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8. Mai 2020

Impfsaison 2020/2021

Vorgehensweise

Die KV RLP und die Krankenkassen in Rheinland-Pfalz haben sich darauf verständigt, dass für die Bestellung von Grippeimpfstoffen für die kommende Impfsaison 2020/2021 die gleichen Rahmenbedingungen gelten sollen, wie für die derzeitige Impfsaison. Demnach gilt Folgendes:

  • Zur Ermittlung des voraussichtlichen Bedarfs an Grippeimpfstoffen für die Saison 2020/2021 sollen Vorbestellungen spätestens bis zum 30. April 2020, idealerweise bis zum 15. April 2020, erfolgen.

  • Die Vorbestellung soll sich am Verbrauch des Vorjahres orientieren und möglichst 95 Prozent des tatsächlichen Verbrauchs der Vorjahressaison auf Basis der abgerechneten Impfleistungen nicht überschreiten. Die Vertragsärzte sollen hierzu die Frequenzen der abgerechneten Impfungen nach den GOP 89111 und 89112 EBM ihrer Praxis in der Impfsaison 2019/2020 heranziehen.

  • Sollte sich nach Ablauf der Saison 2020/2021 zeigen, dass die im Rahmen der Vorbestellung bezogenen Impfstoffe – trotz Orientierung an einem Vorjahresverbrauch in Höhe von 95 Prozent – nicht verbraucht werden konnten, werden in der Regel keine Prüfanträge gestellt.

  • Sollte sich im Laufe der Saison 2020/2021 herausstellen, dass die Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen höher ist als in der vergangenen Saison, können selbstverständlich Impfstoffe bedarfsgerecht nachbestellt werden. Die KV RLP empfiehlt, bei Nachbestellungen jeweils nur kleine Packungsgrößen, zum Beispiel eine 10er Packung pro Verordnung, anzufordern.

  • Ab Impfstoffmengen oberhalb von 95 Prozent gelten für die Prüfung von Verordnungen bei Impfstoffen die Regelungen der Anlage 2 der SSB-Vereinbarung. Das heißt: dann kann bei einer Differenz von mehr als 30 Prozent der über den SSB verordneten Grippeimpfstoffe im Vergleich zu den tatsächlich abgerechneten Impfungen ein Antrag auf Wirtschaftlichkeitsprüfung gestellt werden.

  • Die Verordnung von Grippeimpfstoffen sollte grundsätzlich generisch – also nicht produktbezogen – erfolgen. Somit sind Apotheken in der Lage, insbesondere bei (kurzfristigen) Versorgungsengpässen, auf andere verfügbare Grippeimpfstoffe auszuweichen. Bitte beachten Sie jedoch gegebenenfalls unterschiedliche Zulassungen.
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01. Dezember 2020