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16. August 2019

HIV-Präexpositionsprophylaxe

Neue Anlage zum Bundesmantelvertrag-Ärzte tritt am 1. September 2019 in Kraft

Durch das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde der Anspruch auf eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) geschaffen.

Versicherte ab 16 Jahren mit einem HIV-Infektionsrisiko haben Anspruch auf eine medikamentöse Prophylaxe inklusive ärztlicher Beratung. Auch die notwendigen Untersuchungen, die bei der Einnahme entsprechender Arzneimittel durchgeführt werden müssen, fallen in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben fristgerecht die Einzelheiten – den Kreis der Anspruchsberechtigten, den Versorgungsumfang, die fachliche Befähigung der Ärzte zur Durchführung einer PrEP – über die HIV-Präventionsprophylaxe zur Prävention einer HIV-Infektion als neue Anlage 33 zum Bundesmantelvertrag Ärzte (BMV-Ä) vereinbart. Sie tritt zum 1. September 2019 in Kraft. Der zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband geschlossene Vertrag steht unten auf dieser Seite bereit.

Genehmigungspflicht der zuständigen KV

Grundsätzlich dürfen alle Vertragsärzte eine PrEP durchführen, die eine Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Leistungen der spezialisierten Versorgung von Patienten mit HIV-Infektion/Aids-Erkrankung (Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/Aids nach § 135 Absatz 2 SGB V) der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung besitzen.

Das Antragsformular sowie weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren stehen in Kürze online unten auf dieser Seite bereit.

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12. November 2019