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16. Dezember 2020

Ab 1.1.2021: pHKP nun auch durch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verordnungsfähig

Anpassung Häusliche Krankenpflege-Richtlinie und EBM erfolgt

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten künftig psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP) verordnen können. Hintergrund ist das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung. Die Regelung zum Verordnungsrecht wurde analog der Soziotherapie getroffen.

Die pHKP soll zur Stabilisierung labiler Patientinnen und Patienten dienen und diesen helfen, das alltägliche Leben selbstständig zu bewältigen sowie Therapiemaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Die Verordnungskompetenz von Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten bezieht sich dabei ausschließlich auf die Leistungen der pHKP gemäß Nr. 27a des Leistungsverzeichnisses der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL).

Alle anderen Leistungen dürfen nur von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten verordnet werden. Die Verordnung der pHKP erfolgt auf Verordnungsmuster 12 unter Angabe der Nummer 27a bzw. "psychiatrische häusliche Krankenpflege". Außerdem muss der ermittelte GAF-Wert eingetragen, ein Behandlungsplan erstellt und der Verordnung beigefügt werden.

Für die Erstverordnung ist die Gebührenordnungsposition (GOP) 01422 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) berechnungsfähig. Folgeverordnungen werden über die GOP 01424 EBM abgerechnet. Diese ist maximal zweimal im Behandlungsfall berechnungsfähig.

Der Beschluss ist seit dem 5. Dezember 2020 in Kraft.

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18. Januar 2021