Direkt zum Inhalt

Heilmittel

Definition

  • physikalische Therapie
  • podologische Therapie
  • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
  • Ergotherapie

Materialien

Richtlinie

Die Heilmittel-Richtlinie konkretisiert Art, Umfang und Indikationen der zu Lasten der GKV zu verordnenden Heilmittel. Sie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beinhaltet den Richtlinientext sowie die Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf, im zweiten Teil werden den Heilmitteln Indikationen zugeordnet (Heilmittel-Katalog).

Im Heilmittel-Katalog ist festgelegt, welche Heilmittel bei welchen Diagnosen in welchem Umfang verordnet werden dürfen. Die Auswahl eines Heilmittels erfolgt anhand von Leitsymptomatiken und Therapiezielen der jeweiligen Diagnose.

Die Indikationen für Heilmittelverordnungen sind in festgelegte Diagnosengruppen gegliedert. Auch die zugehörige Frequenz und die Gesamtverordnungsmenge im Regelfall sind verzeichnet.

Langfristiger Heilmittelbedarf und besondere Verordnungsbedarfe

Neuerungen ab Januar 2017

Die bundesweite Vereinbarung über Praxisbesonderheiten und den langfristigen Heilmittelbedarf wird zum 1. Januar 2017 abgelöst.

Ab Januar 2017 werden die Praxisbesonderheiten als „besondere Verordnungsbedarfe“ bezeichnet. Diese werden nun als Anhang der bundesweiten Rahmenvorgaben für Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach § 106b Absatz 2 SGB V gelistet.

Der bisherige langfristige Heilmittelbedarf wurde neu als Anlage 2 in die Heilmittel-Richtlinie aufgenommen.

ICD-10-Kodierung

Damit Verordnungen dieser beiden Diagnoselisten entsprechend identifiziert werden können, ist es erforderlich, auf dem Rezept neben dem Indikationsschlüssel den/die entsprechenden ICD-10-Codes anzugeben.

Langfristiger Heilmittelbedarf

Verordnungen von Heilmitteln für Versicherte mit langfristigem Behandlungsbedarf nach § 32 Absatz 1a unterliegen nicht den Wirtschaftlichkeitsprüfungen (nach § 106b Absatz 4 SGB V).

Diese Verordnungen sind automatisch bei allen Kassen genehmigt, somit entfällt ein Großteil des bisherigen bürokratischen Aufwands.

Besondere Verordnungsbedarfe (früher: Praxisbesonderheiten)

Verordnungskosten für besondere Verordnungsbedarfe werden vor der Einleitung eines Prüfverfahrens aus dem Verordnungsvolumen herausgerechnet.

Vereinbarung gültig bis Dezember 2016

Vom dem 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2016 galt zwischen dem GKV-Spitzenverband und der KBV eine bundesweite Vereinbarung über Praxisbesonderheiten und den langfristigen Heilmittelbedarf.

Ausfüllhinweise

Heilmittel-Vereinbarung

Orientierungslisten Heilmittelpreise

  • Die Orientierungslisten geben einen Überblick über die vereinbarten Höchstpreise zwischen den Verbänden der Leistungserbringer und der Krankenkassen (alle Angaben ohne Gewähr).

 

Sonderrundschreiben zu Heilmittel-Verordnungen

Ab Januar 2017 gelten einige Neuerungen bei der Verordnung von Heilmitteln, diese sind in einem Sonderrundschreiben zusammengefasst.

Verwandte Themen

KV RLP Isaac-Fulda-Allee 14 55124 Mainz Telefon 06131 326-326 Fax 06131 326-327 E-Mail service@kv-rlp.de
21. August 2017