jahren nicht empfohlen wird, sind 4-fach-Kombinationen (Tdap-IPV-Impfstoffe) zu vermeiden.

Der Beschluss ist seit 10. Juli 2020 in Kraft.

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13. August 2020