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26. August 2020

Aufnahme der Impfung gegen Japanische Enzephalitis

Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Impfung gegen Japanische Enzephalitis in die Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) aufgenommen.

Gemäß Anlage 1 besteht der Leistungsanspruch für

  • Laborpersonal, das gezielt mit vermehrungsfähigen JEV-Wildtypstämmen arbeitet (berufliche Indikation),
  • Aufenthalte in Endemiegebieten (Südost-Asien, weite Teile von Indien, Korea, Japan, China, West-Pazifik, Nordaustralien) während der Übertragungszeit (Reiseindikation).
    Davon betroffen sind insbesondere:

    Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete
    Langzeitaufenthalte (> 4 Wochen)
    wiederholte Kurzzeitaufenthalte
    voraussehbare Aufenthalte in der Nähe von Reisfeldern und Schweinezucht (nicht auf ländliche Gebiete begrenzt).

Bezogen auf die Reiseindikation besteht der Leistungsanspruch (§ 11 Absatz 3):

  • wenn der Auslandsaufenthalt beruflich oder durch eine Ausbildung bedingt ist, oder
  • wenn entsprechend den Hinweisen in Anlage 1 zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ein besonderes Interesse daran besteht, der Einschleppung einer übertragbaren Krankheit in die Bundesrepublik Deutschland vorzubeugen.

Impfschema:

  • Grundimmunisierung mit zwei Impfdosen gemäß Fachinformation
  • erste Auffrischungsimpfdosis bei einem fortgesetzten oder wiederholten Expositionsrisiko, jedoch frühestens 12 Monate nach der Grundimmunisierung.

Ergänzung Dokumentationsziffern (Anlage 2 SI-RL):

  • 89134V – erste Dosen eines Impfzyklus, bzw. unvollständige Impfserie
  • 89134W – letzte Dosis eines Impfzyklus nach Fachinformation oder abgeschlossene
  • 89134X – Auffrischungsimpfung

Bezüglich der Vergütung der entsprechenden Impfleistungen ist die KV RLP derzeit noch in Verhandlungen mit den Krankenkassen.

Der Beschluss ist seit 15. August 2020 in Kraft.

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25. September 2020