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20. Mai 2019

Arzneimittel-Prüfungen im Einzelfall

Krankenkassen-Anträge nehmen zu

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den vergangen Quartalen vermehrt Anträge auf Überprüfung der Verordnungsweise im Einzelfall gestellt.

Die Prüfanträge betreffen unter anderem folgende Arzneimittel:

Arzneimittel(gruppe) Begründung für den Antrag
AbstralFehlende Diagnose
Aerius und GenerikaUnwirtschaftliche Verordnungsweise
Aggrenox und GenerikaAnlage III der Arzneimittel-Richtlinie
Cannabis/Rezeptur DronabinoltropfenFehlende Genehmigung der Krankenkasse
CannabisblütenÜberschreitung Höchstmenge (BTMVV)
Effentora Fehlende Diagnose
Entresto Keine leitliniengerechte Stufentherapie
Lyrica/PregabalinDauertherapie/Arzneimittelmissbrauch
Opsumit Fehlende Diagnose
RemodulinFehlende Diagnose
SildenafilFehlende Diagnose, Off-label-Use
Tavor/Zopiclon/ZolpidemDauertherapie/Arzneimittelabhängigkeit
Tilidin comp.Unwirtschaftliche Verordnungsweise, Arzneimittelmissbrauch
VentavisFehlende Diagnose
Volibris Fehlende Diagnose

Diverse Verbandmittel

Beispiel: silberhaltige Wundauflagen

Unwirtschaftliche Verordnungsweise
Xifaxan 200 mg gemäß AMR* § 16 (3), Anlage III Nr. 12 kein Anspruch

*Arzneimittel-Richtlinie

Hinweis

Die vollständige und präzise ICD-Kodierung im Hinblick auf die entsprechende Arzneimittelzulassung ist auf dem Abrechnungsschein unbedingt erforderlich. Die Feststellung der Wirtschaftlichkeit einer Verordnung (zum Beispiel bei Arznei- und Verbandmittel) setzt eine zugeordnete Diagnose/Indikation auf dem Behandlungsschein voraus. Hierfür sieht § 295 Abs. 1 Satz 2 SGB V die Diagnoseverschlüsselung vor.

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27. Juni 2019