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17. April 2017

Neue Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin berät und unterstützt

Gemeinsam mit der Landesärztekammer und der Krankenhausgesellschaft hat die KV RLP eine Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Die neue Koordinierungsstelle ist Bindeglied zwischen Ärzten in der Weiterbildung auf der einen Seite und Praxen sowie Kliniken auf der anderen. Ziel ist es, mehr Planungssicherheit für angehende Hausärztinnen und Hausärzte zu schaffen und für eine strukturierte, qualitativ hochwertige Weiterbildung zu sorgen. KV-TV mit einem Bericht von der Pressekonferenz.

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Sprecherin: Seit dem 12. April haben es zukünftige Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner viel leichter. Ihre Aus- und Weiterbildung erfolgt nun koordiniert über eine zentrale Stelle. Für den Vorsitzenden der KV Rheinland-Pfalz ein erster wichtiger Schritt.

Dr. Peter Heinz | Vorstandsvorsitzender der KV RLP: Wir sind als KV auch froh, dass wir diese Stelle auch bei uns im Haus ansiedeln können. Und sind aber auch genauso froh über unsere Partner der Landesärztekammer und der Krankenhausgesellschaft, dass wir das gemeinsam auf die Beine stellen. Und das soll hoffentlich mehr werden als ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Stein ist ziemlich heiß und man braucht eine ganze Menge anderer Maßnahmen, um die weitere flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zu sichern.

Sprecherin: Die Koordinierungsstelle sorgt für einen reibungslosen und unterbrechungsfreien Weiterbildungsverlauf, steht bei Gründung, Auf- und Ausbau eines Weiterbildungsverbundes zur Seite und hilft bei der Beantragung von Fördermitteln. Sie ist damit eine wichtige Unterstützung für die Praxen. Auch die Krankenhäuser im Land haben großes Interesse, aktiv an der Weiterbildung junger Hausärztinnen und Hausärzte mitzuwirken.

Dr. Gerald Gaß | Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft RLP: Die organisieren dann die verschiedenen Ausbildungsmodule, dass sie aufeinander aufbauen, sodass man hier wirklich dann, ich sag mal, ein maßgeschneidertes und passendes Paket aus einer Hand anbieten kann – was die Attraktivität dieser Ausbildung mit Sicherheit für die jungen Menschen deutlich erhöhen wird als es in der Vergangenheit der Fall war.

Sprecherin: Für den Vorsitzenden der rheinland-pfälzischen Landesärztekammer setzt die Koordinierungsstelle zudem Anreize, sich niederzulassen.

Dr. Günther Matheis | Präsident der Landesärztekammer RLP: Die Menschen, die dann entsprechend in diesen Verbünden ausgebildet werden, die werden dort in der Regel auch bleiben. Das ist ein ganz wichtiges Instrumentarium, was wir hier in die Hand nehmen.

Sprecherin: Dieses wichtige Instrument wird auch von der Landesregierung unterstützt. Staatssekretär David Langner betont, wie wichtig er diesen Vertragsabschluss findet.

David Langner | Gesundheitsstaatssekretär RLP: Wir können heute konstatieren, dass die Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz sichergestellt ist. Aber wir wissen, KV und Landesregierung, dass, wenn wir uns die demografische Entwicklung anschauen, wenn wir uns die Altersstruktur der Hausärztinnen und Hausärzte anschauen, dass wir da auf eine Situation zusteuern, wenn wir nicht entsprechend handeln und den Beruf wieder attraktiver machen, wo wir einfach auch Brandprobleme bekommen werden.

Sprecherin: Zum Schluss informiert Sandra Goldzinski als Leiterin der Koordinierungsstelle über die anstehenden ersten Schritte.

Sandra Goldzinski | Leiterin Koordinierungsstelle der KV RLP: Was für uns ganz wichtig ist: Wir möchten rausgehen, das heißt raus in die Kliniken, zu den Niedergelassenen. Wir möchten Kliniken und Niedergelassene zusammenbringen als potentielle Verbundpartner und möchten Kontakte knüpfen. Und wir möchten natürlich das Konzept der Weiterbildung, der Weiterbildungsverbünde darstellen und vorstellen und dann natürlich auch in dem Rahmen flächendeckend in Rheinland-Pfalz etablieren.

Sprecherin: Alle Partner sind zuversichtlich, dass mit Hilfe der neuen Koordinierungsstelle dauerhaft ärztlicher Nachwuchs in Rheinland-Pfalz generiert und das Berufsbild des ambulant tätigen Arztes weiter verbessert werden kann.

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