Krebs ist die Bezeichnung für viele verschiedene Erkrankungen, die alle auf eine ungebremste und unkontrollierte Neubildung von Zellen zurückgehen. Nach den Herz-Kreislauf-Störungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Je früher er erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.
Unser Körper erneuert sich in seinen Zellen fortlaufend. Ein beständiges Zellwachstum ist normal und auch lebenswichtig, da alte, verbrauchte Zellen immerzu durch neue, nachwachsende ersetzt werden. Während aber die gesunde Zellneubildung kontrolliert abläuft, ist die Signalübertragung bei Krebszellen innerhalb und zwischen den Zellen gestört oder stark verändert. Das Ergebnis: Die Wachstumskontrolle funktioniert nicht mehr.
Durch das unkontrollierte Wuchern werden die Grenzen des ursprünglichen Zellverbandes aufgehoben. Dabei wachsen die Krebszellen zerstörend in andere Zell- und Gewebeverbände hinein und verdrängen dort gesundes, funktionsfähiges Gewebe. Es entsteht ein bösartiger Tumor. Über Blut- und Lymphwege wandern die Krebszellen durch den Körper und setzen sich an anderen Orten fest, um auch dort zerstörend zu wachsen. Dieser Vorgang heißt Metastasierung.
Was Sie selbst tun können
Heute kennt man rund 100 verschiedene Krebsarten. In Deutschland kommen bösartige Tumoren bei Männern vor allem in Prostata, Darm, Lunge und Harnblase vor. Bei Frauen sind vor allem Brustdrüsen, Darm, Lunge und Gebärmutter betroffen. Es gibt unterschiedliche Faktoren wie bestimmte chemische Substanzen, Viren oder Strahlen, die eine Krebserkrankung begünstigen können.
Deshalb ist es wichtig, den Kontakt zu diesen Stoffen zu vermeiden und insbesondere auf eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, den konsequenten Verzicht auf das Rauchen und Passivrauchen sowie auf den Schutz vor zu viel UV-Strahlung zu achten. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt und außerdem regelmäßig zur ärztlichen Vorsorge geht, minimiert sein persönliches Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich.
Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen je nach Alter und Geschlecht eine Reihe von Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Welche dies jeweils sind und wie sie ablaufen, hat der Gemeinsame Bundesausschuss in den sogenannten Krebsfrüherkennungs-Richtlinien festgeschrieben. Sie regeln bei Frauen wie bei Männern die Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms und der Geschlechtsorgane.