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29. Mai 2020

Ersatzverordnungen bei Arzneimittelrückruf

Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung

Mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wurde unter anderem die sogenannte Ersatzverordnung eingeführt.

Wenn durch die zuständige Behörde ein Arzneimittelrückruf erfolgt oder aufgrund einer eingeschränkten Verwendbarkeit des Arzneimittels eine erneute Verordnung nötig ist, wird zukünftig eine Ersatzverordnung ausgestellt.

Verordnung

Das Arzneimittel wird auf Muster 16 – Arzneimittelrezept – verordnet und gesondert gekennzeichnet. Auf der Ersatzverordnung darf kein anderes Produkt außer dem Ersatzarzneimittel verordnet werden.

Ab 1. Juli 2020 sieht der Pflichtenkatalog der Verordnungssoftware folgende zusätzlichen Kennzeichnungen vor (Anlage 23 BMV-Ä):

  • "Ersatzverordnung gemäß § 31 Absatz 3 Satz 7 SGB V" im Verordnungsfeld
  • Automatische Kennzeichnung im Statusfeld des Personalienfeldes (Stellen 6 und 7)

Diese Kennzeichnungen sind erforderlich, damit die Ersatzverordnung als solche identifiziert werden kann. Im Falle einer Wirtschaftlichkeitsprüfung gilt die entsprechende Ersatzverordnung als Praxisbesonderheit. In der Apotheke werden diese Verordnungen durch eine Sonderpharmazentral-Nummer ebenfalls besonders gekennzeichnet.

Zuzahlung entfällt

Patientinnen und Patienten müssen für eine Ersatzverordnung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung keine Zuzahlung leisten (§ 31 Absatz 3 Satz 7 SGB V).

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11. Juli 2020