Direkt zum Inhalt

20. Mai 2019

Anspruch auf empfängnisverhütende Mittel bis zum vollendeten 22. Lebensjahr einschließlich dem Alter von 21 Jahren

EBM-GOP 01830 und 01832 sollen zeitnah angepasst werden

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Information über einen Schwangerschaftsabbruch hat der Gesetzgeber unter anderem den § 24a Sozialgesetzbuch V (SGB V) geändert. Dadurch haben Versicherte jetzt bis zum vollendeten 22. Lebensjahr (= einschließlich dem Alter von 21 Jahren) Anspruch auf die Versorgung mit verschreibungspflichtigen empfängnisverhütenden Mitteln. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Notfallkontrazeptiva ("Pille danach"), soweit sie ärztlich verordnet werden.

EBM-GOP 01830 und 01832

Bei den EBM-GOP 01830 (Einlegen, Wechseln oder Entfernung eines Intrauterinpessars) und 01832 (Subkutane Applikation eines Depot-Kontrazeptivums) wurden die Altersgrenzen in den Leistungslegenden noch nicht angepasst. Dies soll laut Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung schnellstmöglich geschehen. Bis die Anpassungen im EBM erfolgen, müsste für Patientinnen ab dem 21. Lebensjahr (Alter von 20 Jahren) und bis zur Vollendung des 22. Lebensjahr (Alter von 21 Jahren) eine Privatrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über die genannten Leistungen ausgestellt werden. Die Patientinnen können dann die Rechnung bei ihrer Krankenkasse zur Kostenerstattung gemäß § 13 Absatz 3 SGB V einreichen.

Eine Änderung des EBM rückwirkend zum 1. April 2019 hätte gegebenenfalls zur Folge, dass gestellte Privatabrechnungen rückabgewickelt werden müssen.

zurück
KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
17. August 2019