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22. November 2019

Gruppentherapien Psychotherapie

Ab sofort kein Gutachterverfahren mehr

Für Gruppentherapien nach der Psychotherapie-Richtlinie findet ab sofort kein Gutachterverfahren mehr statt. Die entsprechende Vorschrift des Psychotherapeutenausbildungsreformgesetzes (PsychThAusbRefG) tritt am 23. November 2019 in Kraft.

Der Gesetzgeber begründet die Aufhebung des Gutachterverfahrens wie folgt:
"Um ambulante Psychotherapien in Form von Gruppentherapie, die derzeit nur in geringem Umfang durchgeführt werden, zu fördern, wird das Gutachterverfahren für Gruppentherapien aufgehoben." (vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 19/13585, S. 85)

Da die Regelung unmittelbare Wirkung entfaltet, konnte eine Anpassung der Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung bislang nicht vorgenommen werden. Die bestehenden Rahmenbedingungen zum Antragsverfahren in der Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung bezüglich der Anwendung von Gruppentherapie haben jedoch weiterhin Bestand.

Anträge auf Kombinationsbehandlungen aus Einzel- und Gruppentherapie sind durch die Gesetzesänderung nicht betroffen. Da durch das PsychThAusbRefG der Gemeinsame Bundesausschuss den Auftrag erhalten hat, bis Ende 2020 weitere Maßnahmen zur Förderung der Gruppentherapie und zur weiteren Vereinfachung des Gutachterverfahrens zu beschließen, wird der Umgang mit Kombinationsbehandlungen Gegenstand der entsprechenden Beratungen werden.

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14. Dezember 2019