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4. November 2020

EBM-Änderungen: Porto für Folgerezepte, Überweisungen und andere Verordnungen

Wirksam: 2. November 2020 bis 31. Dezember 2020 | Teil C | 429. Sitzung des Bewertungsausschusses

  • Alle Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit.

  • Maßgeblich sind die Veröffentlichungen im Deutschen Ärzteblatt.

EBM-Änderungen in Stichpunkten (Beschlusstexte sind maßgeblich)

Bei medizinischer Notwendigkeit können beispielsweise folgende Formulare, die im Rahmen eines Telefonats oder einer Videosprechstunde ausgestellt werden, per Post an die Versicherte/den Versicherten versendet werden:

  • AU-Bescheinigungen

  • Folgeverordnungen von Arzneimitteln (auch BtM-Rezepte) sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden (somit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen)

  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)

  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie)

  • Folgeverordnungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV; Muster 63)

  • Überweisungen (Muster 6 und 10)

  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)

  • Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (Muster 21)

Für die Kosten des Versands an die Patientin/den Patienten ist die spezielle Abrechnungsnummer 88122 (0,90 Euro) berechnungsfähig.

Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass die Patientin/der Patient im laufenden Quartal oder in den letzten sechs Quartalen in der Arztpraxis persönlich vorstellig war.

Die 88122 ist auch – abweichend von den ersten Anmerkungen der GOP 01430 und 01820 sowie der dritten Anmerkung der GOP 01435 EBM – neben der GOP 01430, 01435 sowie 01820 EBM – für die postalische Zustellung von Wiederholungsrezepten und Überweisungsscheinen an den Versicherten berechnungsfähig.

Ausnahme: Für die postalische Versendung einer Arbeitsunfähigkeitsescheinigung sowie der Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes, welche im Rahmen einer Videosprechstunde ausgestellt und der Patientin/dem Patienten zugesandt wird ist nicht die spezielle Abrechnungsnummer 88122 sondern folgende neue GOP berechnungsfähig:

  • GOP 40128 (0,81 Euro): für die postalische Versendung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) an die Patientin/den Patienten nach einer Videosprechstunde

  • GOP 40129 (0,81 Euro): für die postalische Versendung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (Muster 21) nach einer Videosprechstunde

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärztinnen/Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

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03. Dezember 2020