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23. September 2020

Corona-Strategie für den Herbst

KV RLP sieht sich in Jens Spahns Konzept bestätigt

Mit Blick auf einen befürchteten Anstieg der Corona-Zahlen hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dafür ausgesprochen, dass Kassenärztliche Vereinigungen in den nächsten Wochen flächendeckend sogenannte Fieberambulanzen einrichten oder reaktivieren. Sie sollen nach dem Willen Spahns die erste Anlaufstelle für Menschen mit Corona- und Infekt-Symptomen sein. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) hat dieses Konzept bereits im Frühjahr entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Aktuell betreiben die Mitglieder der KV RLP rund 500 solcher Anlaufstellen, in RLP unter den Bezeichnungen Corona-Ambulanzen, Corona-Praxen und Corona-Sprechstunden.

"Wir freuen uns, dass unser Konzept zur Versorgung von Infekt- und COVID-19-Patientinnen und -Patienten nun vom Bundesgesundheitsminister übernommen worden ist", sagt der Vorstandsvorsitzende der KV RLP, Dr. Peter Heinz. "Bei uns hat sich dieses Vorgehen über die Monate hinweg bewährt und funktioniert ausgezeichnet. Das aufgebaute Netz der Corona-Anlaufstellen hat hervorragend zur Eindämmung der Pandemie in Rheinland-Pfalz beigetragen. Unsere Mitglieder leisten hier eine sehr gute Arbeit."

Großes Engagement der Niedergelassenen

Bereits im März hatte die KV RLP ihre Mitglieder, die Vertragsärztinnen und -ärzte, dazu aufgerufen, sich in speziellen Corona-Anlaufstellen zu engagieren und dort Patientinnen und Patienten mit leichten bis mittelschweren Beschwerden der oberen Atemwege, Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion sowie am Coronavirus Erkrankte zu behandeln. "Unser Ziel war es, diese Patientengruppen aus dem Regelbetrieb der Praxen herauszuhalten sowie Hausarztpraxen und die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten", erklärt Dr. Peter Heinz. Mit Erfolg: Rund 90 Prozent der COVID-19-Patientinnen und -Patienten sind bisher im ambulanten Bereich versorgt worden.

Die Resonanz der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte auf den Aufruf war riesig. Und so errichteten sie mit Unterstützung der KV RLP und den Kommunen immer mehr Corona-Ambulanzen, -Praxen und -Sprechstunden. "Das sind genau die Anlaufstellen, die Jens Spahn unter dem Begriff Fieberambulanzen versteht", erläutert der KV RLP-Vorstandsvorsitzende.

Patientenströme trennen

Die Corona-Ambulanzen sind in speziellen Gebäuden wie etwa Turnhallen untergebracht, in Corona-Praxen werden in den eigenen Praxisräumen ausschließlich Personen mit Infekt-Symptomen behandelt. Die Corona-Sprechstunden finden ebenfalls in Arztpraxen statt und laufen neben dem regulären Praxisbetrieb. Sie müssen jedoch zeitlich und/oder räumlich getrennt vom Regelbetrieb organisiert werden, etwa durch verschiedene Sprechzeiten oder unterschiedliche Eingänge. So können gerade chronisch Kranke und ältere Patientinnen und Patienten beruhigt in die Arztpraxen kommen.

In Rheinland-Pfalz müssen für die Umsetzung von Jens Spahns Strategie also keine neuen Strukturen geschaffen, sondern die Kapazitäten lediglich bedarfsgerecht angepasst werden. Dem sieht Dr. Peter Heinz sehr positiv entgegen: "Der Einsatz unserer Ärztinnen und Ärzte ist vorbildlich. Fast täglich erhalten wir neue Meldungen von Mitgliedern, die sich engagieren möchten. Wir sind für den kommenden Herbst und Winter sehr gut aufgestellt", ist Dr. Heinz überzeugt.

Weiterführende Links

Übersicht über Corona-Ambulanzen und Corona-Teststellen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz

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31. Oktober 2020