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3. Mai 2019

Impfung mit Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff ist Kassenleistung

G-BA übernimmt STIKO-Empfehlung in Schutzimpfungs-Richtlinie

Am 7. März 2019 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Aufnahme der Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose) mit dem seit Mai 2018 zur Verfügung stehenden adjuvantierten subunit-Totimpfstoff in die Schutzimpfungs-Richtlinie beschlossen.

Die Impfung ist seit 1. Mai 2019 eine Pflichtleistung der GKV für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren (Standardimpfung) sowie bei Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung ab einem Alter von 50 Jahren (Indikationsimpfung).

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für schwere Krankheitsverläufe des Herpes zoster und das Auftreten einer postherpetischen Neuralgie. Neben der Standardimpfung ab 60 Jahren (Abrechnungsnummer 89128A bzw. 89128B) sollten auch Personen ab 50 Jahren (Abrechnungsnummer 89129A bzw. 89129B) mit beispielsweise folgenden Grunderkrankungen gegen Gürtelrose geimpft werden:

  • angeborene bzw. erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • rheumatoide Arthritis
  • systemischer Lupus erythematodes
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Hinweis

Es ist eine zweimalige Impfung im Abstand von mindestens 2 bis maximal 6 Monaten mit adjuvantiertem Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff vorgesehen. Auf die Impfung mit einem Herpes zoster-Lebendimpfstoff besteht kein Leistungsanspruch.

Sorgfältige Indikationsstellung und namentliche Verordnung

Zur Kodierung kann nach sorgfältiger Indikationsstellung der ICD-10 Z25.8 (Notwendigkeit einer Impfung gegen sonstige näher bezeichnete einzelne Viruskrankheiten) herangezogen werden. Der Totimpfstoff ist auf den Namen des GKV-Versicherten zu Lasten der zuständigen Krankenkasse zu verordnen. Eine Verordnung über den Sprechstundenbedarf ist nicht zulässig. Der Impfstoff ist ausnahmslos auf den Namen der Patientin oder des Patienten zu verordnen.

G-BA-Beschluss seit 1. Mai 2019 in Kraft.

Weiterführende Links

  • Schutzimpfungs-Richtlinie | G-BA
  • Epidemiologisches Bulletin 50/2018 | rki.de
  • Bundesanzeiger.de | Suche: unter "Schnellzugriff" Option "zum amtlichen Teil" wählen > unter "Datum" "30.04.2019" auswählen > Veröffentlichungen anzeigen lassen > Dokument "Bekanntmachung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL): Umsetzung der STIKO-Empfehlung einer Impfung mit dem Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff" öffnen
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20. September 2019