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25. März 2020

Coronavirus: auch Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte wird erstattet

Regelung zunächst zeitlich befristet bis 30. Juni 2020

Auch für den Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte werden Ärztinnen und Ärzten vorübergehend die Portokosten erstattet. Konkret geht es um Hilfs- und Verbandmittel, die auf Muster 16 verordnet werden, zum Beispiel Blutzuckerstreifen oder Produkte zur Inkontinenzversorgung.

Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen. Grund ist auch hier der gestiegene Bedarf für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie.

Die Regelung gilt nicht für Seh- und Hörhilfen, die auf Muster 8 beziehungsweise auf Muster 15 verordnet werden. Bei ihnen ist vor einer Verordnung in der Regel eine ärztliche Überprüfung der Werte medizinisch erforderlich.

Die Portokosten werden wie beim Versand von Arzneirezepten oder in Höhe von 90 Cent erstattet. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition (GOP) 40122. Die Regelung ist zunächst zeitlich befristet bis 30. Juni 2020.

Hinweise zu GOP 01430 und 01435

Außerdem hat der Bewertungsausschuss etwas klargestellt: Die Abrechnung des Portos ist vorübergehend auch neben der GOP 01430 für den sogenannten Verwaltungskomplex und neben der GOP 01435 für die Bereitschaftspauschale berechnungsfähig.

Konkret heißt das für die Praxis: Auch wenn eine Patientin oder ein Patient am Praxistelefon mit dem medizinischen Personal gesprochen hat, nicht aber mit der Ärztin oder dem Arzt selbst, darf diese oder dieser das Porto für die Rezeptzusendung abrechnen. Voraussetzung für jede Zusendung ist, dass die Patientin oder der Patient bei der Ärztin oder dem Arzt in Behandlung ist.

Vorlage der eGK nicht erforderlich

Da es sich um bekannte Patientinnen und Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärztinnen und Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

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