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8. Mai 2020

Coronavirus: Aktuell kein Bedarf an Corona-Hausbesuchsdienst

Einstellung ab 9. Mai wegen niedriger Infektionszahlen

Am 11. März hat die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) ihren flächendeckenden Corona-Hausbesuchsdienst gestartet. Dabei besuchen Ärztinnen und Ärzte immobile Patientinnen und Patienten zu Hause und testen sie auf COVID-19. Diesen Dienst stellt die KV RLP ab Samstag, 9. Mai, ein, da aufgrund der aktuell niedrigen Infektionszahlen derzeit kein Bedarf besteht.

"Wir müssen stets schauen, wie hoch das Patientenaufkommen ist und die Angebote entsprechend anpassen", erklären die Mitglieder des Vorstands der KV RLP Dr. Peter Heinz, Dr. Andreas Bartels und Peter Andreas Staub. Zu Anfang war  der Corona-Hausbesuchsdienst mit vier KV-Autos gestartet, wurde dann auf zehn Wagen erhöht und anschließend sukzessive wieder heruntergefahren. Insgesamt beteiligten sich 95 Ärztinnen und Ärzte am Corona-Hausbesuchsdienst. Sie besuchten in den gut acht Wochen rund 4.400 Patientinnen und Patienten.

Der Vorstand ist froh, dass die Infektionszahlen und damit die Nachfrage nach dem Hausbesuchsdienst momentan sehr niedrig sind, betont aber auch, dass sich dies durch die zunehmenden Lockerungen sehr schnell wieder ändern könne. Sollte das der Fall sein, sei es für die KV RLP kein Problem, den Corona-Hausbesuchsdienst wieder neu zu organisieren.

Das engmaschige Netz der weiteren Corona-Anlaufstellen in Rheinland-Pfalz wird zunächst aufrechterhalten, kann aber ebenfalls kurzfristig an sich ändernde Bedarfe angepasst werden. Dabei handelt es sich um die von der KV RLP zusammen mit den Vertragsärztinnen und -ärzten sowie mit Unterstützung der Kommunen aufgebaute landesweite, gut funktionierende Versorgungsstruktur für Patientinnen und Patienten mit Corona-Verdacht und für COVID-19-Infizierte.

Derzeit gibt es rund 50 Corona-Ambulanzen. Zudem bieten fast 130 Praxen Corona-Sprechstunden und über 80 Praxen spezielle Sprechstunden für die eigenen Patienten in ihren Räumen an. Die Fieberambulanzen und Abstrichzentren des Landes werden ebenfalls bedarfsgerecht aufrechterhalten. Diese geschaffene Infrastruktur sei überaus wichtig. Denn sechs von sieben Corona-Patientinnen und -Patienten würden ambulant durch die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte versorgt, so der KV RLP-Vorstand.

Auch die Versorgung von immobilen Patientinnen und Patienten ist weiterhin gesichert. Zu den Öffnungszeiten der Praxen sind dafür die niedergelassenen Hausärztinnen und -ärzte zuständig. Außerhalb der Sprechzeiten können Patientinnen und Patienten über den Patientenservice 116117 der KV RLP bei entsprechender medizinischer Indikation den Hausbesuchsdienst des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Anspruch nehmen. Zusätzliche regionale Versorgungsmöglichkeiten erfahren Patientinnen und Patienten über ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt.

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03. Juni 2020