Hausarztmodell

Das Hausarztmodell – auch Hausarztzentrierte Versorgung genannt – steht für eine zentral koordinierte medizinische Versorgung. Dabei ist der Hausarzt bei gesundheitlichen Beschwerden der erste Ansprechpartner des Patienten. Er stimmt als Lotse die gesamte medizinische Behandlung zwischen den Beteiligten ab.

 

Ziel des Hausarztmodells ist es, die Qualität der medizinischen Versorgung für den Patienten zu verbessern und dabei die zur Verfügung stehenden Versorgungsmittel noch effizienter einzusetzen. Konkret bedeutet dies, dass etwa Doppeluntersuchungen vermieden, Arzneimittel gezielter verordnet und Patienten ohne Umwege zum richtigen Facharzt überwiesen werden.

 

Die Teilnahme am Hausarztmodell ist freiwillig und meistens an eine Befreiung von der Praxisgebühr gekoppelt.

 

Teilnahme
Wenn Sie sich für die Teilnahme am Hausarztmodell entscheiden, wählen Sie einen Hausarzt als langfristigen Partner aus. Fachärzte suchen Sie nur auf Überweisung ihres Hausarztes auf. Somit hat dieser stets den Überblick über alle Behandlungsmaßnahmen.

 

Augen-, Haut- und Frauenärzte sowie Psychotherapeuten bei bereits genehmigter Psychotherapie können Sie weiterhin direkt konsultieren. An die Wahl des Hausarztes sind Sie für mindestens ein Jahr gebunden. Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, allerdings nur aus wichtigem Anlass, z. B. wegen eines stark gestörten Vertrauensverhältnisses.

 

Qualität
Alle Hausärzte, die am Programm teilnehmen, bilden sich regelmäßig fort und besuchen Qualitätszirkel. Sie haben sich dazu verpflichtet, die gesetzlich definierten Qualitätsstandards einzuhalten und im Rahmen dessen die Behandlungsdaten sorgfältig zu beachten und eine lückenlose Betreuung zu gewährleisten.

 

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Hausarztmodell erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

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