Wir möchten unsere Mitglieder über einen aktuellen Sicherheitsvorfall in einer rheinland-pfälzischen Praxis informieren. Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig ein hohes Maß an Aufmerksamkeit im Umgang mit E-Mails und digitalen Kommunikationswegen ist. Wir möchten diesen Anlass nutzen, um Sie zu sensibilisieren und konkrete Schutzmaßnahmen empfehlen.
Was ist passiert?
Die Praxis wurde Opfer eines Cyberangriffs. Unbefugte Dritte haben sich über eine gefälschte E-Mail (sogenanntes Phishing) Zugang zum E-Mail-Postfach einer Mitarbeiterin verschafft. Dadurch konnten Angreifende:
- E-Mails mitlesen
- Inhalte kopieren
- Nachrichten verfälschen, um Empfängerinnen und Empfänger zu betrügerischen Zahlungen zu verleiten (Spear Phishing)
Der unbefugte Zugriff war bis zum 30. April 2026 möglich. In diesem Zeitraum konnten personenbezogene Daten wie Name, Vorname und E-Mail-Adresse eingesehen werden.
Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Die betroffene Praxis hat nach Bekanntwerden des Vorfalls sofort reagiert und folgende Schritte eingeleitet:
- Sperrung und Zurücksetzung des betroffenen Zugangs
- forensische IT-Analyse, um Ursache und Umfang zu klären
- Meldung an die Datenschutzbehörde
- Meldung an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
- Anzeige bei der Polizei, Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) Rheinland Pfalz
Was bedeutet das für andere Praxen?
Auch andere Praxen können in diesem Zusammenhang gefälschte E-Mails erhalten, die scheinbar von bekannten Personen der Einrichtung stammen. Angreifende nutzen oft echte Gesprächsverläufe oder bekannte Namen, um Vertrauen zu erzeugen. Es ist daher besonders wichtig, dass Sie aufmerksam bleiben und verdächtige Nachrichten kritisch prüfen.