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28. August 2019

Keine Verordnungsmöglichkeit von häuslicher Krankenpflege während stationsäquivalenter psychiatrischer Behandlung

Ergänzende Klarstellung in der "Häusliche Krankenpflege-Richtlinie"

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stellte am 20. Juni 2019 fest, dass im Rahmen einer stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) keine gleichzeitige Verordnung von häuslicher oder psychiatrischer häuslicher Krankenpflege zulässig ist.

Hintergrund

Seit Januar 2018 können Krankenhäuser stationsäquivalente psychiatrische Behandlungen erbringen. Hierbei handelt es sich um eine Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld von psychisch kranken Menschen durch mobile ärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams. Sie entspricht einer vollstationären Krankenhausbehandlung (§ 39 SGB V) und umfasst auch die medizinisch notwendige Erbringung der Krankenpflege.

Weil das erbringende Krankenhaus die Krankenpflege für den Zeitraum einer stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung im häuslichen Umfeld sicherzustellen hat, ist die Verordnung von Leistungen der (somatischen, psychiatrischen) häuslichen Krankenpflege neben einer stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung ausgeschlossen (§ 1 Abs. 5 HKP-Richtlinie).

G-BA-Beschluss seit 23. August 2019 in Kraft.

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17. September 2019