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23. November 2018

Ärztlicher Wiedereingliederungsplan: Formular wird angepasst

KBV-Praxisnachrichten

Das Formular für den ärztlichen Wiedereingliederungsplan eines gesetzlich versicherten Patienten ins Erwerbsleben wird zum 1. Januar angepasst. Dadurch entfallen bisher übliche Nachfragen der Rentenversicherung, was die Vertragsärzte entlasten wird.

Sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) können Träger von Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung eines gesetzlich Versicherten in das Erwerbsleben sein. Dabei bestehen unterschiedliche Anforderungen an die ärztliche Einschätzung für die Wiedereingliederung.

Der Rentenversicherung beispielsweise reichten die Angaben auf dem bisherigen Formular, auf dem Vertragsärzte konkrete Maßnahmen für ihren Patienten empfehlen, häufig nicht aus. Nachfragen waren die Folge.

Klarstellung zur ärztlichen Empfehlung

So forderte die DRV weitere Begründungen für die Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung an, wenn die Einschätzung des Vertragsarztes von der vorherigen Einschätzung des Arztes in der Reha-Einrichtung abwich. Nun wurde auf dem Formular klargestellt, dass die ärztliche Empfehlung "nach aktueller Betrachtung" erfolgt.

Keine zusätzliche Zeitabschätzung mehr

Zudem müssen Ärzte keine zusätzliche Einschätzung mehr abgeben, wann der Patient wieder arbeitsfähig ist. Vielmehr entspricht der auf Formular 20 prognostizierte letzte Tag der stufenweisen Wiedereingliederung auch dem voraussichtlich letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten.

Ab Januar nur noch neues Formular gültig

Ärzte müssen das geänderte Formular ab 1. Januar verwenden und sollten rechtzeitig Vordrucke bestellen. Alte Formulare dürfen dann nicht mehr genutzt werden. Die KBV stellt den Softwareherstellern rechtzeitig das geänderte Formular bereit, damit diese es in die Praxisverwaltungssysteme für Ärzte einbinden können. Die Änderung des Formulars hat die KBV mit dem Spitzenverband der Krankenkassen vereinbart (Bundesmantelvertragspartner) und mit der Rentenversicherung abgestimmt. 

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12. Dezember 2018