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19. Juli 2013

Eigene Praxis: Marko Groth – Bilanz nach einem Jahr

Frauenarzt Marko Groth und die Internistin Vanessa Jürgens wagten den Schritt in die Niederlassung. Während Vanessa Jürgens den Praxissitz ihrer Mutter übernahm und schon als Kind in der Arztpraxis der Eltern viel Zeit verbracht hat, war es für Marko Groth ein Sprung ins kalte Wasser. Er übernahm die Praxis eines Kollegen, der in den Ruhestand ging. Was folgte, war ein Jahr voller Überraschungen und die Erkenntnis: Es hat sich gelohnt. KV-TV zeigt, was Marko Groth im ersten Jahr erlebt hat.

Service

Lesefassung

Sprecherin: Marko Groth ist Frauenarzt. Er hat im Juli 2012 die Praxis eines Kollegen in der Mainzer Innenstadt übernommen.

Marko Groth: Es war sehr aufregend, natürlich. Alles ist natürlich völlig anders als die Klinikarbeit. Es fängt an mit der Rundumversorgung der Patienten, die ja nicht nur mit einem Problem kommen, sondern mit mehreren. Es war also schon am Anfang schwierig über das Kennenlernen hinaus erstmal zu sondieren, was ist wichtig und was steht hinten an.

Aber es ist die richtige Entscheidung gewesen, es ist sehr schön, zu sehen, dass man doch mit sehr vielen verschiedenen Aspekten der Frauenheilkunde jeden Tag zu tun hat – Sei es die Geburtshilfe, die Onkologie oder auch die Krebsvorsorge.

Sprecherin: Der Frauenarzt hat lange im Krankenhaus gearbeitet. Aber er hatte schon immer den Traum einer eigenen Praxis.

Marko Groth: Wir haben uns ja eigentlich viel Zeit genommen für die Existenzgründung, das heißt ein ganzes Jahr. Aber ich würde fast sagen, das ist insgesamt zu wenig Zeit gewesen.

Also, dass man quasi wirklich schon ein Jahr vorher Praxisalltag kennenlernt, sich mit den administrativen Dingen vertraut macht, mit der KV die Gespräche führt, da eben schon alles in die Bahnen lenkt, was die Dokumente angeht. Und dass man dann wirklich ein Jahr Zeit hat, sich um die wirtschaftlichen Aspekte zu kümmern. Das sollte man nicht zu knapp bemessen.

Sprecherin: Marko Groth schätzt als Selbstständiger vor allem die Flexibilität. Auch wenn die Praxisarbeit viel Organisationstalent verlangt.

Marko Groth: Man muss jetzt natürlich schon sagen, dass die Praxis auch nicht bedeutet, dass man unbedingt früher zu Hause ist oder auch sehr viel mehr Zeit hat. Man nimmt natürlich viel Arbeit mit nach Hause, das heißt die ganzen Eingaben, die ganzen Abrechnungen, alles das, was man mit den Patienten besprochen hat, möchte auch zu Papier gebracht werden. Und das wird dann natürlich am Abend gemacht.

Wir haben einen Home-Office-Platz, sodass wir da die Arbeit mit nach Hause nehmen können. Aber ich sage mal, dass wir die Woche über nicht viel mehr Zeit haben als früher. Aber es ist schön, dass man sich die Arbeit aufteilen kann, auch am Wochenende. Man muss auf nichts verzichten.

Sprecherin: Eine große Hilfe, seine Frau. Die Zwei schmeißen den Praxisalltag zusammen.

Marko Groth: Wir ergänzen uns prima. Meine Frau hat ein unheimlich gutes  Organisationsgeschick, also mit den Patienten kommt sie sehr gut zurecht und weiß das dort immer mit viel Charme auch zu managen, weil ja nicht immer Patienten nur mit Termin kommen, sondern auch jemand dazwischen und das klappt immer wunderbar. Sie hat das kaufmännische Know-how mitgebracht. Sie ist viel mehr als nur eine Sprechstundenangestellte, sie ist sozusagen das wirtschaftliche Zentrum unserer Praxis.

Sprecherin: Unklarheiten, Fragen, Unterstützung: Praxis Groth wusste immer, wo die richtigen Ansprechpartner zu finden sind.

Marko Groth: Da haben wir einen sehr guten Kontakt mit der KV und da können wir jeder Zeit anrufen, machen davon auch häufig Gebrauch, und bekommen da immer schnelle und kompetente Hilfe, sodass wir da optimal, auch in abrechnungstechnischen Fragen, beraten sind. Da, muss ich sagen, gab es noch nie Probleme.

Auch bei Privatpatienten arbeiten wir mit einer Verrechnungsstelle zusammen, auch dort kann man sich immer hilfesuchend hinwenden und es gibt überhaupt keine Probleme.

Sprecherin: Marko Groth hat seinen Platz gefunden, selbstständig in eigener Praxis, genauso wie er es seit seinem Studium wollte.

Marko Groth: Wir sind jetzt genau da, wo wir sein wollten, und es macht sehr viel Spaß. Wir haben die Patienten sehr lieb gewonnen, auch von Patientenseite. Man lernt jeden Tag dazu, das hatte ich ja auch zu Anfang gesagt. Aber auch da haben wir ein gutes Verhältnis mit den Kliniken hier in der Umgebung und das läuft auch wunderbar.

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