Direkt zum Inhalt

19. Dezember 2018

EBM-Änderungen: Human- und Tumorgenetik

Wirksam: 1. Januar 2019 | 432. Sitzung Bewertungsausschusses Teil A Wirksam: 1. April 2019 | 432. Sitzung Bewertungsausschusses Teile B und C

  • Alle Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt der aufsichtsrechtlichen Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit.

  • Maßgeblich sind die Veröffentlichungen im Deutschen Ärzteblatt.

Der Bewertungsausschuss hat Änderungen im Bereich der Humangenetik und Tumorgenetik beschlossen. Diese gliedern sich in drei Teile die zum 1. Januar 2019 (Teil A) beziehungsweise zum 1. April 2019 (Teile B und C) in Kraft treten.

Änderungen in Stichpunkten | Beschlusstexte sind maßgeblich

Teil A: 1. Januar 2019

  • Verzicht auf eine Qualitätssicherungsvereinbarung für die GOP 11235 und 11236, die Anmerkungen in den GOP 11235 und 11236 werden gestrichen.

  • Präzisierung der obligaten Leistungsinhalte bezüglich der schriftlichen Zusammenfassung für den Patienten.

  • Ergänzung der konsiliarische Erörterung mit anderen Ärzten im fakultativen Leistungsinhalt. (Hinweis der KBV: Dieser Leistungsinhalt war Bestandteil der Leistungskalkulation. Dieser umfasst nicht und vergütet nicht den Anspruch des Versicherten auf die Hinzuziehung einer weiteren sachverständigen Person in die Beratung nach § 10 Absatz 3 Satz 3 des Gendiagnostikgesetzes).

  • Aufnahme der GOP 19461 in Verbindung mit der Erweiterung des Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Osimertinib (Tagrisso®).

  • Redaktionelle Änderungen.

Teil B: 1. April 2019

  • Mehrere Änderungen für humangenetische Beurteilungsleistungen. Unter anderem werden einzelne GOP gestrichen und inhaltlich neu gefasst. Dies betrifft humangenetische Beurteilungsleistungen in der Mutterschaftsvorsorge, der Empfängnisregelung und der Reproduktionsmedizin.

  • Anpassung der humangenetischen in‐vitro‐diagnostischen Leistungen der Empfängnisregelung und der Reproduktionsmedizin.

  • Anpassung des Höchstwertes für die Abrechnung der GOP 11234.

  • Konkretisierung der Nummer 2 der Präambel 11.4 dahingehend, dass die Höchstwertregelungen in dieser besonderen Konstellation jeweils für den einzelnen Fötus und für die Schwangere gelten.

  • Ergänzung der Nummer 2 der Präambel 11.4 um einen Hinweis, dass die Höchstwertregelungen jeweils je Fötus gesondert berechnet werden können.

  • Redaktionelle Anpassungen.

Teil C: 1. April 2019

  • Formale Aktualisierung und Anpassung der Empfehlungen zur Finanzierung von Leistungen der künstlichen Befruchtung außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung an die aktuelle gesetzliche Grundlage. Die in der Empfehlung genannten, bundeseinheitlichen zu kennzeichnenden Leistungen unterliegen der hälftigen Zuzahlung durch die Versicherten.

Weiterführende Links

Verwandte Themen

zurück
KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
20. Januar 2019