Webcode 75690

KV RLP kritisiert Kürzung psychotherapeutischer Honorare"Völlig inakzeptable Entscheidung!"

Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) übt scharfe Kritik an der gestrigen Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses. Dieser hatte gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beschlossen, dass die Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab dem 1. April 2026 um 4,5 Prozent abgesenkt werden.

“Diese Entscheidung ist völlig inakzeptabel”, empört sich KV RLP-Vorstandsmitglied und Psychotherapeut Peter Andreas Staub. “Der Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungen ist riesig. Im wahren Leben steigt der Preis bei hoher Nachfrage. Dass hier das Gegenteil der Fall ist, ist ein absolutes Unding!”

Zwar werden gleichzeitig die sogenannten Strukturzuschläge um 14,25 Prozent angehoben, doch auch für psychotherapeutische Praxen, die diese Zuschläge in komplettem Umfang erhalten, bedeutet dies eine Absenkung der Honorare um rund 2,8 Prozent. Dass die Krankenkassen gerade in diesem Bereich einsparen wollen, sei ein fatales Signal, so Staub. 

“Die ärztlichen und psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen behandeln den großen Teil der Patientinnen und Patienten für vergleichsweise wenig Geld ambulant. Außerdem sind die Vertragspsychotherapeutinnen und -psychoptherapeuten ohnehin die Fachgruppe mit den niedrigsten Honoraren.”

Die Kürzung der Vergütung wird Auswirkungen auf das Angebot der ambulanten Psychotherapie haben. “Damit werden einmal mehr die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden sein. Der Bedarf steigt weiter, sodass das Sparen am falschen Ende fatale Folgen haben wird”, kritisiert Peter Andreas Staub und bittet das Bundesministerium für Gesundheit als Rechtsaufsicht darum, den Beschluss zu beanstanden.

Kontakt

Wir sind gerne für Sie da.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

fliegendes Papierflugzeug

Mit KV INFO, dem Newsletter der KV RLP, sind Sie stets gut informiert.

jetzt abonnieren