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19. Mai 2017

Wichtige Informationen zur Grippe-Schutzimpfung 2017/2018

Generische Verordnungen

Am 13. Mai 2017 ist das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) in Kraft getreten. Durch die Streichung des § 132 e Absatz 2 SGB V ist die Rechtsgrundlage für Ausschreibungen der Krankenkassen für Grippeimpfstoffe weggefallen. Damit werden auch bereits abgeschlossene Verträge hinfällig.

Wirtschaftlichkeit der Grippeimpfstoffe

Aktuell sind verschiedene Grippeimpfstoffe im Handel. Formal können Impfstoffe aller Hersteller verordnet werden. Allerdings ist das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten. Der Landesapothekerverband Rheinland-Pfalz (LAV) hat analog zu den Jahren vor der Ausschreibung mit der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland eine "Festpreisregelung" zur Grippeimpfstoffversorgung 2017/18 getroffen.

Im Regelfall ist damit der günstige trivalente Grippeimpfstoff zu beziehen. Zur Erleichterung können Sie wie in den letzten Jahren produktneutral ohne Aut-Idem-Kreuz verordnen.

Ausnahmefälle

Eine Verordnung anderer Grippeimpfstoffe, beispielsweise adjuvantierte, tetravalente oder spezielle Impfstoffe bei Hühnereiweißallergie sind nur in medizinisch begründbaren Ausnahmefällen möglich. Auch in diesen Ausnahmefällen erfolgt die Verordnung als Sprechstundenbedarf. Auf diesen Ausnahme-Rezepten sollte das Aut-Idem-Kreuz gesetzt werden und zusätzlich ein "A" beziehungsweise "Ausnahmefall" aufgedruckt werden.
Da hier medizinische Gründe im Einzelfall vorliegen, sollten diese entsprechend vom Arzt in der Patientenakte dokumentiert werden. Die Verordnungsmenge ist dem entsprechenden Ausnahmefall anzupassen. Beispielsweise sind auch Einzelverordnungen über den Sprechstundenbedarf möglich.

Keine Vorbestellungen

Die KV RLP erinnert daran, keine Grippeimpfstoffe vorzubestellen sondern diese bei Bedarf in angepassten Mengen zu ordern. Hilfreich zur Orientierung ist eine Teilmenge der verbrauchten Grippeimpfstoffe der vorherigen Saison 2016/2017. Nicht verbrauchte Impfstoffe können nicht gegen Rückerstattung, sondern nur zur Vernichtung zurückgegeben werden. Bei Überhängen zwischen Bezug der Grippeimpfstoffe und Abrechnung der Impfziffern können Regressforderungen durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland entstehen.

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28. Juli 2017