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Filmothek

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18.4.2017 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Neue Koordinierungsstelle berät und unterstützt | Ausbildung in der Hausarztpraxis
18. April 2017 11:57  Minuten | 71 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die KV RLP hat zusammen mit der Landesärztekammer und der Krankenhausgesellschaft eine Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Ziel ist es, mit der Koordinierungsstelle mehr Planungssicherheit für angehende Hausärztinnen und -ärzte zu schaffen | Allgemeinmedizin ist die einzige Fachrichtung, bei der eine Weiterbildung in der Praxis vorgeschrieben ist. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat eine Praxis besucht und Arzt und Ärztin in Weiterbildung über die Schultern geschaut.
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3.4.2017 Vorschau: KV-TV PRAXIS - Das Magazin Infos zur Psychotherapie-Richtlinie | Mehr Honorar für Psychotherapeuten
3. April 2017 12:00  Minuten | 48 MB

KV-TV PRAXIS - Das Magazin

Seit dem 1. April gibt gelten neue Richtlinien in der Psychotherapie. Was das für Änderungen sind und wie damit umzugehen ist, das konnten Therapeutinnen und Therapeuten mit der KV RLP diskutieren. | Welche Auswirkung die Änderung der Psychotherapie-Richtlinie auf das Honorar hat, das hat "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" den Psychotherapeuten im Vorstandsteam Peter Andreas Staub gefragt.
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13.3.2017 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Neuer KBV-Vorstand | "Info mit Biss"
13. März 2017 06:12  Minuten | 36 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Neuer KBV-Vorstand gewählt. Vorstandsmitglieder freuen sich auf kollegiales Miteinander. Außerdem: Die KV RLP präsentiert auf Informationsveranstaltungen die Niederlassung als Perspektive mit Zukunft.
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20.2.2017 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Neuer Vorstand: Herausforderungen | Sorglos & Gründlich: Praxisvertretung
20. Februar 2017 12:46  Minuten | 67 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Ein Monat nach dem Vorstandswechsel – der neue Vorstand der KV RLP spricht über Herausforderungen und Erwartungen. Außerdem: eine neue Folge von Sorglos & Gründlich: Welche Fallstricke lauern bei der Praxisvertretung?
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30.1.2017 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Neuer Vorstand | Neue Psychotherapie-Richtlinie
30. Januar 2017 5:54  Minuten | 34 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

In der KV RLP gibt es einen Wechsel an der Vorstandsspitze. Der Allgemeinmediziner Dr. Peter Heinz ist neuer Vorstandsvorsitzender der KV RLP. Außerdem: Ein Überblick über die wesentlichen Neuerungen der Psychotherapie-Richtlinie.
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19.12.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Sorglos & Gründlich: Jobsharing | AU-Verordnung
19. Dezember 2016 6:16  Minuten | 40 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die äußerst sympathischen Ärzte Dr. Sorglos und Dr. Gründlich in einer neuen Folge. Diesmal: Jobsharing. Außerdem: Jeder zweite Arbeitnehmer braucht krankheitsbedingt mindestens einmal im Jahr eine AU-Bescheinigung.
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16.11.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin VV-Wahl 2016 | Vertreterversammlung
16. November 2016 8:02  Minuten | 47 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Das Ergebnis der VV-Wahl 2016 steht fest. Knapp zehn Stunden wurden am 10. November, unter der Aufsicht des Landeswahlausschusses, die Stimmen ausgezählt. Außerdem: Der Vorsitzende der KV RLP-Vertreterversammlung mit einem Rück- und Ausblick.
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2.11.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin VV-Wahl 2016 | Anspruch auf Medikationsplan
2. November 2016 5:53  Minuten | 32 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Wahlzeit in der KV RLP: Per Briefwahl darf bis zum 9. November abgestimmt werden. Außerdem: Seit dem 1. Oktober haben gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten Anspruch auf einen Medikationsplan.
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17.10.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Ersatzdrogen vom Hausarzt | Niederlassung jetzt
17. Oktober 2016 11:23  Minuten | 68 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Für viele Süchtige ist nur mit Ersatzdrogen ein ganz normales Leben möglich. Substitutionspraxen werden dringend gesucht. Wie der Umgang mit Substitutionspatienten ablaufen kann, zeigt die Hausarztpraxis von Dr. Astrid Weber in Koblenz | Viele Ärzte, die in Rente gehen, finden nur schwer einen Nachfolger. Die KV RLP will mit einer Informationsveranstaltung zeigen, wie der Weg in die Niederlassung mit Hilfe der KV und ihrer Experten funktionieren kann.
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28.9.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Zehn Jahre Versorgungsforschung | Verordnung von Hilfsmitteln
28. September 2016 6:23  Minuten | 37 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die KV RLP präsentiert die aktuellen Daten des Versorgungsatlas. Schon seit zehn Jahren sind die Versorgungsanalysen der KV RLP eine wichtige Basis für die Beurteilung der ambulanten medizinischen Versorgung. Außerdem: Seit dem 1. April 2016 gilt die neue Reha-Verordnung für alle Vertragsärztinnen und -ärzte. In der aktuellen Ausgabe des Magazins geht es ums Verordnen von Hilfsmitteln.
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12.9.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Korruption im Gesundheitswesen | Gründungszuschuss für Praxis
12. September 2016 7:53  Minuten | 46 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die KV RLP informierte ihre Mitglieder auf einer Konferenz über das neue Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen. Außerdem: In Saarburg eröffnete die erste Praxis, die durch den Strukturförderungsfonds unterstützt wird.
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1.8.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Leitfaden Honorarbescheid | BundesArztsuche-App 3.0
1. August 2016 5:25  Minuten | 35 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Für die Mitglieder der KV RLP gibt es den neuen Leitfaden "Honorarbescheid lesen und verstehen". Außerdem: Mit einem Wisch zum Arzt – was die BundesArztsuche-App 3.0 der KBV alles bietet.
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13.7.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Zusammenarbeit von Kinderärzten und Zahnärzten | Neue Reha-Verordnung
13. Juli 2016 07:33  Minuten | 44 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Karies gilt als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Für die kleinen Patienten hat sie zum Teil gravierende Folgen für die Allgemeingesundheit. In Rheinland-Pfalz wollen dies Kassenärztliche Vereinigung und Kassenzahnärztliche Vereinigung ändern. Außerdem: Seit dem 1. April 2016 gilt die neue Reha-Verordnung für alle Vertragsärzte. Aber was heißt das genau? Was hat sich geändert?
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13.6.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Lass dich nieder: Ärzte gesucht in RLP | Fit für die Praxis: KV vor Ort
13. Juni 2016 5:09  Minuten | 30 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

In vielen Filmbeispielen haben wir darüber berichtet, dass die Niederlassung eine tolle Möglichkeit ist, seine ganz persönlichen Vorstellungen von der ärztlichen Tätigkeit zu verwirklichen. | Schon zum dritten Mal hat das katholische Klinikum einen Kongress für das gesamte Praxisteam organisiert. Fit für die Praxis heißt es. Rund 500 Besucher informierten sich über aktuelle Fachthemen. Klar, dass die KV RLP da nicht fehlen darf.
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23.5.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Der Doktor geht in Rente | Gesucht und gefunden
23. Mai 2016 05:09  Minuten | 53 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Es sind düstere Zahlen. Nur wenige junge Ärzte wollen aufs Land gehen. Die KBV prognositiziert daher, dass bis zum Jahr 2021 voraussichtlich mehr als 50.000 Mediziner in den Ruhestand wechseln werden. Die Folge: gefährliche Versorgungslücken in ländlichen Gebieten. Das Problem ist bekannt. Daher arbeiten in vielen Gemeinden alle Hand in Hand und ringen um Lösungen. Besonders aktiv ist unter anderem das Eifelstädtchen Daun… | Junge Mediziner wollen nicht aufs Land. Das mag für viele gelten – aber gottseidank nicht für alle. Vor allem nicht für Martina Holz, die im Eifelstädtchen Daun die Praxis einer Kollegin übernommen hat, die nach mehr als 30 Jahren in den Ruhestand ging.
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25.4.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS - Das Magazin Sorglos & Gründlich: Informieren spart Geld | Regionalkonferenz 2016: Vorstand vor Ort
25. April 2016 9:13  Minuten | 59 MB

KV-TV PRAXIS - Das Magazin

Die äußerst sympathischen Ärzte Dr. Sorglos und Dr. Gründlich in einer neuen Folge. Diesmal: Informieren spart Geld! | Schon zum fünften Mal reiste das Vorstandstrio der KV RLP von Standort zu Standort, um über die Arbeit der KV zu berichten. "KV-TV PRAXIS - Das Magazin" berichtet vom Auftakt der Veranstaltungsreihe in Koblenz am 30. März.
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4.4.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS - Das Magazin Die neue Niederlassungskampagne der KV RLP: "arzt. nah. dran. – Willkommen in Rheinland-Pfalz"
4. April 2016 08:36  Minuten | 48 MB

KV-TV PRAXIS - Das Magazin

KV RLP startet Niederlassungskampagen "arzt. nah.dran". KV-TV PRAXIS - Das Magazin stellt die Kampagne vor. | Interview mit KV RLP Vorstandsmitglied Dr. Klaus Sackenheim zu den Hintergründen der Niederlassungskampagne.
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7.3.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin BWL-Beratung für die Praxis | Blockpraktikum Allgemeinmedizin
7. März 2016 10:08  Minuten | 58 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Es gibt zahlreiche Optionen für die Niederlassung. Egal, ob man frisch einsteigt oder schon länger eine Praxis führt. Unterstützung und das notwendige Know-how bietet der Beratungsservice der KV RLP. Außerdem: Die Mainzer Medizinstudentin Pia Hinrich bewährt sich beim Praktikum in der Lehrpraxis von Ewald Beyer in Klein-Winternheim.
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15.2.2016 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Facharzttermin von der KV | Politischer Vermittlungsdruck
15. Februar 2016 7:00  Minuten | 39 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Facharzttermin von der KV: "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" mit einem Bericht vor Ort. | Wie der neue Terminservice angelaufen ist, dazu der Geschäftsbereichsleiter Gunther Beth im Interview mit "KV-TV PRAXIS – Das Magazin".
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21.12.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Der Landesausschuss | Die KBV in Brüssel
21. Dezember 2015 12:30  Minuten | 73 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Der Landesausschuss: Zusammenarbeit von Ärzten und Krankenkassen für die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung. Außerdem: Die KBV in Brüssel: Auf EU-Ebene fallen schon seit Jahren wichtige Entscheidungen, die auch die Interessen der deutschen Vertragsärzte und -psychotherapeuten berühren.
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30.11.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Promotag an der Unimedizin | Medizinstudierende als Fotomodelle
30. November 2015 04:38  Minuten | 26 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Aktionen rund um den Campus: KBV und KVen verteilen Infomaterial zur Niederlassung an medizinischen Fakultäten. Außerdem: Plakate, Anzeigen, Infoflyer – die Fotomodelle der "Lass dich nieder!"-Kampagne im Gespräch.
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9.11.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Politik trifft KV | Lass dich nieder
9. November 2015 07:37  Minuten | 44 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

"Politik trifft KV – der Zukunftsweg in die Niederlassung" – die KV RLP lud ein im Rahmen der zweiten rheinland-pfälzischen Demographiewoche. Außerdem: KV-Kampagne "Lass dich nieder!" mit den neuen Motiven zum Start des Wintersemesters 2015/2016.
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12.10.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Dr. Sorglos und Dr. Gründlich | Fristgerechte Abrechnung
12. Oktober 2015 08:10  Minuten | 48 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Dr. Sorglos und Dr. Gründlich rechnen ihre Leistungen ab. Am besten fristgerecht. Außerdem: Ein Interview zum Thema Abrechnung mit einem Abrechnungsexperten der KV RLP.
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25.9.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Einstieg in die Praxis | Niederlassung jetzt
25. September 2015 9:05  Minuten | 52 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

In Prüm steigt der Weiterbildungsassistent in die Praxisgemeinschaft ein. Außerdem: Die KV RLP als erster Ansprechpartner, wenn es um Hilfestellungen rund um die Niederlassung geht.
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4.9.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Neue Kodierbroschüre "ICDquer" | Bürokratieabbau "Mehr Zeit für Patienten"
4. September 2015 05:52  Minuten | 33 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die KV RLP hat das Kodieren fest im Blick. Demnächst erscheint der Kodiersprachführer "ICDquer" für die hausärztliche Praxis. Außerdem: Erste Erfolge beim Bürokratieabbau. Für Krankschreibungen gibt es ab 2016 nur noch ein Formular.
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17.7.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Dr. Sorglos & Dr. Gründlich | Aus für die Smartcard
17. Juli 2015 7:28  Minuten | 43 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Dr. Sorglos und Dr. Gründlich: Die neue KV-TV-Serie zeigt Fallstricke im Praxisalltag. Außerdem: Ab dem 1. August gibt es nur noch KV-SafeNet*. Die Smartcard verliert ihre Gültigkeit.
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3.7.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Hautkrebs-Screening | ZiPP-Praxisbericht
3. Juli 2015 9:53  Minuten | 56 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Hautkrebs-Screening: Früherkennung schützt. Der rheinland-pfälzische Dermatologenverband setzt auf die Zusammenarbeit von Haus- und Hautärzten. Außerdem: Daten für das Zentralinstitut: Praxen geben Auskünfte zu ihrer wirtschaftlichen Situation.
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19.6.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin GKV-Versorgungsstärkungsgesetz | Vom Hörsaal in die Praxis
19. Juni 2015 06:44  Minuten | 39 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Werden die Chancen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes genutzt? "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" fragt die Vorstandsvorsitzende der KV RLP Außerdem: Vom Hörsaal in die Praxis: Die KV RLP informiert Nachwuchsmediziner.
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8.5.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin eDoku Kapselendoskopie | Qualitätszirkel: fachlicher Austausch
8. Mai 2015 11:15  Minuten | 65 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Dokumentieren leicht gemacht: Kapselendoskopie startet. Demnächst auch über das Online-Portal "eDoku" der KBV. Außerdem: Qualitätszirkel: anerkannte Fortbildungsart für Ärzte und Psychotherapeuten.
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17.4.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Online-Testabrechnung | Online-Service "Ort sucht Arzt"
17. April 2015 06:17  Minuten | 36 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Fehlerfrei abzurechnen, ist kein Problem. Denn das geht ganz einfach online mit der Testabrechnung. Außerdem: "Ort sucht Arzt", der neue Online-Service der KV RLP, steht in den Startlöchern.
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20.3.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin KV RLP-Regionalkonferenzen | Grippeimpfung 2015/2016
20. März 2015 06:16  Minuten | 35 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Auf den jährlichen Regionalkonferenzen informiert der Vorstand die Mitglieder der KV RLP über aktuelle Entwicklungen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" war vor Ort in Mainz dabei. Außerdem: Neues Verfahren bei der Bestellung und der Verordnung von Grippeimpfstoffen.
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6.3.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Kampagnen-Shooting | BDZ-Einsatzplanung
6. März 2015 08:47  Minuten | 50 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Fotoshooting für die Kampagne von KBV und KVen "Wir arbeiten für Ihr Leben gern". Auch Ärzte aus Rheinland-Pfalz sind dabei. Außerdem: Einsatzplanung in der Bereitschaftsdienstzentrale: flexible Dienstplangestaltung mit dem Online-Buchungssystem.
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6.2.2015 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin KBV: Auftakt 2015 | Vorsicht: Mindestlohngesetz!
6. Februar 2015 05:32  Minuten | 31 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Gesundheitspolitisch ist seit Jahresbeginn viel passiert – reichlich Gesprächsstoff also für den Neujahrsempfang 2015 der deutschen Ärzteschaft. Außerdem: Das Mindestlohngesetz mit seinen verschärften Dokumentationspflichten sorgt für Stress in den Arztpraxen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" erklärt, was zu beachten ist.
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19.12.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Ambulante Versorgung an der Unimedizin Mainz | Resolution der KBV-VV
19. Dezember 2014 07:38  Minuten | 45 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Der Vorstand der Unimedizin in Mainz spricht in "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" über die sektorenübergreifende Versorgung und die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin. Außerdem: Einstimmig bekräftigt die Vertragsärzteschaft in der letzten KBV-Vertreterversammlung des Jahres ihre Ablehnung des Versorgungsstärkungsgesetzes.
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21.11.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin KV RLP bezieht Stellung | Werben für den medizinischen Nachwuchs
21. November 2014 09:57  Minuten | 57 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

KV RLP-Chefin Dr. Sigrid Ultes-Kaiser bezieht Stellung zum neuen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz Außerdem: "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" berichtet von der Promo-Aktion "Lass dich nieder" auf dem Gelände der Mainzer Unimedizin.
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10.10.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Schwerpunkt Grippeschutzimpfung
10. Oktober 2014 05:36  Minuten | 31 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Bei "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" steht dieses Mal die Grippeimpfung im Fokus. Der hausärztliche Vorstand Dr. Peter Heinz sagt, was die Praxen rund um den kleiner Pikser mit der großen Wirkung zu beachten haben. Außerdem besucht "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" eine Hausarztpraxis.
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19.9.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Versorgungsatlas 2014 | Vergütung von Niedergelassenen
19. September 2014 10:16  Minuten | 56 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

"KV-TV PRAXIS – Das Magazin" stellt den Versorgungsatlas 2014 vor: aktuelle Daten, Fakten und Prognosen zur Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz. Außerdem: Schwieriges Thema einfach erklärt – die Vergütung von Niedergelassenen.
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5.9.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Erfolgsprojekt ADAPTHERA | Die neue Karte kommt
5. September 2014 10:00  Minuten | 49 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

"KV-TV PRAXIS – Das Magazin" stellt das erfolgreiche Projekt ADAPTHERA vor und zeigt, wie Haus- und Fachärzte in dem Versorgungsnetz für Rheumakranke zusammenarbeiten. Außerdem: Die alte Krankenversichertenkarte ist nur noch bis zum Ende dieses Jahres gültig. Was müssen die Praxen ab 2015 beachten? KBV und KV RLP geben Antworten.
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22.8.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Honorarverhandlungen 2015 | Fußambulanzen senken Amputationsrate
22. August 2014 09:17  Minuten | 53 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

KBV und GKV-Spitzenverband verhandeln über die Honorarsummen für 2015. KBV-Chef Gassen spricht über seine Erwartungen. Außerdem: "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat eine Fußambulanz besucht und zeigt, wie wichtig die regelmäßige Kontrolle der Füße ist, um Amputationen zu vermeiden.
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1.8.2014 Vorschau: KV-TV PRAXIS – Das Magazin Allzeit bereit | Versichertenbefragung
1. August 2014 10:29  Minuten | 59 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Rheinland-Pfalz ist mittlerweile flächendeckend mit Bereitschaftsdienstzentralen versorgt. Welchen Einsatz die dort tätigen Ärzte bringen, das zeigt die Reportage "Allzeit bereit". "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat drei unterschiedliche Bereitschaftsdienstzentralen besucht. Außerdem: Die aktuelle Versichertenbefragung zeigt: Wartezeiten sind kein Problem.
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Sorglos & Gründlich Vorschau: Sorglos & Gründlich Praxisvertretung clever geregelt
  10:00  Minuten | 25 MB

Sorglos & Gründlich

Im Praxisalltag lauern viele Fallstricke. Das betrifft unter anderem die Praxisvertretung, denn ein Patient muss seinen Arzt in dringenden Fällen immer erreichen können. Auch Dr. Sorglos und Dr. Gründlich, die zwei Protagonisten der Animationsreihe in "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" müssen eine Vertretung außerhalb der Sprechstunden sicherstellen. Vor allem, wenn der vertragsärztliche Bereitschaftsdienst noch nicht geöffnet hat. Als beide ihre Praxen über die Fastnachtstage schließen, geht dies bei Dr. Sorglos natürlich gründlich schief.
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Krankenkassen honorieren Mehraufwand nicht Vorschau: Krankenkassen honorieren Mehraufwand nicht Vorstandsmitglied Peter Andreas Staub nimmt Stellung
  10:00  Minuten | 22 MB

Krankenkassen honorieren Mehraufwand nicht

Um die Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie umzusetzen, müssen Therapeuten ihre Praxisorganisation an die neuen Vorgaben anpassen. Doch ihr Mehraufwand wird von den Krankenkassen nicht honoriert. Vorstandsmitglied Peter Andreas Staub kritisiert die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses. In "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" nimmt er Stellung.
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Online-Seminar Vorschau: Online-Seminar Informationsveranstaltung der KV RLP zur Änderung Psychotherapie-Richtlinie
  60:00  Minuten | 356 MB

Online-Seminar

Online-Seminar über die zertifizierten Informationsveranstaltungen: KV RLP Vorstandsmitglied Peter Andreas Staub und Abrechnungsexpertin Ramona Fries präsentieren die neuen Regelungen und stellen die notwendigen neuen Formalien vor.
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Ersatzdrogen vom Hausarzt Vorschau: Ersatzdrogen vom Hausarzt Rückkehr in ein normales Leben dank wohnortnaher Substitution.
  07:07  Minuten | 43 MB

Ersatzdrogen vom Hausarzt

Für viele Süchtige ist nur mit Ersatzdrogen ein ganz normales Leben möglich. Die Ersatzdroge gibt’s zum Beispiel vom Hausarzt. Die Versorgung Drogenabhängiger mit Ersatzsubstanzen wie Methadon oder Buprenorphin haben das Leben der Betroffenen leichter gemacht. Die kontrollierte Versorgung mit einer Ersatzdroge stabilisiert die Abhängigen und holt sie zurück in die Gesellschaft. Doch es gibt immer weniger Ärzte, die diese Behandlung noch machen oder machen wollen. Dabei ist das gar nicht schwierig. Suchtpatienten lassen sich problemlos in die Abläufe einer Praxis integrieren – das sagt Dr. Astrid Weber, Hausärztin in Koblenz.
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Gründungszuschuss für Praxis Vorschau: Gründungszuschuss für Praxis Strukturfonds fördert Niederlassung
  3:57  Minuten | 5 MB

Gründungszuschuss für Praxis

Über einen Strukturfonds unterstützt die KV RLP seit diesem Jahr unter anderem Praxisneugründungen oder -übernahmen in Förderregionen. Einer der ersten, der davon profitiert ist der Hausarzt Daniel Pech-Neumeyer in Saarburg.
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Korruption im Gesundheitswesen Vorschau: Korruption im Gesundheitswesen KV RLP informiert über das neue Gesetz.
  2:11  Minuten | 13 MB

Korruption im Gesundheitswesen

Das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen, das Anfang Juni 2016 in Kraft getreten ist, hat viele Ärzte verunsichert. Auf einer Veranstaltung der KV RLP informierten drei hochkarätige Referenten, was zukünftig erlaubt ist und was bereits als korrupt eingestuft wird – darunter auch der Oberstaatsanwalt Thomas Bartsch von der Staatsanwaltschaft Mainz, der die Sicht der Ermittlungsbehörde darstellte.
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Frühkindliche Karies vermeiden Vorschau: Frühkindliche Karies vermeiden Ein Pilotprojekt zur zahnmedizinischen Prävention bei Kleinkindern.
  3:41  Minuten | 22 MB

Frühkindliche Karies vermeiden

Karies gilt als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Für die kleinen Patienten hat sie zum Teil gravierende Folgen für die Allgemeingesundheit. In Rheinland-Pfalz wollen dies Kassenärztliche Vereinigung und Kassenzahnärztliche Vereinigung ändern. Ein Pilotprojekt schließt die Lücke in der frühkindlichen zahnärztlichen Vorsorge. Es setzt auf die enge Zusammenarbeit von Kinderärzten und Zahnärzten.
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Leitfaden Honorarbescheid Vorschau: Leitfaden Honorarbescheid Honorar lesen und verstehen
  2:45  Minuten | 17 MB

Leitfaden Honorarbescheid

Die KV RLP verbessert den Service für ihre Mitglieder stetig. Aus diesem Grund wurde nun der Honorarbescheid überarbeitet. Bei gleicher Grundstruktur ist der Bescheid nun einheitlich und übersichtlicher gestaltet. Getrennt vom Honorarbescheid erhalten Ärzte und Psychotherapeuten zusätzlich den Leitfaden "Honorarbescheid lesen und verstehen“, der anhand von Musteranlagen den Inhalt und die Kerninformationen des Honorarbescheides verdeutlichen soll. Außerdem gibt der Leitfaden Antworten auf die häufigsten Fragen von KV RLP-Mitgliedern.
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Der Doktor geht in Rente Vorschau: Der Doktor geht in Rente Auf der Suche nach Lösungen für Versorgungslücken
  3:08  Minuten | 18 MB

Der Doktor geht in Rente

Junge Ärzte wollen nicht aufs Land. Die Folge: gefährliche Versorgungslücken! Viele Gemeinden ringen um Lösungen. Besonders aktiv ist das Eifelstädtchen Daun…
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Ärzte gesucht in RLP Vorschau: Ärzte gesucht in RLP Unterstützung bei der Niederlassung
  2:42  Minuten | 16 MB

Ärzte gesucht in RLP

Lass dich nieder! Warum die Niederlassung eine tolle Möglichkeit ist, seine ganz persönlichen Vorstellungen von der ärztlichen Tätigkeit zu verwirklichen.
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Dr. Sorglos und Dr. Gründlich Vorschau: Dr. Sorglos und Dr. Gründlich Informieren spart Geld
  5:37  Minuten | 25 MB

Dr. Sorglos und Dr. Gründlich

Die äußerst sympathischen Ärzte Dr. Sorglos und Dr. Gründlich in einer neuen Folge. Diesmal: Informieren spart Geld!
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Online-Testabrechnung Vorschau: Online-Testabrechnung Fehlerfrei abrechnen mit der Online-Testabrechnung
  3:15  Minuten | 19 MB

Online-Testabrechnung

Fehlerfrei abzurechnen, ist kein Problem. Denn das geht ganz einfach online mit der Testabrechnung.
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BWL-Beratung für die Praxis Vorschau: BWL-Beratung für die Praxis Unterstützung und Beratung bei der KV RLP.
  3:26  Minuten | 19 MB

BWL-Beratung für die Praxis

Es gibt zahlreiche Optionen für die Niederlassung. Unterstützung und das notwendige Know-how bietet der Beratungsservice der KV RLP.
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Der Landesausschuss Vorschau: Der Landesausschuss Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung.
  4:56  Minuten | 28 MB

Der Landesausschuss

Der Landesausschuss hat die Aufgabe, in seinem Gebiet zu prüfen, ob innerhalb einzelner Planungsbereiche und für bestimmte Arztgruppen eine Über- bzw. Unterversorgung besteht. KV-TV PRAXIS - Das Magazin stellt diese gesetzlich verankerte, unabhängige und regional zuständige Einrichtung vor.
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Blockpraktikum Allgemeinmedizin Vorschau: Blockpraktikum Allgemeinmedizin Medizinstudentin Pia Hinrich bewährt sich bei Ewald Beyer in Klein-Winternheim.
  4:50  Minuten | 28 MB

Blockpraktikum Allgemeinmedizin

Die Mainzer Medizinstudentin Pia Hinrich schnuppert zwei Wochen Hausarztpraxis-Luft und erlebte in Klein-Winternheim beim Allgemeinmediziner Ewald Beyer die großen und kleinen Wehwehchen. Der Einblick in die hausärztliche Tätigkeit soll Medizinstudenten zeigen, wie wichtig der Allgemeinmediziner ist – er ist erste Anlaufstelle für die Patienten und er lernt seine Patienten und deren Lebensumstände über Jahre hinweg kennen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat Arzt und Studentin begleitet.
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Lass dich nieder! Vorschau: Lass dich nieder! Mehr neue Ärzte für die Niederlassung
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Lass dich nieder!

"Lass dich nieder!" – mit dieser Aufforderung wenden sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenärztlichen Vereinigungen seit Mai 2014 gezielt an den medizinischen Nachwuchs. Sie wollen junge Mediziner über die Arbeit in der Niederlassung informieren – und dafür begeistern. KV-TV war bei den Vorbereitungen für die aktuelle Fotokampagne dabei.
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Politik trifft KV Vorschau: Politik trifft KV Zukunftsweg in die Niederlassung | Veranstaltung im Rahmen der 2. Demographiewoche
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Politik trifft KV

Wie finden Ärzte und Psychotherapeuten ihren Weg in die Niederlassung und was muss getan werden, um sie darin zu unterstützen? Die KV RLP hat einige Angebote und Fördermaßnahmen entwickelt, doch was können Kommunen und die Politik tun? Im Rahmen der 2. Demographiewoche Rheinland-Pfalz lud die KV RLP deshalb zu einem Austausch ein.
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Einstieg in die Praxis Vorschau: Einstieg in die Praxis Vom Weiterbildungsassistenten zum Praxismitinhaber.
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Einstieg in die Praxis

In den vergangenen Jahren sind die Niederlassungsmöglichkeiten und Arbeitszeitmodelle deutlich flexibler geworden. Das muss so sein, denn die Arbeitswelt hat sich verändert. Und: Wenn man sich darauf einlässt, dann lässt sich vielleicht ein Nachfolger finden. In Prüm ist dies gelungen. Dort ist der Weiterbildungsassistent in die Praxis miteingestiegen.
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Die Abrechnung Vorschau: Die Abrechnung Dr. Sorglos und Dr. Gründlich rechnen ihre Leistungen fristgerecht ab.
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Die Abrechnung

Es ist Quartalsende und die KV RLP-Ärzte Dr. Sorglos und Dr. Gründlich erledigen ihre Abrechnung. Und wie das Leben so spielt: Es kommt etwas dazwischen. Während der eine mal wieder alles im Griff hat, läuft beim Kollegen jede Menge schief.
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Hautkrebsscreening Vorschau: Hautkrebsscreening Der Dermatologenverband RLP setzt auf die Zusammenarbeit von Haus- und Hautärzten.
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Hautkrebsscreening

Hautkrebs ist die weltweit am häufigsten auftretende Krebserkrankung. Jedes Jahr erkranken mehr als 250.000 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs. Das zeigen Hochrechnungen des Krebsregisters Schleswig-Holstein und des Ärztereports der Barmer GEK. Die Tendenz ist steigend - in Deutschland und auch weltweit. Früherkennung schützt: Um den Kampf gegen die Hautkrebsarten aufzunehmen, mahnt der Verband der rheinland-pfälzischen Dermatologen an, dass die Screenings standardisiert und vollständig durchgeführt werden müssen. Und bei Verdacht darf das Zweitscreening nicht vergessen werden.
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Kodierbroschüre "ICD quer" Vorschau: Kodierbroschüre "ICD quer" Neue Kodierhilfe für die hausärztliche Praxis
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Kodierbroschüre "ICD quer"

Um die Kodierqualität nachhaltig zu steigern, startete die KV RLP 2012 eine Kampagne für „Gutes Kodieren“. Der Einsatz hat sich gelohnt, denn mit gesicherten Diagnosen lässt sich die tatsächliche Morbidität in Rheinland-Pfalz nachweisen – ein Vorteil für die Verhandlungen mit den Krankenkassen. Jetzt will die KV RLP den Niedergelassenen eine weitere Hilfe an die Hand geben: "ICD quer". Eine Kodier-Checkliste von einem Praktiker entwickelt und in der Praxis erprobt.
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Vom Hörsaal in die Praxis Vorschau: Vom Hörsaal in die Praxis Seminarreihe "Existenzgründung in Medizin und Forschung"
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Vom Hörsaal in die Praxis

Ärztin oder Arzt werden in eigener Praxis: Viele Medizinstudierende haben keine Vorstellung davon, wie das funktionieren soll. Deshalb informieren die Zulassungs- und Kooperationsberater der KV RLP den medizinischen Nachwuchs regelmäßig. Sie sind unterwegs auf Messen, Veranstaltungen und direkt vor Ort, zum Beispiel an der Unimedizin in Mainz. Im Rahmen der Seminarreihe "Existenzgründung in Medizin und Forschung" des Gründungsbüros Mainz gab es kompetente Information, Austausch und jede Menge Hinweise und Tipps – nicht nur für die Niederlassung. Die Studierenden erfuhren auch, wie die KV RLP bei der Suche nach Famulaturplätzen hilft.
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Ort sucht Arzt Vorschau: Ort sucht Arzt KV RLP bringt Gemeinden und Niederlassungswillige zusammen
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Ort sucht Arzt

"Ort sucht Arzt" ist ein Service der KV RLP. Hier können sich Orte präsentieren und so Ärzte und Psychotherapeuten auf sich aufmerksam machen. Für Niederlassungswillige bietet der Service einen Überblick über interessante Perspektiven und verschiedene Ort mit ihren Angeboten.
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Allzeit bereit: die neue BDO Vorschau: Allzeit bereit: die neue BDO KV-TV hat sich auf eine kleine Tour durch Rheinland-Pfalz gemacht.
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Allzeit bereit: die neue BDO

Wie ist der Bereitschaftsdienst organisiert? Es ist noch gar nicht so lange her, das war das noch eine Standardfrage, wenn es um die Nachbesetzung von Praxen auf dem Land ging. Denn als Niedergelassener musste man dort mit vielen Einsätzen außerhalb der Praxisöffnungszeiten rechnen – ein Standortnachteil für das Land. Deshalb bedurfte es einer Vereinheitlichung des Bereitschaftsdienstes: für Stadt und Land. Die Umstrukturierung ist seit Sommer 2014 abgeschlossen. KV-TV hat sich auf eine kleine Tour durch Rheinland-Pfalz gemacht und drei Bereitschaftsdienstzentralen besucht.
  • Sprecherin: Der Bereitschaftsdienst, das ist der Dienst, der außerhalb der regulären Sprechzeiten anfällt. Wenn die Praxis des Arztes zu ist, man medizinische Hilfe baucht und kein lebensbedrohlicher Notfall besteht, dann ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für einen da. Die Bereitschaftsdienste in Rheinlad-Pfalz sind in der Trägerschaft der KV und werden von ihr organisiert. Seit 2009 wurde sukzessive umstrukturiert. Die Bereitschaftsdienstzentrale in Rockenhausen gehört zu den kleineren BDZ. Sie wurde von der KV 2010 übernommen.

    Uwe Mannweiler | Facharzt für Allgemeinmedizin: Die BDZ betreut eine große Fläche, fast zwei Drittel des Donnerbergkreises und zwar die Westhälfte davon. Das Gebiet ist sehr zersiedelt. Ortschaften mit 80 Einwohnern im Schnitt, die meisten mit 300 bis 400 Einwohnern. Wir betreuen etwa 35.000 Leute in dem Gebiet. Die Hausbesuchstätigkeit erstreckt sich dann natürlich auch über einen großen Radius und braucht viel Zeit. Wir sind ländlich geprägt und unser großes Problem ist die Fläche. Es ist nicht die Menge der Personen, die wir betreuen, sondern die Fläche, die irgendwo betreut werden muss. Mein Name ist Uwe Mannweiler. Ich bin Facharzt für Allgemeinmedizin, führe seit dreiundzwanzigeinhalb Jahren eine Einzelpraxis für Allgemeinmedizin in Obermoschel und bin 54 Jahre alt.

    Sprecherin: Nach der Fusion der vier KV-Regionen 2005 war der Bereitschaftsdienst in Rheinland-Pfalz höchst unterschiedlich organisiert. Mit der neuen Bereitschaftsdienstordnung wurden alle bestehenden Bereitschaftsdienstzentralen in die Trägerschaft der KV überführt. Die Bereitschaftsdienstzentrale in Neuwied wurde jedoch ganz neu gegründet.

    Jochen Courtial | Leiter der BDZ Neuwied: Das Besondere an Neuwied ist, dass wir es hier mit einem großen Landkreis zu tun haben, der typografisch sehr schwierig zu bezeichnen ist. Interessanterweise liegt, wenn Sie auf der Karte sehen, Neuwied ziemlich im Süden, dort ist auch der Speckgürtel der umgebenen Gemeinden. Und dann haben wir ein relativ unterbesiedeltes Land, was einmal am Rhein entlang verläuft, und dann geht es natürlich den Rheingraben, hoch in die Höhen des Westerwaldes. Und dort können Sie sich vorstellen, das bedeutet vor allem im Winter bei schlechter Witterungslage, bei Nebel doch lange Anfahrtswege. Wir haben auch Beschwerden seitens der Bevölkerung wegen dieser Anfahrtswege, aber es ist typografisch nicht zu lösen, ansonsten müssten wir Neuwied in die Mitte dieses Landkreises platzieren. Mein Name ist Jochen Courtial. Ich bin 62 Jahre alt und habe mich 1986 mit meiner Frau zusammen in einer allgemeinärztlichen Praxis in Höhr-Grenzhausen niedergelassen. Ich bin der ärztliche Leiter der Bereitschaftsdienstzentrale in Neuwied. Diese Zentrale wurde kurz vor Torschuss sozusagen, im Dezember 2013 eröffnet.

    Sprecherin: Besonders in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz ist es ohne den neustrukturierten Bereitschaftsdienst gar nicht möglich, eine flächendeckende Patientenversorgung zu gewährleisten.

    Dr. Detlef Stiemert | Leiter der BDZ Bitburg: Wir machen ja den Dienst in Kooperation mit der Zentrale in Prüm. Beide Bereitschaftsdienstzentralen sind zum November 2013 aktiv geworden und wir sind jetzt in einem Stadium, wo wir die Kinderkrankheiten ein bisschen ausgeräumt haben. Und es läuft wirklich sehr, sehr schön für alle Beteiligten. Mein Name ist Detlef Stiemert, promoviert. Ich bin an sich niedergelassener Allgemeinmediziner in der Eifel in Speicher, mache diese Aufgabe jetzt seit 32 Jahren, bin 30 Jahre lang hier Notarzt gewesen und bin mittlerweile 62 und deshalb habe ich gesagt, das reicht jetzt. Und jetzt bin ich seit dreieinhalb Jahren dran, diese Sache hier zu organisieren. Und seit letztem Jahr sind wir hier am Netz, wir sind aktiv und halten diese Bereitschaftsdienstzentrale in Bitburg und Prüm am Laufen.

    Sprecherin: Mit der der neuen Bereitschaftsdienstordnung hat die KV Rheinland-Pfalz den richtigen Weg eingeschlagen. Die Frequenzen der Bereitschaftseinsätze, die wurden deutlich reduziert und das bedeutet auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    Dr. Detlef Stiemert | Leiter der BDZ Bitburg: Wenn wir da eine isolierte Stelle machen würden mit den Kollegen, die nur um Prüm herum angesiedelt sind, dann hätten wir da schon einen richtigen Engpass. Das heißt die Kollegen müssten sehr, sehr häufig Dienst machen. Dadurch, dass wir jetzt 120 Kollegen für beide haben, quasi 60, 60 ist es doch relativ locker zu machen. Für unseren Bereich, ich bin aus Speicher, haben wir letztlich nur noch ein Drittel der Dienste wie vor dem Eröffnen der Bereitschaftsdienstzentrale.

    Uwe Mannweiler | Leiter der BDZ Rockenhausen: Es war für uns eine sehr große Erleichterung. Mit der Umstellung wurde uns natürlich die finanzielle Verantwortung genommen. Weil vorher war es ja so, wenn in der Jahresbilanz ein Defizit war, was eigentlich regelmäßig aufgetaucht ist, dann mussten das ja die angeschlossenen niedergelassenen Ärzte ausgleichen. Und mit dem Punkt, dass die KV uns übernommen hat, Personal übernommen hat und in die finanzielle Verantwortung tritt, ist es solidarisch auf viel größeren Schultern gelagert, sodass wir alle die gleiche Umlage zahlen und die Nachteile des Landes etwas ausgeglichen sind.

    Jochen Courtial | Leiter der BDZ Neuwied: Es ist ein ganz wesentlicher Anreiz, um die Praxen abgeben zu können an die neue Generation. Zu sagen, wir haben einen organisierten Bereitschaftsdienst und so und so ist das und Sie können sich auch stundenweise, halbe Tage engagieren.

    Uwe Mannweiler | Leiter der BDZ Rockenhausen: Die Bereitschaftsdienstzentrale Rockenhausen ist zurzeit nur an den von der KV organisierten Notfalldiensten geöffnet. Wir würden uns natürlich bei unserer massiven Dienstbelastung wünschen, dass es auch flächendeckend möglich wäre, alle Zentralen jeden Abend zu öffnen und zwar von 19 Uhr bis sieben Uhr früh. Das würde die Nachteile des Landlebens gegenüber der Stadt ausgleichen.

    Dr. Detlef Stiemert | Leiter der BDZ Bitburg: Also im Moment bin ich sehr froh, dass wir von extern doch einen sehr guten Zuspruch bekommen. Das heißt die Kollegen, die nur den Bereitschaftsdienst hier versehen und nicht hier ansässig sind mit ihrer Praxis, die werden immer mehr. Und das freut mich, freut mich unter dem Gesichtspunkt, dass ich weiß, dass in den nächsten Jahren hier eine weitere Ausdehnung stattfinden wird.

    Jochen Courtial | Leiter der BDZ Neuwied: Ich appelliere nur an alle, da mit zu machen. Denn es ist auch ein finanzieller Aspekt, diesmal ein sicheres, gutes Geld für diese Zeit zu erhalten.

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Dr. Sorglos und Dr. Gründlich Vorschau: Dr. Sorglos und Dr. Gründlich Fallstricke im Praxisalltag: "Die Regressfalle"
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Dr. Sorglos und Dr. Gründlich

Im Praxisalltag lauern viele Fallstricke, zum Beispiel in der Abrechnung medizinischer Leistungen oder in der Verordnung. Wie Niedergelassene diese umgehen können, zeigen Dr. Sorglos und Dr. Gründlich – zwei mehr oder weniger typische Ärzte, die in gleichen Situationen sehr unterschiedlich reagieren. Folge 1: "Die Regressfalle".
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Ärzte als Fotomodelle Vorschau: Ärzte als Fotomodelle Fotoshooting für die Kampagne von KBV und KVen "Wir arbeiten für Ihr Leben gern"
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Ärzte als Fotomodelle

Seit April 2013 zeigt die Kampagne von KBV und KVen "Wir arbeiten für Ihr Leben gern" praktizierende Ärzte und Psychotherapeuten, die davon überzeugt sind, den schönsten Beruf der Welt auszuüben. 2015 geht die Kampagne ins dritte Jahr. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin“ war dabei, als erneut Niedergelassene in Szene gesetzt wurden, um mit authentischen Fotos und Statements ihrem Beruf ein Gesicht und eine Stimme zu geben.
  • Dr. Harald Stoll | Psychiater: Das klingt jetzt ein bisschen abgedroschen, aber ich finde, die Position der niedergelassenen Ärzte sollte auf jeden Fall gestärkt werden. Wir haben Nachwuchsprobleme, gerade wir Psychiater. Und ich wollte einfach auch gerne demonstrieren: Hallo, wir sind ganz normal. Wir sind wie andere niedergelassene Ärzte. Wir machen unsere Arbeit und es gibt keinen Grund, da eine Hemmschwelle aufzubauen oder nicht wahrzunehmen.

    Dr. Stefanie Schurig-Sponheimer | Allgemeinmedizinerin: Ich kann nirgendwo Familie und Beruf so gut vereinen wie in der Niederlassung. Das geht meiner Meinung nach im Krankenhaus ganz schlecht. Also ich bin darauf angewiesen, dass ich rechtzeitig abgelöst werde, dass ich einen Vertreter habe. Und das geht in der Praxis, wo man dann selbstständig arbeiten kann, oder in einer Gemeinschaftspraxis. Das ist noch besser, ist viel einfacher.

    Dr. Christa Klein | Allgemeinmedizinerin: Man muss auch nicht nur Arzt sein, sondern auch Seelsorger und alles Mögliche, irgendwie.

    Thomas Michael Klein | Allgemeinmediziner: Jeder Tag ist neu.

    Dr. Christa Klein | Allgemeinmedizinerin: Ja, und das macht einfach Spaß.

    Thomas Michael Klein | Allgemeinmediziner: Es ist sehr fassettenreich, vermittelt Zufriedenheit und es bringt Verantwortung. Es lohnt sich auf jeden Fall.

    Dr. Volker Reiners | Orthopäde: Es ist auch eine befriedigende Tätigkeit, die ich habe. Weil man kommt abends nach Hause und hat vielleicht nicht immer allen gut helfen können, aber doch sehr vielen Menschen. Und deshalb muss ich sagen, fand ich "Wir arbeiten für Ihr Leben gern" gut. Das kann man so und so interpretieren und das fand ich eigentlich sehr passend. Und deshalb habe ich mir gedacht, möchte ich auch gerne meinen Beitrag dazu leisten.

    Dr. Harald Stoll | Psychiater: Dass so viele Profis am Set um einen herum sind und so viele Leute notwendig sind, um diese Bilder nachher gut hinzukriegen, war überraschend. Aber wenn man die Bilder sieht, klar, da ist viel Arbeit drin, viel Arbeit dahinter, dann wird es schon klar.

    Dr. Stefanie Schurig-Sponheimer | Allgemeinmedizinerin: Ich finde, die Kampagne macht Sinn. Wir merken es ja selbst, gerade wir auf dem Land, dass die Ärzte fehlen. Egal, in welcher Fachrichtung das jetzt ist. Und wenn man damit irgendwie Nachwuchs gewinnen kann oder darauf aufmerksam machen kann, dann mache ich gerne mit und helfe.

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BDZ-Einsatzplanung Vorschau: BDZ-Einsatzplanung Die Vorteile der softwaregestützten Einsatzplanung im Überblick
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BDZ-Einsatzplanung

In vielen rheinland-pfälzischen Bereitschaftsdienstzentralen arbeiten die zuständigen Leiter bereits mit einer softwaregestützten Einsatzplanung. Die Organisation lässt sich so um ein Vielfaches vereinfachen. Aber nicht nur die Leiter, sondern auch die Bereitschaftsdienstärzte selbst profitieren vom Online-Buchungssystem, denn es ermöglicht eine schnelle Planung und einen übersichtlichen Tausch der Dienste. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat sich die Vorteile genau erklären lassen.
  • Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: In der BDZ Cochem-Zell sind etwa 50 Ärzte als Kassensitz gemeldet und weitere 50 Ärzte als externe Ärzte, die Bereitschaftsdienste machen. So im Oktober, November wird der Dienst für das nächste Jahr erstellt und er umfasst zwei Dienste, jeweils einen Hintergrund- und einen Vordergrunddienst. Und er hat die Möglichkeit, dass wir dann ab November die Dienste tauschen können. Dafür nutzen wir dann diese neue Dienstplangestaltung, die online erreichbar ist.

    Silke Kerstan | KV RLP-Bereitschaftsdienstorganisation: Meine Aufgabe hier im Ressort Bereitschaftsdienstorganisation der KV RLP ist unter anderem die Betreuung des Online-Diestplanbuchungssystems, des BD-Onlinesystems, und der Support für die Ärzte und die Dienstplanersteller.

    Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: Die Kollegen können über Jahre hinaus ihre Dienstplanwünsche nennen. Das heißt, sie können zum Beispiel nennen, sie hätten gerne nur Fahrdienste oder sie hätten gerne nur Sitzdienst. Sie können sogar einstellen, dass sie mit bestimmten Kollegen keinen Dienst machen möchten, wenn sie das wollten.

    Silke Kerstan | KV RLP-Bereitschaftsdienstorganisation: Hier haben wir zum Beispiel den Herrn Huber, der gesagt hat, ich möchte diesen Dienst gerne abgeben. Jeder andere Arzt, der hier Zugang hat, kann das sehen und kann ihm ein Angebot machen. Hier sehen wir, hat der Herr Huber Dienste getauscht mit jemandem. Und hier hat zum Beispiel der Herr Kaiser einen Dienst von einem anderen Kollegen übernommen. Derselbe Dienstplan, derselbe Monat kann in einer anderen Ansicht angeschaut werden, in der Kalenderansicht. Und hier haben wir natürlich noch mehr Symbole zu sehen. Die auch wieder erklärt sind. Blau sind die normal zugeteilte Dienste. Diese roten Placken bedeuten, hier hat der Arzt Urlaub und Abwesenheitszeiten eingetragen. Wir finden auch hier wieder dieselben Symbole, wenn jemand mit jemandem getauscht hat oder einen Dienst übernommen hat.

    Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: Die Kollegen tauschen so, dass man nachher keinen original Dienstplan mehr vorfindet, sondern so, dass 90 Prozent der Dienste in irgendeiner Weise verändert wurden. Wir wundern uns, was aus dem Dienstplan, den wir Ende 2014 erstellt haben ,Ende 2015 geworden ist.

    Silke Kerstan | KV RLP-Bereitschaftsdienstorganisation: Es sollte ein einheitliches System geschaffen werden für die Dienstplanerstellung für die Bereitschaftsdienste. Es sollte auch eine Vereinfachung sein im Gegensatz zu früher, wo das alles händisch von den BDZ-Leitern gemacht wurde, und es sollte einfach eine bessere Übersicht sein und mehr Fairness in der Dienstplanverteilung.

    Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: Manche Kollegen haben sich schlecht behandelt, ungerecht behandelt gefühlt und jetzt haben wir hier eine Reportfunktion, die uns erlaubt, zu zeigen, wie viele Dienstwünsche erfüllt wurden. Das sind im Moment so 80 Prozent der Dienstwünsche. Damit ist die Ungerechtigkeitsdiskussion sofort vom Tisch.

    Silke Kerstan | KV RLP-Bereitschaftsdienstorganisation: Hat der Herr Huber einen Dienst zur Abgabe angeboten und bekommt kein Übernahmeangebot, aus welchen Gründen auch immer, hat er die Möglichkeit, auf eine Vertreterliste zu schauen. Dort findet er sogenannte externe Ärzte, die nicht niedergelassen sind in Rheinland-Pfalz, die aber auch gerne von den Niedergelassenen mal Dienste übernehmen. In dieser Liste hat er nicht nur die Namen, sondern auch Kontakte wie Telefonnummern und die E-Mail-Adressen, sodass er auch selbst tätig werden kann, und kann einen Kollegen anrufen und fragen, ob er die Möglichkeit hat, ihm kurzfristig einen Dienst abzunehmen.

    Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: Wir haben hier im Augenblick in Cochem-Zell die angenehme Situation, dass wir so viele externe Ärzte haben, dass kein niedergelassener Arzt überhaupt noch einen Dienst machen muss, wenn er das nicht möchte.

    Silke Kerstan | KV RLP-Bereitschaftsdienstorganisation: Wir haben Feedback von den Dienstplanerstellern, den BDZ-Leitern. Die, die das nutzen, sind inzwischen heilfroh darum, weil es sehr, sehr viel Arbeit erleichtert. Feedback natürlich auch von den Ärzten, überwiegend auch positiv, weil es einfach zu bedienen ist.

    Dr. Achim Betzenberger | Leiter BDZ Cochem: Bei 50 kassenärztlichen Sitzen und bei 50 externen Ärzten und etwa 500 zu verteilenden Diensten wäre das ein ziemlich zeitaufwendiges Verfahren. Ich glaube, ich könnte es mir nicht mehr vorstellen, ohne das Gerät zu arbeiten.

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Das neue Mindestlohngesetz Vorschau: Das neue Mindestlohngesetz Auswirkungen für Arztpraxen im Überblick
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Das neue Mindestlohngesetz

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro. Diese Änderung sorgt in den Arztpraxen für neue bürokratische Hürden und Pflichten. Zwar liegen Medizinische Fachangestellte in der Regel über einem Stundenlohn von 8,50 Euro, aber Vorsicht bei Minijobbern, der Reinigungskraft und bei Praktikanten, hier gibt es für Arztpraxen einiges zu beachten.
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Promo-Aktion Vorschau: Promo-Aktion "Lass dich nieder!": KVen werben um Nachwuchs
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Promo-Aktion

Seit 2013 läuft die Kampagne "Wir arbeiten für Ihr Leben gern". Ziel ist es, die Attraktivität des Berufs des niedergelassenen Arztes und Psychotherapeuten zu steigern und Patienten, Politik und Medien für die wichtigsten Anliegen und Probleme zu sensibilisieren. Im Jahr 2014 startete dann im Mai eine Nachwuchsoffensive mit Plakaten in 37 Universitätsstädten, einem Online-Portal und Promo-Aktionen. Solch eine fand am 13. November 2014 in Mainz statt. KV-TV war dabei.
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Grippeschutzimpfung Vorschau: Grippeschutzimpfung Besuch in einer Hausarztpraxis
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Grippeschutzimpfung

Die Grippeschutzimpfung wird außerhalb des Budgets vergütet. Das heißt: Die Krankenkassen müssen für jede erbrachte Impfleistung zusätzliches Geld bereitstellen. Kein Wunder, dass sie deshalb streng überwachen, ob denn alles, was bestellt wird, auch geimpft wird. Eine Vielzahl der Prüfanträge basiert nämlich auf einer Überbestellung von Grippeimpfstoffen. Für die Praxis von Dr. Günther Rink in Mettenheim ist das kein Thema.
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Netzwerk ADAPTHERA Vorschau: Netzwerk ADAPTHERA Haus- und Fachärzte arbeiten Hand in Hand
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Netzwerk ADAPTHERA

Das bundesweit einzigartige Netzwerk ADAPTHERA hat das Ziel, Menschen, die neu an chronisch-entzündlichem Rheuma erkranken, frühzeitig und optimal zu behandeln. Hier arbeiten Haus- und Fachärzte Hand in Hand, um betroffenen Menschen eine schnelle Diagnose und Therapie zu garantieren, wenn die ersten Symptome auftreten. Möglich macht das ein Kooperationsvertrag zwischen der KV RLP und den acura Kliniken in Bad Kreuznach. Das Projekt läuft zum Ende des Jahres 2014 aus, doch die Beteiligten wollen das Netzwerk fortführen und sogar weiter ausbauen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" stellt das erfolgreiche Projekt vor.
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Erfolge in Fußambulanzen Vorschau: Erfolge in Fußambulanzen Wichtige Kontrolle der Füße bei Menschen mit Diabetes
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Erfolge in Fußambulanzen

Kribbeln, Brennen, Schmerzen und Taubheit sind erste Anzeichen von Nervenschäden in Folge von Diabetes. Eine regelmäßige Untersuchung der Füße ist deshalb enorm wichtig. Sie trägt entscheidend dazu bei, Fußgeschwüre und Amputationen bei Erkrankten zu verhindern. Fußambulanzen leisten hier einen wichtigen Beitrag, denn beim diabetischen Fußsyndrom müssen selbst kleinste Verletzungen ernst genommen werden. In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit 43 Fußambulanzen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat eine solche Einrichtung besucht.
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Ambulante Operationen Vorschau: Ambulante Operationen OP in der Praxis – Erholung in den eigenen vier Wänden
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Ambulante Operationen

Die Anzahl an ambulanten Operationen durch niedergelassene Ärzte ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen – doch in anderen Ländern weitaus stärker als in Deutschland, das zeigen die aktuellen OECD-Daten im internationalen Vergleich. Das mag sicherlich an der Vergütungssituation liegen, die wenig Anreiz für Niedergelassene bietet, ambulant zu operieren oder sogar das OP-Spektrum zu erweitern. Doch der Trend bei den Patienten ist eindeutig. Denn der ambulante Eingriff hat viele Vorteile – wie der Besuch in einer Tagesklinik in Mainz zeigt.
  • Dr. Andreas Bartels | Anästhesist und Leiter Tagesklinik am Brand Mainz: Wir besprechen mit dem Patienten den gesamten Verlauf. Wie es abläuft. Es geht darum, dass der Patient schon mal ein Vertrauen zu uns fasst, dass er schon mal den Ort kennt, wo er dann operiert wird. Und wir schauen nach seiner Konstitution, nach seiner Vorerkrankung. Ist er schon mal operiert worden? Gab es schon mal Komplikationen im Rahmen einer Operation oder Narkose? Wichtig ist, dass wir jetzt ein paar Fragen einfach mal durchgehen, wie es Ihnen geht. Und dann erkläre ich Ihnen, wie der ganze Ablauf ist und welche Narkose Sie erhalten.

    Sprecherin: In der Tagesklinik von Andreas Bartels werden am Tag bis zu 50 ambulante Operationen durchgeführt. Viele Operationen, die noch vor wenigen Jahren mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden waren, können mittlerweile ambulant durchgeführt werden – und das auf höchstem medizinischen Niveau, ohne Verzicht auf Sicherheit.

    Dr. Andreas Bartels | Anästhesist und Leiter Tagesklinik am Brand Mainz: Der Druck zu einer ambulanten Operation kommt eigentlich vielmehr vom Patienten heraus, weil die Patienten eben nicht im Krankenhaus betreut werden wollen, sondern nach dem Eingriff einfach wieder nach Hause gehen möchten. Da fühlen sie sich wohler, da sind sie in ihrer normalen Umgebung. Andere Vorteile sind natürlich: Ich muss nicht in ein Krankenhaus gehen. Bedeutet auch: Ich hab kein Risiko, eine der Krankenhausinfektionen zu bekommen. Hier sind keine Intensivkeime, die gezüchtet werden durch die Antibiotika auf den Intensivstationen, und dementsprechend haben wir eine sehr, sehr geringe Infektionsrate.

    Sprecherin: Eine ambulante Operation bedeutet für den Patienten ein größeres Mitspracherecht, aber auch mehr Verantwortung als bei einem stationären Eingriff.

    Dr. Andreas Bartels | Anästhesist und Leiter Tagesklinik am Brand Mainz: Er muss zur Operation hier nüchtern erscheinen. Das ist für uns immer wichtig als Anästhesisten. Er darf sechs Stunden vorher nichts gegessen haben, bis zu zwei Stunden vorher darf er trinken, aber nur Wasser. Meldet sich dann hier vorne an der Anmeldung an. Nichts ist ohne Risiko und bei jeder Operation, bei jeder Narkose kann es zu Komplikationen kommen. Sicherlich haben wir das auch ab und zu. Und wir haben auch ab und zu mal den akuten Notfall bei uns im Operationssaal und diesbezüglich muss dann alles stimmen. Dann muss eben die Qualität auch der Mitarbeiter, der Ärzte, die regelmäßigen Schulungen für diesen Notfall, die müssen dann passen, da muss alles ineinandergreifen. Und man muss auch rechtzeitig erkennen, wo seine Grenzen sind. Wir müssen auch rechtzeitig erkennen: Diesen Patienten können wir jetzt hier nicht behandeln und den müssen wir weiter zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus schicken. Im Aufwachraum wird der Patient vorbereitet für die Operation, erhält von uns ein Patientenhemdchen, so ein OP-Hemdchen, bekommt eine Kanüle gelegt, das ist so ein venöser Zugang, und wenn alles vorbereitet ist, dann kommen wir als Anästhesisten, holen ihn dort ab und nehmen ihn mit in den Operationssaal. Und dort wird er dann auf dem OP-Tisch gelagert, angeschlossen an verschiedene Geräte, die ihn überwachen, und erhält dann letztendlich über die liegende Infusion das Medikament, von dem er schläft. Dann wird die Operation durchgeführt. In der Regel haben wir Operationen, die so im Bereich zwischen 30-40 Minuten, maximal bis eineinhalb-zwei Stunden sind.

    Sprecherin: Die hygienischen Vorschriften sind streng. Mehrfach sind sie in den vergangenen Jahren verschärft worden.

    Dr. Andreas Bartels | Anästhesist und Leiter Tagesklinik am Brand Mainz: Durch die Zertifizierung haben wir ja schon immer sehr hohe Qualitätsmaßgaben uns gegenseitig auferlegt, aber es gab natürlich Neuerungen. Zum Beispiel der hygienebeauftragte Arzt, den mussten wir institutionalisieren. Ein Kollege von mir hat jetzt extra eine Fortbildung gemacht, hat diesen Kurs besucht. Parallel dazu müssen wir einen Hygienefacharzt beauftragen, der uns ebenfalls überwacht. Also es sind sehr, sehr viele Auflagen, die zu erfüllen sind, die gar nicht so einfach zu erfüllen sind und die immer wieder neues Geld kosten.

    Sprecherin: 6.000 ambulante Operationen werden in der Tagesklinik von Andreas Bartels jährlich durchgeführt. Ein eingespieltes Team und die moderne Medizin sorgen dafür, dass der Patient schon nach wenigen Stunden wieder zu Hause ist.

    Dr. Andreas Bartels | Anästhesist und Leiter Tagesklinik am Brand Mainz: Wenn meine Mitarbeiter sehen, der Patient ist soweit stabil, helfen sie ihm beim Anziehen. Und was wir dann noch haben, was wichtig ist: Wir haben einen Entlassungsbereich, wo Liegesessel sind, wo der Patient dann nochmal eine Tasse Kaffee oder eine Tasse Tee bekommt, wo wir schauen, ob der Kreislauf stabil ist, wenn der Patient dann aufrecht ist. Und wenn es ihm da gut geht, wird er dann dort von einem Angehörigen abgeholt. Also wir schauen dann nochmal nach dem Patienten, machen Visite, bevor wir ihn entlassen, und dann darf er nach Hause.

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Verfolgte jüdische Ärzte Vorschau: Verfolgte jüdische Ärzte Eine Ausstellung erinnert an Schicksale während der NS-Zeit
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Verfolgte jüdische Ärzte

Unter dem Titel "Fegt alle hinweg, die die Zeichen der Zeit nicht verstehen wollen!" erinnerte eine Ausstellung im Regionalzentrum Koblenz der KV RLP an das Schicksal jüdischer Ärztinnen und Ärzte in der NS-Zeit – eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, das die Ärzteschaft selbst lange ausgeblendet hat. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" sprach mit einem der Initiatoren.
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116 117 – Arzt in Bereitschaft Vorschau: 116 117 – Arzt in Bereitschaft Rheinland-Pfalz zum 1. April 2014 flächendeckend mit BDZ versorgt
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116 117 – Arzt in Bereitschaft

Alle in der Trägerschaft der KV RLP befindlichen Bereitschaftsdienstzentralen sind seit dem 1. April 2014 über die einheitliche Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl) zu erreichen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" fasst noch einmal zusammen, was dahinter steckt und was der Bereitschaftsdienst für Arzt und Patient bedeutet.
  • Sprecherin: Eine der Hauptaufgaben der KV Rheinland-Pfalz ist es, sicherzustellen, dass jeder Bürger in Rheinland-Pfalz zu jeder Zeit ärztlich versorgt werden kann. Normalerweise sollten Patienten ihren Hausarzt während der regulären Praxisöffnungszeiten aufsuchen, gerade wenn man längerfristige Beschwerden abklären möchte. Der Hausarzt ist erster Ansprechpartner und er kennt die Krankengeschichte seiner Patienten am besten. Doch gerade am Wochenende, Feiertagen und abends ist es gut, zu wissen, dass die medizinische Versorgung sichergestellt ist. Der Bereitschaftsdienst ist immer dann für die Patienten da, wenn man außerhalb der regulären Sprechstunde medizinische Hilfe benötigt und kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt. Und sollten Patienten aus medizinischen Gründen nicht kommen können, dann wird die zuständige Bereitschaftsdienstzentrale einen Hausbesuch organisieren. Man erreicht den Bereitschaftsdienst unter der bundeseinheitlichen Nummer 116 117. Seit 1. April gilt diese Nummer nun auch in ganz Rheinland-Pfalz. 116 117 ist die kostenlose Rufnummer für alle ärztlichen Bereitschaftsdienstzentralen in ganz Deutschland. Das Suchen in Lokalzeitung oder Internet nach oft wechselnden Nummern hat sich damit erledigt. Beim Anruf übers Festnetz wird man automatisch mit der nächstgelegenen zuständigen Bereitschaftsdienstzentrale verbunden. Mit dem Handy wird man aufgefordert, seine Postleitzahl anzugeben. Der Bereitschaftsdienst wurde in den letzten Jahren neu organisiert. Er wird in Rheinland-Pfalz zentral von der Kassenärztlichen Vereinigung gesteuert. Ärzte aller Fachrichtungen nehmen daran teil. Die Ärztin oder der Arzt hält sich nicht mehr zu Hause für den Einsatz bereit, sondern der Dienst findet in einer der Bereitschaftsdienstzentralen statt. Das hat viele Vorteile: für die niedergelassenen Ärzte und für die Patienten. Denn Bereitschaftsdienstzentralen sind an ein Krankenhaus angedockt. Stellt der Arzt im Bereitschaftsdienst eine Diagnose, die einer weiteren Abklärung im Krankenhaus bedarf, kann dies ohne größeren organisatorischen Aufwand und ohne Zeitverluste unter einem Dach organisiert werden. Dort wo Bereitschaftsdienstzentralen nicht alle Tage und Nächte abdecken, gibt es zusätzlich noch den Kollegialdienst. An wen man sich als Patient hält, das erfährt man in jedem Fall über die kostenlose 116 117. Krankheiten kennen keine Sprechzeiten.

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MRSA-Eradikation Vorschau: MRSA-Eradikation Informationen rund um den Hautkeim MRSA
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MRSA-Eradikation

Schreckensbotschaften über resistente Krankheitserreger wie MRSA gehen immer wieder durch die Presse. Dabei ist der Hautkeim für gesunde Menschen ungefährlich – anders bei Risikopatienten mit MRSA: Sie brauchen professionelle ambulante Betreuung.
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Händedesinfektion Vorschau: Händedesinfektion Vorsichtsmaßnahmen gegen die Weiterverbreitung von MRSA
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Händedesinfektion

Obwohl in der Praxis des niedergelassenen Arztes die Möglichkeit einer Weiterverbreitung von MRSA bei Weitem nicht so groß ist wie im Krankenhaus, sollten auch hier gewisse Vorsichtsmaßnahmen zur Routine gehören. Die wichtigste präventive Maßnahme ist die Einhaltung der Händehygiene. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" besucht einen Nephrologen.
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Kommunikation in der Praxis Vorschau: Kommunikation in der Praxis Qualitätsmanagement im Praxis-Check
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Kommunikation in der Praxis

Fehlervermeidung dank QM und guter Kommunikation. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat eine Frauenarztpraxis in Koblenz besucht, in der seit über acht Jahren ein Qualitätsmanagement zur kontinuierlichen Verbesserung der Praxisführung und -organisation betrieben wird. Und für das dortige Team sind vor allem die regelmäßig stattfindenden Teambesprechungen ein wichtiger Bestandteil, um Fehler aufzudecken und zu vermeiden.
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Gut versichert in der Praxis Vorschau: Gut versichert in der Praxis Wirtschaftstipps für Ärzte
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Gut versichert in der Praxis

Welche Versicherungspolicen liegen in den Schubladen? Arztpraxen können durch Vergleiche sparen. Wie das geht, zeigt der Wirtschaftstipp.
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Klartext vom bvmd Vorschau: Klartext vom bvmd Wünsche und Erwartungen der neuen Medizinergeneration
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Klartext vom bvmd

Was sind die Bedürfnisse der neuen Medizinergeneration? Antworten gibt es von der bvmd, der Interessenvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland. In "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" spricht Pascal Nohl-Deryk über notwendige Veränderungsprozesse und die Erwartungen der Ärzte von morgen. Der angehende Mediziner ist als Bundeskoordinator unter anderem zuständig für die Themen Sicherstellung und Maßnahmen gegen den Ärztemangel.
  • Sprecherin: Das ist Pascal Nohl-Deryk. Er ist aktiv in der Bundesvertretung der Medizinstudierenden. Pascal steht für die neue Generation von Ärzten.

    Pascal Nohl-Deryk: Das sind hoch engagierte Menschen, die genauso wie früher in allen Generationen auch den starken Wunsch danach haben, Menschen zu helfen. Ich denke, das ist das, was Medizinstudierende primär antreibt. Sie haben einen unglaublichen Arbeitswillen. Ich will 100 Prozent in meinem Job geben, aber auch 100 Prozent in anderen Bereichen. Und dieser Konflikt, der tut sich da vielleicht mit anderen Generationen auf. Ich glaube nicht, dass sich Deutschland von der flächendeckenden Versorgung abkehrt. Die Frage ist, ob man das Konzept, wie es jetzt ist mit den vielen kleinen Einzelpraxen, aufrecht erhält oder ob es nicht eine Tendenz dazu gibt, stärker in Gemeinschaftspraxen, in medizinischen Versorgungszentren zu arbeiten, wo mehrere Ärzte an einem Standpunkt arbeiten, sich kooperativ Sachen teilen, eventuell auch eine Praxisniederlassung in einem anderen Bereich haben und einen Tag in der Woche bedienen, eine Zweigpraxis aufmachen sozusagen, ob so etwas nicht viel stärker die Versorgung bestimmen wird.

    Sprecherin: Diese Generation ist bestens ausgebildet, mobil und selbstbewusst. Niedergelassener Arzt in eigener Praxis – dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

    Pascal Nohl-Deryk: Was mit Sicherheit Angst macht – und das zeigen ja auch Befragungen – dass eine hohe finanzielle Sorge bei Medizinstudierenden gegenüber der Niederlassung besteht. Dass man Sorge davor hat, die Praxis, also den Kredit nicht bezahlen zu können, dass man Sorge darum hat, dass man nicht ausreichend vergütet wird im niedergelassenen Bereich. Dass man trotz allem immer noch Sorge um Regresse hat, das ist wie ein Gespenst, was hier rumgeistert. Und ich denke, das ist Aufgabe der Institutionen, in dem Fall wahrscheinlich der Kassenärztlichen Vereinigung, da zu sagen, es gibt andere Wege, wir können Euch Hilfestellungen bei diesen Bereichen anbieten.

    Sprecherin: Das Problem: Allgemeinmedizin hat einen schlechtes Image.

    Pascal Nohl-Deryk: Die Umsätze eines Allgemeinmediziners sind an sich nicht schlecht in einer niedergelassenen Praxis. Und trotzdem sind die seiner Fachkollegen deutlich höher. Und ich denke, solche Diskrepanzen in der Bezahlung von unterschiedlichen Fachbereichen zu beheben, ist auch Aufgabe der Selbstverwaltung. Dass man da sagt, okay, es gibt dieses Attraktivitätsdefizit nicht, und was, denke ich, auch voziert wird, dass der Allgemeinmediziner derjenige ist, der sortiert. Also im Studentenunterricht ist es ganz häufig so, dass man sagt, man bekommt eine Überweisung vom Allgemeinmediziner und die richtige Medizin findet gefühlt immer woanders, in den Bereichen, die spezialisiert sind, statt.

    Sprecherin: Die alte Arztmentalität hat ausgedient. Heute ist Flexibilität gefragt, auch bei den Arbeitszeiten.

    Pascal Nohl-Deryk: Ich denke, was auch vielen Medizinstudierenden ein wichtiges Anliegen ist, dass man die Arbeitszeiten zu weiten Teilen flexibel einteilen kann. Und ich denke, wenn sich die Niederlassung etwas umstrukturiert hat, es durchaus attraktiv sein kann, weil es im Krankenhaus doch starr geregelt ist mit den Arbeitszeiten. Es verändert sich gerade, aber die Niederlassung kann da eigentlich viel mehr bieten.

    Sprecherin: Die jungen Mediziner sind anders. Sie legen mehr Wert auf Freizeit und Familie und dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

    Pascal Nohl-Deryk: Wenn man sich irgendwo niederlässt und man weiß, dass man zig Bereitschaftsdienste tun muss, dann ist das unattraktiv. Dann überlegt man sich doch, ob man irgendwo anders hingehen kann, wo es besser organisiert ist, wo es weniger Arbeit zu leisten gibt – gerade auch, weil Bereitschaftsdienste furchtbar unflexibel sind und dann eventuell auch Zeit nehmen, die man mit Familie oder Freunden irgendwie in anderen Hobbys verbringt, sodass man einen Freizeitausgleich hat und eine gewisse Work-Life-Balance wahren kann. Und deswegen ist es schon ganz wichtig, dass man sich darauf verlassen kann, dass es gut organisiert ist und auch nicht überhandnimmt. Ich habe das Gefühl, dass meine Generation viel stärker teamfokussiert arbeiten will und auch einfach sagt, ich muss nicht jede Aufgabe machen, die bisher Teil meiner Tätigkeit ist. Und da treten wir auch gerne als Vertretung in Diskussion und Kooperation mit den KVen in Kontakt und diskutieren einfach mal, was denn die Kernkompetenzen ärztlicher Arbeit sind.

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Nachwuchsförderung Vorschau: Nachwuchsförderung Medizinischer Nachwuchs für rheinland-pfälzische Praxen
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Nachwuchsförderung

Finanzielle Förderprogramme sollen die jungen Mediziner aufs Land locken. Schon länger wird daher die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin unterstützt. Seit kurzem werden auch Famulaturen in hausärztlichen Praxen finanziell gefördert. Medizinstudierende können sich so schon sehr früh ein Bild von den vielfältigen Aufgaben eines Hausarztes in ländlichen Gebieten machen sowie von dessen Funktion, dem Patienten als Lotse durch das Gesundheitssystem zu helfen.
  • Sprecherin: Bendorf liegt im Norden von Rheinland-Pfalz, am Rhein zwischen Koblenz und Neuwied. Hier gibt es seit fast 70 Jahren die Hausarztpraxis "Nick". Mittlerweile ist sie die Letzte. Die anderen Hausarztpraxen haben zugemacht. Es hat sich kein Nachfolger gefunden. In der Gemeinschaftspraxis arbeiten drei Ärzte, eine Weiterbildungsassistentin und zurzeit auch eine Famulantin, die Düsseldorfer Medizinstudentin Elisabetha Hahn.

    Elisabetha Hahn: Es ist etwas ganz anderes, als im Krankenhaus zu arbeiten, weil man da punktuell die Patienten sieht. Sie kommen in einer Akutsituation, denen geht es schlecht. Die Patienten sind meistens dann natürlich nicht so gut drauf und man versucht alles, um dem Patienten in der Situation zu helfen, aber man sieht sie danach auch nicht mehr. Man weiß nicht, wie es weiter geht. Und hier kriege ich es wirklich mit: Die Patienten kommen in der Zeit, in der ich hier bin, vielleicht auch mehrfach. Denen geht es nicht unbedingt so schlecht, sie erzählen dann auch wie es in der Familie ist und alles. Ich kriege so einen Verlauf viel besser mit. Ihnen ging es am Anfang vielleicht nicht so gut, dann geht es ihnen wieder etwas besser. Dann haben sie vielleicht noch das Problem, dann dieses und jenes. Ich habe einfach so einen globaleren Blick von dem Patienten und eine viel persönlichere Komponente mit drin, die im Krankenhaus oft fehlt, weil die Zeit auch einfach nicht dafür da ist.

    Dr. Gernot Nick: Wenn das jetzt eine Überweisung nur für eine bestimmte Untersuchung ist, dann darf hier also nicht "mit Behandlung" angekreuzt sein, sondern "Durchführung bestimmter Leistungen".

    Sprecherin: Die Stelle der Weiterbildungsassistentin ist besetzt von Tochter Eva.

    Eva Schneeberger-Nick: Das Tollste ist das breite Spektrum. Dass ich nicht weiß, was mich erwartet. Ob es ein Tag voller Husten, Schnupfen, Heiserkeit ist oder Magen-Darm. Ob vielleicht doch der akute Herzinfarkt kommt. Dass ich immer angehalten bin, mich in alle Richtungen weiterzubilden und auch fortzubilden, das sind die positiven Aspekte. Wie hat sich das denn entwickelt? Ist das schlechter geworden in letzter Zeit?

    Sprecherin: Ob Eva Schneeberger-Nick die Praxis einmal übernehmen wird, das weiß sie noch nicht. Ganz bewusst hat sie sich aber für die Weiterbildung in der Familienpraxis entschieden.

    Eva Schneeberger-Nick: Der Schritt war von der stationären Ausbildung, zwei Jahre Frankfurt Krankenhaus, erstmal vorübergehend für ein Jahr in einer Praxis in Hofheim im Vordertaunus. Da habe ich mich dann an das ambulante Arbeiten gewöhnen können und auch an die ambulante Betreuung von Patienten, was mir gut gefallen hat. Und dann zog es mich aber eigentlich aus privaten und familiären Gründen zurück in diese Region. Und dann haben wir eigentlich gesagt, wir versuchen es einfach mal und ich steige einfach mal mit ein für ein bis zwei Jahre meiner Weiterbildung und kann dann immer noch entscheiden, ob ich dabei bleibe oder noch weitergehe.

    Sprecherin: In der Praxis Nick sind schon viele Weiterbildungsassistenten ausgebildet worden. Dabei haben sich die Wünsche und Ansprüche der jungen Mediziner im Laufe der Jahre verändert.

    Dr. Gernot Nick: Dieser Anspruch, jetzt möglichst schnell in die Praxis, möglichst bald selbst Eigenverantwortung zu tragen, war vor 20, 30 Jahren sehr viel ausgeprägter als heute. Heute sind Werte wie Freizeit, wie Familie, wie geregelte Arbeitszeiten für viele vorrangiger vor der Möglichkeit, selbst eigenverantwortlich, vielleicht auch mit größeren Verdienstmöglichkeiten einen Berufsweg einzuschlagen. Was würden Sie da empfehlen? Was muss man da untersuchen?

    Elisabetha Hahn: Erstmal fragen, ob sie auch Schmerzen beim Wasserlassen hat. Wenn das auch positiv wäre, würde ich eine Urinprobe machen.

    Dr. Gernot Nick: Urinprobe, ja. Das haben wir jetzt in der vorherigen Woche gemacht.

    Elisabetha Hahn: Ich glaube, was viele abschreckt, wäre, alleine zu stehen, alleine eine Praxis stemmen zu müssen, eine wahnsinns Schar an Patienten zu haben, womöglich auf dem Land auch noch mit weiten Wegen verbunden. Dann die direkte Ansprechbarkeit, dass man immer und überall auf Abruf da sein muss. Und dann auch noch, ich meine Ärzte werden nicht schlecht bezahlt, aber für die Verantwortung, die sie tragen, für den Aufwand, den sie machen, wenn man eben auch engagiert ist, doch zu wenig bezahlt werden, das ist für viele unattraktiv.

    Eva Schneeberger-Nick: Ich bin aber auch ein Familienmensch und ich möchte auch Feierabend haben, ich möchte Freizeit haben, möchte auch Wochenenden haben. Und ich möchte natürlich auch – und das ist manchmal etwas frustrierend sehen – für das, was wir leisten, auch dementsprechend honoriert werden. Und jetzt grade zu Ende des Quartals, wenn die Patienten, und wir haben viele Patienten, die sind chronisch krank, zehn, 15, 20 Mal im Quartal kommen und wir sehen dann an der Abfolge der Kontakte, dass wir gar nichts mehr abrechnen können, und trotzdem jeden Tag zehn Stunden arbeiten, dann ist das sehr frustrierend. Und dann macht mich das auch manchmal sehr nachdenklich, das ist dann wieder ein Punkt, wo ich mir überlege, ob das auf Dauer so tragbar ist. Prinzipiell die ambulante Patientenversorgung in einer Hausarztpraxis kann ich mir aber sehr gut vorstellen.

    Dr. Gernot Nick: Wenn nicht jede Medizinstudentin und jeder Medizinstudent bereits weiß, dass er als Hausarzt nicht nur Zehnkämpfer ist, sondern dass er mindestens genauso gut verdient wie jemand, der subspezialisiert ist, wird der Nachwuchs nicht so kommen, wie wir ihn auch angesichts der demographischen Entwicklung ganz dringend brauchen.

    Sprecherin: Der Hausarztberuf steht vor einer großen Herausforderung. Er muss sich veränderten Gegebenheiten und den Prioritäten der zukünftigen Niedergelassenen anpassen und er muss sich auch finanziell lohnen. Für Elisabetha hat sich der Einblick in die hausärztliche Tätigkeit auf alle Fälle gelohnt. Jeder Tag ist für sie eine Herausforderung.

    Elisabetha Hahn: Alle nehmen sich immer noch die Zeit, besprechen mit mir die Patienten vorher, nachher, lassen mich bei den Patienten viel machen. Sie zeigen es mir einmal und dann darf ich selbstständig schon impfen. Ich darf mit abhören, Anamnesegespräche führen. Mit Ultraschall hatte ich schon vorher in einer Famulatur Erfahrungen gemacht, das durfte ich hier dann auch selbstständig anwenden. Gerade jetzt ist wieder so eine Grippewelle im Anflug, da sehe ich sofort, wenn jetzt einer kommt, der könnte das und das haben. Da kann ich vielleicht auch für mich schon die Entscheidung treffen: Ist das jetzt etwas Bakterielles aufgrund meiner Untersuchung, ist das doch ein viraler Infekt? Wenn ich jetzt die Lunge abhöre, habe ich vom Untersuchungskurs in der Uni, wo ich immer nur die schönen gesunden Lungen gehört habe, jetzt doch schon ganz andere Sachen gehört, wo ich sagen kann, oh, okay. Vielleicht braucht er doch noch ein Asthmaspray dazu. Und das sind auch Sachen, wo ich mittlerweile denke, dass ich sie auch selbst feststellen könnte.

    Dr. Gernot Nick: Gucken, dass keine Druckstellen sind. Die Fersen sind in Ordnung. Dann können Sie hier schön die Fußpulse tasten. So, sehen Sie, da kann man richtig feste schön tasten. Das heißt, die Füße werden genügend durchblutet.

    Sprecherin: Auch wenn Elisabetha noch nicht weiß, ob sie sich als Hausärztin niederlässt, eines weiß sie ganz genau.

    Elisabetha Hahn: Ich möchte unbedingt in diesem Beruf arbeiten. Ich werde nie sagen, ich würde komplett für meine Familie auf den Beruf verzichten, aber ich möchte eben auch Familie haben. Und dass ich das irgendwo vereinbaren kann, dass ich immer noch weiter dann als Ärztin gefordert werde und mich auch weiterbilden kann und nicht immer nur auf dem gleichen Stand stehen bleibe wie ich aus der Uni rauskomme, dass ich auch offen für alles bleibe und alles Mögliche mitnehme. Und dass ich das irgendwo auch auf einen Nenner bringen kann. Weil, ich möchte auf beides eigentlich nicht verzichten. Ich hoffe, ich schaffe diesen Spagat dann irgendwann mal, aber ich meine, ich bin zum Glück noch nicht in der Situation. Aber das wäre doch ein großer Wunsch, dass ich das hinbekomme und dann auch eine ausgewogene Work-life-balance hinbekomme.

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KV RLP fördert Famulaturen Vorschau: KV RLP fördert Famulaturen Finanzielle Unterstützung auf dem Land
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KV RLP fördert Famulaturen

40.000 Euro jährlich stellt die KV RLP seit 2013 bereit, um Famulaturen in hausärztlichen Praxen auf dem Land finanziell zu unterstützen. Das Förderprogramm war schon im ersten Jahr ein Erfolg. Gleich zu Beginn war die Nachfrage so groß, dass die Fördermittel bereits in den ersten Wochen ausgeschöpft waren. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" spricht mit Olaf Diederichs, einem Experten der KV RLP für das Thema Sicherstellung.
  • Sprecherin: Das Geld war ja relativ schnell weg. Wie haben die Praxen und die Famulanten von der Förderung erfahren? Wie haben sie erfahren, dass es überhaupt Geld für die Famulatur gibt?

    Olaf Diederichs | Stellvertretender Leiter Abteilung Sicherstellung der KV RLP: Es ist natürlich so, dass einige schon über die Diskussion im Vorfeld davon erfahren haben. Wir haben aber auch über die Tagespresse informiert, haben Informationen auf der Homepage bereitgestellt. Es wurde in den internen Medien darüber berichtet, über KV PRAXIS beispielsweise.

    Sprecherin: Wie funktioniert denn der Bewerbungsablauf?

    Olaf Diederichs | Stellvertretender Leiter Abteilung Sicherstellung der KV RLP: Das Verfahren ist so, dass wir auf der Homepage Informationen bereitgestellt haben, dazu gehören auch die Förderrichtlinie und ein Antragsformular, das sehr kurz gehalten ist, eine Seite. Der Arzt, der die Famulatur betreut, stellt den Antrag gemeinsam mit dem Famulus. Und wenn die Anträge eingehen, können wir innerhalb weniger Tage einen entsprechenden Förderbescheid dem Arzt zusenden.

    Sprecherin: Wie kommt die Förderung zum Studenten?

    Olaf Diederichs | Stellvertretender Leiter Abteilung Sicherstellung der KV RLP: Antragssteller, formal, ist unser Mitglied, der ausbildende Arzt. Und wir brauchen die persönlichen Daten des Famulanten, der dann die Förderung weitergereicht bekommt durch unser Mitglied. Wir müssen aus rechtlichen Gründen den Förderbetrag auf das Honorarkonto des Arztes buchen, der aber verpflichtet ist, diesen dem Studenten weiterzureichen.

    Sprecherin: Welche Praxen haben denn besonders große Chancen, dass ihr Famulant gefördert wird?

    Olaf Diederichs | Stellvertretender Leiter Abteilung Sicherstellung der KV RLP: Leider sind die finanziellen Mittel begrenzt. Wir haben die Möglichkeit, 40 Famulaturmonate zu fördern. Und wir werden ab dem Jahr 2014 die Vergabe dieser Mittel danach ausrichten, wo die Famulaturen stattfinden sollen, und dabei werden insbesondere die bevorzugt, die in Regionen geleistet werden sollen, die einen niedrigen Versorgungsgrad haben, also da, wo die Arztdichte schon jetzt geringer ist im Lande. Dadurch, dass es schnell ins Laufen kommen sollte, hatten wir die Zeit nicht, ein Vergabeverfahren, wie es zukünftig vorgesehen ist, durchzuführen. Und in dem ersten Schritt, nicht zuletzt um es auch bekannt zu machen, wurden die Famulaturen nach einem anderen Schema gefördert und zwar: Wer als erster den Antrag gestellt hatte, wurde in diesem einmaligen Durchgang auch bevorzugt berücksichtigt.

    Sprecherin: Vielleicht können Sie nochmal kurz erzählen, was das Ziel der Famulaturbörse ist.

    Olaf Diederichs | Stellvertretender Leiter Abteilung Sicherstellung der KV RLP: Ziel der Famulaturbörse langfristig ist natürlich die Stärkung der hausärztlichen Versorgung. Wir haben bislang schon zahlreiche Förderangebote, wie die finanzielle Förderung der Weiterbildung. Aber wir haben erkannt, dass die Entscheidung zu einer hausärztlichen Tätigkeit wesentlich früher fällt als in der Weiterbildung. Das heißt: Schon im Studium überlegen sich die Studenten, was sie später machen wollen. Und wir möchten Studenten für diese Tätigkeit interessieren. Es ist in der Vergangenheit viel geschrieben worden über Landarztpraxen, aber es hat sich auch gezeigt, dass viele Studenten gar kein klares Bild davon haben, was in einer Landarztpraxis passiert, was dort zu tun ist. Und um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, dient auch dann die Famulatur in der Hausarztpraxis. Und um Hindernisse wie Fahrtkosten zu beseitigen möchten wir das unterstützen mit einer Famulatur, damit dann auch eine Bindung zu der Praxis bestenfalls entsteht und in weiteren Ausbildungsschritten der Kontakt nicht abreißt.

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KV RLP hat neues Logo Vorschau: KV RLP hat neues Logo Neues Design und neue Farben
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KV RLP hat neues Logo

Die KV RLP präsentiert sich seit dem 1. August 2013 im neuen Design und mit neuen Farben.
  • Sprecherin: Das ist das neue Logo: ein zusammengesetztes Quadrat, das sowohl die Identität der KV Rheinland-Pfalz als starke Vereinigung versinnbildlicht, als auch die Einheiten der KVen unter dem Dach der KBV darstellt. Das Fusionslogo ist abgelöst. Und mit dem neuen Corporate Design heißt es dann auch nicht mehr "die vereinte KV Rheinland-Pfalz", sondern "die eine", mit einem brandneuen, offeneren und fortschrittlicheren Corporate Design. Ab August 2013 gibt es alles nur noch mit dem neuen Logo. Klar und ohne Schnörkel, das neue Design zeigt die KV Rheinland-Pfalz als modernes Unternehmen mit Engagement, Kompetenz und Serviceorientierung.

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Das erste Jahr eigener Praxis Vorschau: Das erste Jahr eigener Praxis Dr. Vanessa Jürgens bereut ihren Schritt nicht – ganz im Gegenteil
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Das erste Jahr eigener Praxis

"KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat 2012 zwei Ärzte auf dem Weg in die Niederlassung begleitet. Ein Jahr danach schaut das Filmteam noch einmal vorbei. Wie ist es den Ärzten ergangen? Hat sich ihr Traum von der eigenen Praxis erfüllt?
  • Sprecherin: Vanessa Jürgens hat im April 2012 den Praxissitz ihrer Mutter im rheinhessischen Nackenheim übernommen. Zusammen mit ihrem Kollegen arbeitet sie in der internistischen Hausarztpraxis.

    Dr. Vanessa Jürgens: Es war ganz süß, dass ganz zu Beginn mir ganz viele zur Praxiseröffnung, zum Neueinstieg richtig gratuliert haben und Blumen gebracht haben und Geschenke gebracht haben. So wie sie meine Mutter verabschiedet haben, haben sie mich auch willkommen geheißen. Und es ist sicher immer so ein bisschen der Vergleich, das habe ich ja auch in den zwei oder eineinhalb Jahren davor gemerkt, dass man natürlich auch seine eigene Marke setzen muss. Denn wenn die Patienten dreißig Jahre an einen Arzt gewöhnt sind, dann ist so eine Umstellung immer auch ein Einschnitt. Aber ich glaube, dass das bei den meisten Patienten gut geklappt hat, und da kriege ich auch positive Rückmeldung.

    Sprecherin: Es war ein sanfter Übergang für Mutter und Tochter, denn Vanessa Jürgens hat ihre Weiterbildungsassistentenzeit dort absolviert. So konnte sie die Patienten kennenlernen und auch alles, was sonst noch zum Alltag einer Praxis gehört.

    Dr. Vanessa Jürgens: Man wächst da so rein ins Abrechnungswesen, sowohl über die gesetzlichen Kassen als auch über Privatkassen. Das sind ja einfach erstmal Ziffern, die man lernen muss, und Vorschriften und, was man wie beachten muss. Und ich bin sicherlich noch nicht perfekt, aber man hat sich über das Jahr da reingearbeitet. Und wir haben ein langjähriges Stammpersonal. Die machen da auch eine wirklich sehr gute Zuarbeit. Gott sei Dank.

    Sprecherin: Trotzdem: Rat und Unterstützung brauchte man schon.

    Dr. Vanessa Jürgens: Es gibt ja diese KV-Lotsen, die in allererster Linie auf mich zugekommen sind. Ganz zu Beginn habe ich dann gesagt: Eigentlich brauche ich das nicht, ich habe das ja schon irgendwo so ein bisschen mit der Muttermilch aufgesogen und mitbekommen. Und dann kamen wir eben doch an den Punkt, dass ich das erste Mal eine Abrechnung in Papierform vor mir hatte, die Post von der KV, und habe dann auf viele, viele Zahlen geguckt und gesagt: Was ist das? Und was soll mir das jetzt sagen? Und dann habe ich da schon den Kontakt gesucht und sie haben mir das dann noch mal erklärt, einfach so die statistischen Aufteilungen, die man dann bekommt. Was ich aber gemacht habe, immer natürlich vorweg mit Erlaubnis der Patienten, dass ich mitunter auch meine Mutter mal konsiliarisch beratend gefragt habe.

    Sprecherin: Ein Jahr voller Erfahrungen mit der Erkenntnis, dass man als Selbstständige mit Kindern eine gute Selbstorganisation braucht, um dann flexibel zu sein.

    Dr. Vanessa Jürgens: Also der Tag startet einfach schon ganz früh um fünf mit dem Wecker, weil ich um sieben Uhr hier anfange, zu arbeiten. Aber das klappt gut. Es klappt so gut, dass ich da fast Werbung für machen möchte, besser als in der Klinik. Ich bin unheimlich froh, dass ich nicht mehr Schichtdienst arbeiten muss, dass ich keine Nachtdienste, keine Wochenenddienste mehr habe und dass die Arbeitszeiten in der Selbstständigkeit ja relativ, ich sage mal, wenn wirklich Not am Mann ist, flexibel einteilbar sind.

    Sprecherin: Selbstständig in eigener Praxis: für die hausärztliche Internistin der absolut richtige Schritt. Aber ein Schritt, auf den man sich gut vorbereiten sollte.

    Dr. Vanessa Jürgens: Wenn man nicht so wie ich im Vorfeld viel von zu Hause mitbekommen hat, würde ich auf jeden Fall den Tipp geben wollen, dass man sich frühzeitig auch wirklich den Rat einholt, dass man erstmal reinschnuppert. Ich glaube, gerade im hausärztlichen Bereich, es geht ja immer wieder durch die Presse, dass der Job gerade nicht sehr gefragt ist. Ich finde es ist ein total schönes Arbeiten. Man muss es vielleicht mal mitgemacht haben, damit man sieht, was es bedeutet, so zu arbeiten. Dann sollte man früh bei der KV anfangen, Hilfe zu holen, weil die Bürokratie, die im Vorfeld stattfindet, schon eine sehr große und erhebliche ist und das Beratungsangebot auch da ist. Aber ansonsten einfach mutig drauf zu. Es macht Spaß.

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Bilanz nach einem Jahr Vorschau: Bilanz nach einem Jahr KV-TV besucht den Gynäkologen Dr. Marko Groth
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Bilanz nach einem Jahr

"KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat 2012 zwei Ärzte auf dem Weg in die Niederlassung begleitet. Ein Jahr danach schaut das Filmteam noch einmal vorbei. Wie ist es den Ärzten ergangen? Hat sich für Dr. Marko Groth der Traum von der eigenen Praxis erfüllt?
  • Sprecherin: Marko Groth ist Frauenarzt. Er hat im Juli 2012 die Praxis eines Kollegen in der Mainzer Innenstadt übernommen.

    Dr. Marko Groth:  Es war sehr aufregend, natürlich. Alles ist natürlich völlig anders als die Klinikarbeit. Es fängt an mit der Rundumversorgung der Patienten, die ja nicht nur mit einem Problem kommen, sondern mit mehreren. Es war also schon am Anfang schwierig über das Kennenlernen hinaus erstmal zu sondieren, was ist wichtig und was steht hinten an. Aber es ist die richtige Entscheidung gewesen, es ist sehr schön, zu sehen, dass man doch mit sehr vielen verschiedenen Aspekten der Frauenheilkunde jeden Tag zu tun hat – Sei es die Geburtshilfe, die Onkologie oder auch die Krebsvorsorge.

    Sprecherin: Der Frauenarzt hat lange im Krankenhaus gearbeitet. Aber er hatte schon immer den Traum einer eigenen Praxis.

    Dr. Marko Groth: Wir haben uns ja eigentlich viel Zeit genommen für die Existenzgründung, das heißt ein ganzes Jahr. Aber ich würde fast sagen, das ist insgesamt zu wenig Zeit gewesen. Also, dass man quasi wirklich schon ein Jahr vorher Praxisalltag kennenlernt, sich mit den administrativen Dingen vertraut macht, mit der KV die Gespräche führt, da eben schon alles in die Bahnen lenkt, was die Dokumente angeht. Und dass man dann wirklich ein Jahr Zeit hat, sich um die wirtschaftlichen Aspekte zu kümmern. Das sollte man nicht zu knapp bemessen.

    Sprecherin: Marko Groth schätzt als Selbstständiger vor allem die Flexibilität. Auch wenn die Praxisarbeit viel Organisationstalent verlangt.

    Dr. Marko Groth: Man muss jetzt natürlich schon sagen, dass die Praxis auch nicht bedeutet, dass man unbedingt früher zu Hause ist oder auch sehr viel mehr Zeit hat. Man nimmt natürlich viel Arbeit mit nach Hause, das heißt die ganzen Eingaben, die ganzen Abrechnungen, alles das, was man mit den Patienten besprochen hat, möchte auch zu Papier gebracht werden. Und das wird dann natürlich am Abend gemacht. Wir haben einen Home-Office-Platz, sodass wir da die Arbeit mit nach Hause nehmen können. Aber ich sage mal, dass wir die Woche über nicht viel mehr Zeit haben als früher. Aber es ist schön, dass man sich die Arbeit aufteilen kann, auch am Wochenende. Man muss auf nichts verzichten.

    Sprecherin: Eine große Hilfe, seine Frau. Die Zwei schmeißen den Praxisalltag zusammen.

    Dr. Marko Groth: Wir ergänzen uns prima. Meine Frau hat ein unheimlich gutes  Organisationsgeschick, also mit den Patienten kommt sie sehr gut zurecht und weiß das dort immer mit viel Charme auch zu managen, weil ja nicht immer Patienten nur mit Termin kommen, sondern auch jemand dazwischen und das klappt immer wunderbar. Sie hat das kaufmännische Know-how mitgebracht. Sie ist viel mehr als nur eine Sprechstundenangestellte, sie ist sozusagen das wirtschaftliche Zentrum unserer Praxis.

    Sprecherin: Unklarheiten, Fragen, Unterstützung: Praxis Groth wusste immer, wo die richtigen Ansprechpartner zu finden sind.

    Dr. Marko Groth: Da haben wir einen sehr guten Kontakt mit der KV und da können wir jeder Zeit anrufen, machen davon auch häufig Gebrauch, und bekommen da immer schnelle und kompetente Hilfe, sodass wir da optimal, auch in abrechnungstechnischen Fragen, beraten sind. Da, muss ich sagen, gab es noch nie Probleme. Auch bei Privatpatienten arbeiten wir mit einer Verrechnungsstelle zusammen, auch dort kann man sich immer hilfesuchend hinwenden und es gibt überhaupt keine Probleme.

    Sprecherin: Marko Groth hat seinen Platz gefunden, selbstständig in eigener Praxis, genauso wie er es seit seinem Studium wollte.

    Dr. Marko Groth: Wir sind jetzt genau da, wo wir sein wollten, und es macht sehr viel Spaß. Wir haben die Patienten sehr lieb gewonnen, auch von Patientenseite. Man lernt jeden Tag dazu, das hatte ich ja auch zu Anfang gesagt. Aber auch da haben wir ein gutes Verhältnis mit den Kliniken hier in der Umgebung und das läuft auch wunderbar.

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Berufliche Kooperationen Vorschau: Berufliche Kooperationen Experten der KV RLP geben Tipps zu Kooperationsmöglichkeiten
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Berufliche Kooperationen

Gemeinschaftspraxis, MVZ, Jobsharing: Ärztliche Kooperationen bieten nicht nur Perspektiven zur wirtschaftlichen Stärkung der niedergelassenen Praxen, sondern sie erhöhen auch deren Attraktivität. In Zukunft wird das für den Marktwert ein immer entscheidenderer Faktor. Wie man die passende Kooperationsform findet und welche Fallstricke es zu vermeiden gilt, das wissen die Experten der KV RLP.
  • Sprecherin: Formen der Zusammenarbeit in der Arztpraxis gibt es einige. Je nach Gusto und Bedürfnis bringen sie unterschiedliche Vorteile mit sich, zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten oder ein geringeres finanzielles Risiko bei der Niederlassung. Wie und in welcher Form man zusammen kommt, will gut überlegt sein.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Kooperationen rentieren sich in der Regel, wenn sie sauber gestaltet werden, von der wirtschaftlichen Seite her immer. Der Einstieg eines Partners in eine bestehende Praxis erfordert natürlich eine entsprechende Größenordnung, damit beide davon leben können. Und für den einsteigenden Partner ist es natürlich wichtig, in der Regel jüngere Leute mit Familie und noch entsprechenden Vorhaben, auch privat, dass hier aufgrund der halben Praxis oder der Teilung der Praxis oder wie auch immer eine entsprechende wirtschaftliche Situation dargestellt werden kann.

    Sprecherin: Praxisgemeinschaft, Berufsausübungsgemeinschaft, Jobsharing: Es gibt viele Möglichkeiten. Die KV Rheinland-Pfalz hilft bei der Entscheidungsfindung.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Zum einen melden sich Ärzte, die Kooperationsformen suchen für den Einstieg, also für den Berufsbeginn in der Selbstständigkeit. Zum anderen melden sich auch Ärzte, die Teilhaber suchen, Praxen abgeben möchten oder Kooperationen suchen. Die sprechen dann zuerst die Zulassungs- und Kooperationsberatung an, werden dort aufgelistet und gegebenenfalls vermittelt. Und wenn dann ein konkretes Modell ausgearbeitet ist, wie das laufen könnte, was jetzt formal umsetzbar ist, dann kommen sie in die betriebswirtschaftliche Beratung und man fasst das Ganze in Zahlen und prüft die Wirtschaftlichkeit und inwiefern es sich für beide Parteien oder alle beteiligten Parteien rechnet, ob es einen Vorteil gibt.

    Sprecherin: Dabei sind die Möglichkeiten in der Niederlassung heutzutage vielfältig. Es gibt so viele Variationen und Ausrichtungen von Kooperationen, dass nahezu jedes Anforderungsprofil erfüllt werden kann. Klar, das geht nicht von heute auf morgen. Der Schritt in die richtige Kooperationsform will geplant sein.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Wenn es nur um eine Jobsharing-Partnerschaft geht, ist es formal relativ einfach. Wenn es um die Fusion geht, müssen da natürlich längere Planungsfristen berücksichtigt werden. Es müssen auch formale Fristen, Sitzung des Zulassungsausschusses, Ausschreibungsfristen beachtet werden. Grundsätzlich kann man sagen, man sollte mindestens ein Jahr, eher etwas länger, einplanen bis zum Zeitpunkt, dass es dann wirklich realisiert wird.

    Sprecherin: So verschieden auch die Motive von Ärzten und Psychotherapeuten sein mögen, die sich für eine Kooperation interessiere: Es gibt klare und rationale Argumente für und einige wenige dagegen. Die Experten der KV Rheinland-Pfalz versuchen, genau das zusammen mit den Interessierten herauszuarbeiten.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Wir bieten die Beratung an, Zulassungs- und Kooperationsberatung, auch mit der Begleitung über mehrere Termine, Nachfragen, bis hin zum Zulassungsausschuss. Und bieten natürlich auch die betriebswirtschaftliche Beratung begleitend an, auch bei sich ändernden Bedingungen. Wir können die Modelle, die gerechnet wurden, auch nochmal modifizieren und andere Dinge berechnen. Wir begleiten die Ärzte dann nicht nur in dieser Phase, sondern auch noch später, dass wir sagen, wir machen noch eine Art Controlling oder prüfen nach, ob die Plandaten dann auch erreicht wurden.

    Sprecherin:  Für den Experten ist bei der Frage nach der richtigen Kooperationsform vor allem eines wichtig.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Zunächst müssen einmal die Charaktere zusammenpassen. Es muss eine gemeinsame Philosophie herrschen. Und es müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Wenn die ersten beiden Punkte nicht erfüllt sind, macht das ganze schöne Geld keinen Spaß mehr und es wird auch nicht langfristig halten. Die Kooperation wird ja oft mit der Ehe verglichen, da ist viel Wahres dran. Und eine Ehescheidung ist nicht die schönste Sache, insofern kann man sich auch vorstellen, dass, wenn es in einer Kooperation auseinandergeht, hier ähnliche Probleme auftreten.

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Angestellter in der Praxis Vorschau: Angestellter in der Praxis Anstellung als Alternative zur eigenen Praxis
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Angestellter in der Praxis

Eine Praxis zu führen, bedeutet nicht nur Eigenständigkeit und Flexibilität, sondern auch hohe Investitionskosten und wirtschaftliche Verantwortung. Für Ärzte, die das nicht wollen, aber trotzdem ambulant tätig sein möchten, bietet die Anstellung eine gute Alternative. Dr. Herbert Lutz aus Ludwigshafen hat eine Ärztin angestellt. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat die Praxis besucht.
  • Sprecherin: In Ludwigshafen führt Dr. Herbert Lutz seine allgemeinmedizinische Praxis schon in der zweiten Generation. Bei ihm angestellt ist Dr. Sylvia Thoma.

    Dr. Sylvia Thoma | Fachärztin für Allgemeinmedizin: Ich bin nicht so dieser mutige Mensch, der sich traut, diesen Schritt in die Selbstständigkeit zu machen. Ich möchte mich mit sowas einfach nicht beschäftigen. Die Idee war ja da am Anfang. Ich habe auch gedacht, ich mache eine eigene Praxis und mich selbstständig und so, aber was ich so mitbekommen habe, womit man sich beschäftigen muss, da habe ich dann letztendlich gesagt, das mache ich doch nicht. Die Zeit habe ich auch einfach nicht.

    Sprecherin: Ursprünglich war die Praxis von Dr. Lutz eine Berufsausübungsgemeinschaft. Als die Partnerin ausstieg, wurde dann daraus wieder eine Einzelpraxis mit Sylvia Thoma als angestellter Ärztin.

    Dr. Herbert Lutz | Facharzt für Allgemeinmedizin: Sie hat anfangs die wirtschaftliche Verantwortung etwas gescheut. Dann haben wir das Ganze mit viel Mühe umgeändert und haben eine Kooperation dahin getroffen, dass sie keine wirtschaftliche Verantwortung tragen muss als angestellte Ärztin.

    Sprecherin: Für Sylvia Thoma kam eigentlich auch gar nichts anderes in Frage. Sie fühlt sich in ihrer Rolle wohl.

    Dr. Sylvia Thoma | Fachärztin für Allgemeinmedizin: Also Nummer eins – gebe ich einfach zu: Ich muss mich um diesen betriebswirtschaftlichen Hintergrund überhaupt nicht kümmern. Natürlich bin ich auch verantwortlich für bewusstes Verschreiben, Regresse und diese ganzen Sachen im Hintergrund, dafür bin ich auch verantwortlich, ist natürlich klar, aber über Personalführung, betriebswirtschaftliche Themen, was wird angeschafft, was wird nicht angeschafft, da liegt doch die Hauptlast bei Herrn Lutz, und ich weiß, ich habe jeden Monat ein festes Gehalt auf meinem Konto und ich muss mich um nichts mehr kümmern und ich weiß, das Geld habe ich zur Verfügung. Und ich habe nichts mit Gewinn und Verlust und diesen ganzen Sachen zu tun. Das ist für mich einfach ein Vorteil.

    Dr. Herbert Lutz | Facharzt für Allgemeinmedizin: Die Verantwortung ist bei mir, mit allen Vorteilen und allen Nachteilen. Vorteile hat es. Du bist in deinen Entscheidungen einsam. Du kannst zumindest einsam sein, wenn du es willst. Du brauchst dich nicht abzudecken und abzuklären. Nachteile: Habe ich bis jetzt, glücklicherweise, noch keine erlebt.

    Sprecherin: Während also das wirtschaftliche Risiko bei Herbert Lutz liegt, teilt man sich die Arbeit mit den Patienten auf.

    Dr. Sylvia Thoma | Fachärztin für Allgemeinmedizin: Wir haben jeder seinen Patientenstamm. Inzwischen, nach sechs Jahren, ist das ja eigentlich klar. Wir markieren das in unserem Computer, wer zu wem gehen möchte, oder im Notfall kommt natürlich jeder Patient zu jedem. Es ist auch so, dass der eine mal auf Hausbesuchen ist und der andere macht dann Sprechstunde. Das ist auch öfters.

    Sprecherin: Für die Anstellung in der Praxis hat Sylvia Thoma ihren Job im Krankenhaus aufgegeben. Bereut hat sie das nie.

    Dr. Sylvia Thoma | Fachärztin für Allgemeinmedizin: Hier hat man einen viel engeren Kontakt zu den Patienten, weil es über Jahre geht. Das finde ich schöner. Man lernt die Familienstruktur kennen, man macht die Hausbesuche, weiß, wie es zu Hause aussieht, kriegt auch mal einen Kaffee. Man lernt die Lebensläufe kennen und das hat man in der Klinik ja kaum. Außer vielleicht in Ambulanzen, wo Leute über Jahrzehnte betreut werden. Das finde ich schöner. Also diese Lebensläufe, die ich hier so mitbekomme. Die Kinder, die man kennenlernt, die Großeltern. Das finde ich toll. Es macht Spaß.

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Vorsorge ernst nehmen Vorschau: Vorsorge ernst nehmen Die Präventionsinitiative 2013 der KVen
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Vorsorge ernst nehmen

Früherkennungsuntersuchungen werden immer noch zu wenig in Anspruch genommen. Deshalb starten die KVen jedes Jahr eine neue Präventionskampagne. Im Jahr 2013 stand besonders der "Checkup 35" im Fokus. Ziel war es, das Bewusstsein für die Gesundheit zu erhöhen – eine Aufgabe, die der Arzt den Patienten vermitteln muss, sagt KV RLP-Vize Dr. Peter Heinz
  • Sprecherin: Seit 2010 startet die Kassenärztliche Bundesvereinigung jedes Jahr eine Präventionsinitiative. Man will die Vorsorge dort verankern, wo die Versorgung stattfindet. Doch wenn der Patient sich gesund fühlt, ist der Schritt zur Vorsorge kein leichter.

    Dr. Peter Heinz | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV RLP: Normalerweise konsultiere ich einen Arzt, wenn ich ein Leid oder ein Leiden habe. Wenn es mir gut geht und ich mich meiner Gesundheit erfreue, habe ich es natürlich nicht so gerne, wenn unter Umständen diese Freude Gefahr läuft, getrübt zu werden. Und das als Anlass, einen Arzt aufzusuchen, erfordert schon eine gewisse Überwindung.

    Sprecherin: Uns geht es häufig einfach zu gut. Übergewicht und fehlende Bewegung, die Folgen merkt der Patient meistens zu spät.

    Dr. Peter Heinz | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV RLP: Wenn ich dann aus dieser gefühlten Gesundheit heraus den Arzt konsultiere im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung, werde ich natürlich auch auf Dinge hingewiesen, die ich erfolgreich verdrängt habe.

    Sprecherin: Gerade deshalb ist Vorsorge wichtig. Die besondere Beziehung zum Patienten ist hier für den Arzt ein Vorteil. Denn manchmal funktioniert die Erinnerung an die Vorsorge über einen Umweg.

    Dr. Peter Heinz | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV RLP: Man kann im familiären Kontext Familienangehörige ansprechen, wie es den Ehepartnern oder den Kindern geht. Und in dem Zusammenhang vielleicht an diese Untersuchungen, an diese möglichen Untersuchungen erinnern. Und wenn dann mal eine Hürde in diese Richtung überwunden ist, dann wird es auch gerne wahrgenommen. Aber von alleine wird es nicht funktionieren. Wir müssen uns anstrengen, die Patienten da zu erreichen.

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Praktikum Allgemeinmedizin Vorschau: Praktikum Allgemeinmedizin Pflichtpraktikum in der Allgemeinmedizin für Studenten
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Praktikum Allgemeinmedizin

Allgemeinmedizin ist bei Studierenden nicht besonders angesagt. Häufig, weil sie an der Uni nie damit in Berührung kommen. Dafür sorgt nun seit einigen Jahren das Pflichtpraktikum in einer Hausarztpraxis. Medizinstudentin Katharina Merz hat ihr noch einwöchiges Pflichtpraktikum in der Praxis von Dr. Friedel Rohr absolviert und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat Arzt und Studentin begleitet.
  • Katharina Merz: Ich heiße Katharina Merz und studiere an der Uni Mainz Medizin. Ich komme jetzt ins zehnte Semester und absolviere hier mein Pflichtpraktikum für die Allgemeinmedizin.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Mein Name ist Friedel Rohr. Ich bin Allgemeinmediziner hier in Framersheim im Herzen von Rheinhessen. Ich bin jetzt mittlerweile 25 Jahre niedergelassen in der Allgemeinmedizin, daneben mach‘ ich noch Notfallmedizin, bin leitender Notarzt hier für den Kreis und seit geraumer Zeit auch als Palliativmediziner hier im Bereich tätig. Mit der Ausbildung von Studenten habe ich schon sehr, sehr früh angefangen und das ist letztendlich das, was mir am meisten am Herzen liegt. Die vielen Vorteile der Allgemeinmedizin wirklich klar zu machen und den Studenten zu zeigen, dass Allgemeinmedizin eben nicht so ein kleines Fach ist, was man nur nebenher mal so machen kann, sondern ein sehr abwechslungsreiches Fach, wo es einem nie langweilig wird, wo man das ganze Spektrum der Medizin hat und einen sehr, sehr engen Kontakt zu den Patienten.

    Katharina Merz: Es geht hier alles ganz fix. Da kommt der nächste Patient und dann geht es schon weiter. Also es ist ein buntgemischtes Patientenklientel.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: So, das heißt in der Konsequenz, das einzige, wo wir bei ihr ein bisschen aufpassen sollten, ist das Cholesterin.

    Katharina Merz: So ähnlich habe ich mir das vorgestellt. Dass in Anführungsstrichen jedes Wehwehchen herkommt. Es kann mal etwas Schlimmes sein, es kann mal weniger schlimm sein. Und der Arzt entscheidet dann, ob weiter überwiesen wird an niedergelassene Spezialisten oder vielleicht sogar an das Krankenhaus. Es wird so ein bisschen selektiert und so stellt man sich das ja auch eigentlich vor.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Da sehen wir hier als erstes das Ruhe-EKG. Wir sehen, dass es relativ unauffällig und gleichmäßig ist, Herzrhythmus und Herzfrequenz von 90. Ich versuche das zu vermitteln, was wichtig ist im Umgang mit den Patienten. Es ist nicht wichtig, die neuesten Studien von irgendwelchen Medikamenten im Kopf zu haben. Es ist wichtig, auf einer menschlichen Ebene Kontakt zu den Patienten zu finden und über diese menschliche Ebene zu versuchen, eine gemeinsame Strategie zur Behandlung zu entwickeln. Machen Sie es gut, dann sehen wir uns morgen wieder. Tschüss.

    Katharina Merz: Und jetzt fahren wir nach Offenheim, oder?

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Nein, jetzt fahren wir zunächst mal nach Bermersheim, Bermersheim vor der Höhe.

    Katharina Merz: Was ist das für ein Patient?

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Es ist eine ältere Dame, auch allein stehend.

    Katharina Merz: Und Sie gucken jetzt generell, ob alles in Ordnung ist?

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Wir gucken, was so die Gesamtsituation ist, wie der Blutdruck ist, wie sich der Blutzucker verhält. Dass man dahin fährt und nach dem Herz guckt, Blutdruck misst, Wunden versorgt, Spritzen macht und, und, und. Was so die üblichen Dinge sind bei einem Hausbesuch. Das ist eine Art der Medizin, die geht in der Uniklinik total unter, weil es das da einfach nicht gibt.

    Katharina Merz: Es war unglaublich viel zu tun. Dr. Rohr hat wirklich keine Pause gemacht, hat zwischen Tür und Angel gegessen. Und ist wirklich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends auf Achse gewesen. Das ist schon stressig, muss ich sagen.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Was würdest Du dafür nehmen? Augentropfen?

    Katharina Merz: Was würden Sie jetzt sagen, ist es bakteriell oder viral?

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Ich gehe davon aus, es ist bakteriell. Also etwas, wo ein breites Spektrum an Antibiotikum drin ist.

    Katharina Merz: Man dringt sehr viel mehr in die Privatsphäre des Patienten ein. Und man bekommt aber auch mehr mit. Also man bekommt noch mehr Informationen über den Lebensstil und vielleicht auch über die Krankheit, wie der Patient im Alltag zurechtkommt. Man kann das erfragen, wenn der Patient in der Praxis ist, aber man sieht es einfach nicht. Und manche Sachen fallen dann auch unter den Tisch, die eigentlich wichtig wären. Und manche Patienten können ja auch einfach nicht mehr kommen, die haben keine Verwandten, die sie fahren könnten. Für sie ist es wichtig, dass der Allgemeinmedizin-Arzt zu ihnen nach Hause kommt.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Was hast Du gehört?

    Katharina Merz: Normales Atmen.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Vesikuläres Atemgeräusch.

    Katharina Merz: Genau. In der Uni, klar, da hört man mal drauf. Man bekommt da aber keine Routine drin. Und ich habe jetzt fünf, sechs Mal normale Lungen gehört und jetzt weiß ich auch, wie sich eine normale Lunge anhört. Und ich denke, das braucht man auch. Man kann es eben nicht aus Büchern lernen. Tut da irgendetwas weh? Ist auch alles ganz weich.

    Dr. Friedel Rohr | Allgemeinmediziner: Das spezielle Handwerk der Allgemeinmedizin, das unterscheidet sich doch in Vielem von dem, was man in der Uniklinik lernt, denn man muss mit wenig Mitteln sehr viel machen können. Und da ist ein ganz großes Manko, das merke ich immer wieder. Dass man eigentlich mit wenigen Dingen eine gute Diagnostik machen kann.

    Katharina Merz: Es ist immer spannend. Man bekommt ja Sachen zu sehen, die selbst für den Facharzt vielleicht schwierig sind. Man muss dann entscheiden, wie der Weg für den Patienten weitergeht. Man begleitet den Patienten einfach länger. Zum Beispiel ein Arzt im Krankenhaus, der sieht den Patienten eine Woche und dann ist er weg, aber er weiß nicht, wie es dem Patienten über einen langen Zeitraum geht, wie die Familie damit umgeht. Und der Allgemeinmediziner sieht dann auch die Erfolge, die langfristigen Erfolge. Das kann auch glücklich machen.

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Allroundtalent MFA Vorschau: Allroundtalent MFA Ein Einblick in die Arbeit einer medizinischen Fachkraft
  7:00  Minuten | 19 MB

Allroundtalent MFA

In der Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe für Frauen liegt der Beruf der Medizinischen Fachkraft (MFA) immer unter den Top Zehn. Engagierte Mitarbeiter in den Praxen sind gesucht. Die Fachkraft in der Praxis ist heute weit mehr als eine Sprechstundenhilfe. Neben der Arbeit mit Patienten ist vor allem auch verwaltungstechnisches Know-how gefordert. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" begleitet die 55-jährige Maike Schmitt bei ihrer Arbeit in einer gynäkologischen Praxis.
  • Meike Schmidt | MFA: Mein Name ist Meike Schmidt. Ich bin 55 Jahre und mein Beruf ist MFA – Medizinische Fachangestellte. Ich hatte 1976 bis 1978 bei einem Kinderarzt hier in Mainz gelernt. Danach bin ich dann zu seinem Internisten gewechselt und bin jetzt seit 19 Jahren in einer großen gynäkologischen Praxis tätig. "Achtung kalt, nicht erschrecken." Viele habe ich schon als Baby im Bauch erlebt, sozusagen. Und heute kommen sie als 17-, 18- Jährige das erste Mal zum Frauenarzt und da denke ich mir, ach guck mal, so lange bist du schon da. Die kennst du schon. Das ist einfach schön. Du hast also eine ganz nette Verbindung zu den Patienten. Wir fangen hier sehr früh an, um sieben Uhr bereits. Und die ersten 20 Minuten sind dafür, dass du alle Zimmer aufmachst, Computer hochfährst, auffüllst, alles richtest, Licht anmachst und so das Allgemeine eben. Dann läuft die Sprechstunde an und da musst du alles vorbereiten, musst den Patienten abfragen, wegen was er kommt, ob er zu einer Krebsvorsorge oder einer Schwangerschaftsvorsorge kommt, musst Laborsachen vorbereiten, musst Blut abnehmen, musst die Patienten reinbitten. Du musst am Ultraschall alles eingeben, die Objektträger beschriften. Du musst dann, wenn der Patient rauskommt, die gewünschten Überweisungen und Rezepte verordnen, vielleicht auch gleich neue Termine ausmachen. Dann möchte der Chef noch was und dann rennst du wieder rein. Also du bist immer in Action. Der Verwaltungsaufwand, würde ich sagen, ist doppelt so hoch geworden wie früher, weil ich etwa ein Drittel meiner Arbeitszeit im Büro verbringe, im Hintergrund sozusagen, um diese Dinge alle zu erledigen, die da gefordert werden. Das ist viel, viel höher als früher. Und natürlich auch die Ansprüche der Patienten, die sind auch höher geworden. Und dem musst du ja auch gerecht werden. Wir arbeiten ja mit ganz vielen Laboren zusammen, das musst du alles wissen. Der Arzt kommt raus und sagt, ruf mal da und da an. Du arbeitest viel, viel selbstständiger als früher, natürlich. Ach, und dann hat er mir auch hinten etwas geschickt, per E-Mail. Termine zum Eintragen. Mittlerweile sagen äußerst selten, höchstens noch die ganz, ganz alten Patienten "Sprechstundenhilfe". Also das hörst du nur von den Omas. Und ich glaube, die wenigsten wissen, was eine MFA ist. Arzthelferin, das ist noch so im Sprachgebrauch. Ich freue mich eigentlich jeden Tag, weil ich meinen Beruf sehr gerne mache, muss ich sagen. Ich brauche viel Ausgleichssport, das heißt: Ich ziehe mich um, nehme meine Nordic-Walking-Stöcke und lauf dann erstmal eineinhalb Stunden. Das brauche ich einfach.

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KV RLP-Lotsen Vorschau: KV RLP-Lotsen Der KV RLP-Lotsenservice unterstützt Niedergelassene
  7:00  Minuten | 15 MB

KV RLP-Lotsen

Das KV-System ist nicht so leicht zu durchdringen – selbst gestandene Vertragsärzte haben da ihre Probleme. Um gerade neu Niedergelassenen den Start zu erleichtern, wurde in Rheinland-Pfalz der KV RLP-Lotsenservice ins Leben gerufen. So hat jeder neu niedergelassene Arzt seinen persönlichen Ansprechpartner, der Auskunft gibt, Informationen recherchiert und den Kontakt zu Experten herstellt. KV-TV hat einen Lotsen bei seiner Arbeit begleitet.
  • Patrick Zink | KV RLP-Lotse: Mein Name ist Patrick Zink. Ich bin seit 2007 bei der KV, habe angefangen im Service-Center und habe mich dann auf diese neu erschaffene Stelle bei den Praxis-Lotsen beworben – und hatte dann auch das Glück, dass ich genommen worden bin. Seit 2012 gibt es jetzt die Lotsen. Wir hatten am Anfang zwei Monate die Möglichkeit, die ganzen Abteilungen in Form einer Hospitanz durchzugehen, und sind dann im April gestartet mit der ersten Beratung. Und jetzt laufen seit Ende Oktober, Anfang November die Zweitberatungen, wo die Ärzte dann wieder zu uns kommen und den Honorarbescheid erklärt bekommen. Das heißt, wenn Sie Fragen haben oder Anregungen haben, irgendetwas wissen möchten, dann können Sie mich gerne anrufen oder auch eine E-Mail schreiben. Das Tolle an der Arbeit für mich ist der direkte Kontakt mit den Ärzten und Psychotherapeuten, dass man es einfach mit ihnen durchsprechen kann.

    Ärztin: Wir haben ja schon miteinander telefoniert und da meinten Sie, es gibt die Beratung. Und die würde ich dann auch gerne in Anspruch nehmen.

    Patrick Zink | KV RLP-Lotse: Genau. Also wegen den Rezepten schau ich, dass Sie dann auch möglichst zeitnah einen Termin im Verordnungsmanagement bekommen, dass man das auch mal mit Ihnen durchspricht. Wir nehmen den Arzt quasi an die Hand, weisen ihn auf die wichtigen Sachen hin, dass er da am Anfang nichts vergisst. Wenn es zu kompliziert ist, dann kann auch mal die Fachabteilung einen Arzt zurückrufen, um das dann mit ihm abzustimmen. Und dann denken wir, dass wir den Arzt da gut unterstützen können. Sprechstundenbedarf sind ja so Sachen wie Pflaster und solche Kleinigkeiten, die Sie am Anfang auch immer vorrätig halten müssen. Haben Sie da vielleicht mal mit der Frau Müller gesprochen?

    Ärztin: Nein, auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, muss ich Ihnen ehrlich gestehen.

    Patrick Zink | KV RLP-Lotse: Wir gucken auch, dass wir die Ärzte bei den Formularen unterstützen können. Formularbestellschein haben Sie ja schon mitbekommen und, wie gesagt, ist hier der Bereich für die Psychotherapie. Wir versuchen, dass der Arzt so wenig Bürokratie wie möglich hat, weil seine Haupttätigkeit, die Behandlung von Patienten, soll nicht zu kurz kommen. Und da versuchen wir, ihn gut zu unterstützen.

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Arbeitsschutz in der Praxis Vorschau: Arbeitsschutz in der Praxis Berufsgenossenschaft gibt Tipps für eine sichere Praxis
  7:00  Minuten | 22 MB

Arbeitsschutz in der Praxis

Wenn es um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren geht, dann ist die Berufsgenossenschaft gefragt. Als gesetzliche Unfallversicherung hat die Berufsgenossenschaft nach §14 SGB VII die Aufgabe, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Präventionsberaterin Gertrude Federspiel von der Berufsgenossenschaft Karlsruhe berät Arztpraxen dazu, wie man den Anforderungen an die Sicherheit gerecht wird. KV-TV hat sie bei ihrer Arbeit begleitet.
  • Gertrude Federspiel | Präventionsberaterin Berufsgenossenschaft Karlsruhe: Meine Aufgabe als Präventionsberaterin ist, in die Praxen vor Ort zu gehen und diese Praxen zu beraten: Worauf kommt es an? Was muss ich tun, um betriebsärztlich und sicherheitstechnisch organisiert zu sein als Unternehmer? Welche Möglichkeiten habe ich? Welche Spielräume erlaubt mir das Gesetz? Die Aufgabe der Berufsgenossenschaft ist, Leistungen im Versicherungsfall zu erbringen. Wir sind ja eine gesetzliche Unfallversicherung. Damit aber die Anzahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten gering gehalten wird, haben wir natürlich selbstverständlich die große Verpflichtung, dass wir den gesetzlich vorgegebenen Arbeitsschutz überprüfen.

    Annette Weik-Scheuerer | Ärztin: Dann setzen wir uns alle zusammen vom Praxisteam und alle wissen Bescheid. Haben wir alles schön sauber? Ist alles ordentlich aufgeräumt? Hängen alle Plakate wie sie sein sollen? Und dann gucken wir, dass wir die Praxis bis dahin leer haben, bis jemand kommt, und dann läuft das.

    Gertrude Federspiel | Präventionsberaterin Berufsgenossenschaft Karlsruhe: Wenn ich in eine Arztpraxis reinkomme, ist das Erste der Empfangsbereich. Da achte ich dann schon mal ganz intuitiv auf die Beleuchtung. Dann gucke ich auf die Ergonomie am Arbeitsplatz, sprich: Ist der Bildschirmarbeitsplatz der Bildschirmverordnung gerecht? Die Entfernung vom Bildschirm ist ganz wichtig, das sollten 90 Zentimeter sein, das macht sie schon richtig hier. Wen haben Sie von außen damit beauftragt, die Praxis hier zu betreuen?

    Annette Weik-Scheuerer | Ärztin: Außer unserem Betriebsarzt, den wir vom Krankenhaus Bruchsal haben, haben wir bis jetzt noch niemanden.

    Gertrude Federspiel | Präventionsberaterin Berufsgenossenschaft Karlsruhe: Hygienische Händedesinfektion: Womit? Dauer der Einwirkzeit des Desinfektionsmittels? Wie wird es verwendet? Wann kommt es zur Anwendung? Und wer ist verantwortlich? Ja, das ist so, wie Sie es für sich gemacht haben, auch in Ordnung. Dann gehe ich weiter und schaue mir das Labor an. Wird eine saubere Trennung zwischen reinem und unreinem Bereich gemacht? Wert lege ich auch stark auf die Art der Desinfektion, die durchgeführt wird. Also Sie machen die vorgeschriebene Wischdesinfektion und keine Sprühdesinfektion. Sie machen es also richtig. Dann achte ich immer auf diese sicheren Nadelsysteme und Abwurfbehälter, ob diese vorhanden sind, auf den Fußboden, wie ist die Beschaffenheit des Fußbodens? Dass es da keine Rutschgefahr gibt, keine Stolperschwellen gibt, dass der Fußboden praxisgeeignet ist. Dann achte ich auch auf den Brandschutz, auf die Beschaffenheit und das Vorhandensein von Flucht- und Rettungswegen. Dann ganz wichtig auch, dass ein Erste-Hilfe-Koffer vorhanden ist, auch in einer Arztpraxis ist das Voraussetzung. Dass die BGV A3 Prüfung eingehalten wird, neben Medizinprodukten alle anderen Geräte, die mit dem elektrischen Strom in Verbindung stehen entsprechend gewartete sind. Also aktuell ist die Situation so, dass die Praxen nicht wirklich betriebsärztlich und sicherheitstechnisch aufgestellt sind, so wie es das Gesetz fordert. Was nicht heißen will, dass sie das nicht leben oder machen, es ist aber nicht den gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen entsprechend umgesetzt. Man macht sich nicht so wirklich die richtigen Gedanken und setzt die Schritte, die gefordert sind, wie Gefährdungsbeurteilung, betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung so um, wie es eigentlich sein sollte.

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Hilfe aus einer Hand Vorschau: Hilfe aus einer Hand Pflegestützpunkte unterstützen die Zusammenarbeit mit Ämtern, Behörden und Hausärzten
  7:00  Minuten | 16 MB

Hilfe aus einer Hand

KV-TV hat Holger Kurz vom Pflegestützpunkt in Landau besucht. Ob Hilfestellung bei den Pflegestufen, Umbau in Haus und Bad oder der Antrag auf Sozialhilfe – er kennt die Fragen, die auf die Angehörigen im Ernstfall einstürzen.
  • Sprecherin: Pflegebedürftigkeit geht uns alle an, denn sie kann jeden treffen. Aber was kann man tun? Kaum einer kennt sich mit den Richtlinien und Anträgen aus. Gut, dass es da eine Institution gibt, die den Überblick behält, die Pflegestützpunkte. Holger Kurz arbeitet beim Pflegestützpunkt in Landau. Er kennt die Fragen, die auf die Angehörigen im Ernstfall einstürzen.

    Holger Kurz | Pflegestützpunkt Landau: Nehmen wir sie heim, weil wir es der Oma versprochen haben? Sie im häuslichen Bereich zu pflegen, kann ich das überhaupt bewerkstelligen? Bin ich selbst berufstätig? Und da kommen schon die ersten Fragen im Krankenhaus. Was passiert wann? Und dann kommen wir und helfen mit Rat und Tat, was hier alles möglich ist. Man muss nicht gleich jemanden in ein Pflegeheim verbringen. Es besteht auch die Möglichkeit einer 24-Stunden-Pflege zu Hause. Es besteht die Möglichkeit der Pflegedienste, die hier in Landau agieren, sowie Nachbarsleute.

    Sprecherin: Ob Hilfestellung bei den Pflegestufen, Umbau in Haus und Bad oder Antrag auf Sozialhilfe: Pflegebedürftigkeit bedeutet einen Wust an Anträgen. Kaum ein Hausarzt kann den Überblick noch behalten. Der Allgemeinmediziner Arvid Lepére aus Landau ist daher froh, dass es die Experten vom Pflegestützpunkt gibt.

    Dr. Arvid Lepére | Hausarzt in Landau: Mein Problem war bisher, mich da selber durchzuwühlen. Und ich bin richtig glücklich, dass ich jetzt sagen kann: Hier ist die Adresse, bitte gehen Sie dahin. Die regeln das. Was machen wir jetzt? Also ich kann mich auf meine wesentliche Arbeit konzentrieren und darin liegt die große Erleichterung.

    Holger Kurz | Pflegestützpunkt Landau: Sie möchten eine Beratung haben? Gerne. Ich schau gerade nach, ob ich Zeit für Sie hätte. Kleinen Moment, bitte.

    Sprecherin: Im Schnitt machen Holger Kurz und seine Kolleginnen vier bis fünf Hausbesuche pro Tag. Jeder Fall ist da anders, jeder Patient, jede Familiensituation. Auf alle diese unterschiedlichen Konstellationen können die Experten vom Pflegestützpunkt eingehen. Ihr Netzwerk macht es möglich. Und sie sind gefragt als Ratgeber für alle.

    Holger Kurz | Pflegestützpunkt Landau: Wir kriegen schon ziemlich viele Rückfragen von den Arzthelferinnen. Wie können wir das verordnen? Gibt es hier eine Grenze? Kann die Gesetzliche Krankenkasse das überhaupt noch bezahlen? Was für Möglichkeiten haben wir? Und da sind wir quasi zur Stelle. Sabine, ich wollte noch gerade über einen Fall mit dir sprechen, von dem Patienten aus Landau-Wollmesheim, da geht es um den SGB V-Bereich wo die Behandlungspflege von dem Hausarzt beantragt wurde, wo die Krankenkasse gesagt hat, sie können diese Stoma-Vorsorge hier nicht bezahlen.

    Sprecherin: Pflegestützpunkte, das bedeutet Hilfe aus einer Hand, direkt, ohne Umwege.

    Holger Kurz | Pflegestützpunkt Landau: Wir betreuen den Fall von Anfang an bis zum Schluss, alles Organisatorische, natürlich mit Einverständnis des Patienten, den Angehörigen sowie den Hausärzten.

    Dr. Arvid Lepére | Hausarzt in Landau: Ich sage: Wendet euch dahin. Das tun die meisten dann auch sehr dankbar. Und ich merke dann bei meinen Hausbesuchen und bei der Regulierung der Dinge, dass das gut funktioniert.

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QR-Kodes Vorschau: QR-Kodes Welche Informationen stecken hinter den schwarz-weißen Feldern?
  7:00  Minuten | 10 MB

QR-Kodes

Schon entdeckt? Beim Lesen der KV PRAXIS fallen die schwarz-weißen Felder auf. Der QR-Kode (Abkürzung für englisch Quick Response) ist eine Methode, Informationen so aufzuschreiben, dass diese besonders schnell maschinell gefunden und eingelesen werden können. Alles, was man dafür braucht, ist eine App zum Lesen.
  • Sprecherin: Er ist auf der Suche nach kleinen, verwirrend gemusterten Quadraten. Schwarz auf weiß leuchten sie einem entgegen: Ein Muster wie ein Schachbrett, nicht gleichmäßig, eher anstrengend zu betrachten. Diese Quadrate können sich überall befinden, in der ganzen Stadt. Und er weiß, wo. Was dieses Muster einem sagen will? Tja, man kann den Kode nur entschlüsseln, wenn man ein Smartphone hat und eine Lese-App. Die quadratische Matrix ist der QR-Kode. QR steht für "Quick Response" und das bedeutet "schnelle Antwort". In dem Bild eines QR-Kodes können rund 8.000 Dezimalziffern oder rund 4.300 alphanumerische Zeichen kodiert werden. Das entspricht in etwa 27 SMS oder einer kleinen Kurzgeschichte. Es lässt sich also eine ganze Menge Informationen in diese Kästchen packen. Mit der Kamera wird das Muster gescannt, das Programm übersetzt es und zeigt so die verschlüsselten Informationen an. Das mühsame Abtippen entfällt. So bieten QR-Kodes eine Abkürzung von der analogen Welt ins Netz und den unterschiedlichsten Internetangeboten. Das können Seiten, Formulare, Gutscheine, Tickets oder Videos sein.

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Diabetes-Schwerpunktpraxis Vorschau: Diabetes-Schwerpunktpraxis Zu Besuch in einer Schwerpunktpraxis
  7:00  Minuten | 20 MB

Diabetes-Schwerpunktpraxis

Die Disease-Management-Programme (DMP) sind seit 2001 im § 137 des StGB festgelegt. Der erste DMP-Vertrag in Rheinland-Pfalz wurde 2003 zum Diabetes mellitus Typ 2 geschlossen. Fast zehn Jahre Erfahrung – Grund genug für KV-TV, bei einer Schwerpunktpraxis vorbei zu schauen.
  • Stephan Maxeiner | Diabetologe: DMP sind Programme, die uns Regeln vorgeben, wie wir strukturiert Patienten versorgen. Es geht da weniger um die medizinische Behandlung als um Grundlagen, wann Termine vergeben werden, wie organisatorische Dinge laufen, Abrechnungsregeln und dergleichen geregelt wird. Die DMP-Programme haben dazu geführt, dass mehr Patienten in frühen Diabetesstadien zu uns geschickt werden. Vorher waren die Schwerpunktpraxen die Praxen für Patienten, wo der Hausarzt nicht mehr weiter wusste, die zu uns kamen. Jetzt kommen Patienten früher im Rahmen ihrer Erkrankung zu uns, primär für die Schulung. Das ist ein großer Vorteil, dass, was wir immer gefordert haben, dass die Patienten dann, wenn noch Möglichkeiten bestehen, über Lebensstilfaktoren, die die Krankheit beeinflussen, die Patienten dann bereits zu einer spezialisierten Schulung kommen. Und das kann bereits der normale Hausarzt nicht leisten, weil der nicht das entsprechende Personal, einen Schulungsraum, Strukturen und Prozesse dafür hat, die schon aufwändig sind und für die man viele Patienten braucht, um das zu machen. Wir predigen Empowerment, das heißt wir müssen den Patienten in Stande setzen, seine Krankheit selbst zu behandeln. Und das tut er ja auch selbst, denn ob er sich bewegt, ob er isst, ob er seine Tabletten nimmt, das entscheidet er selbst und er macht es selbst. Und da haben wir wenig Einfluss drauf. Und unserer Aufgabe ist, ihm das zu vermitteln. Dafür haben wir die nötigen Mitarbeiter, Strukturen und das ist natürlich schon eine wesentliche Änderung, wo man aber auch ständig mit dem Patienten arbeiten muss, ihn immer wieder motivieren: Früher das Fahrrad wieder herauszuholen, den Winterspeck wieder abzunehmen, jedes Jahr aufs Neue.

    Haben Sie irgendwelche Komplikationen oder Probleme gehabt im letzten viertel Jahr mit Ihrem Zucker? Dass der Zucker zu niedrig war …?

    Patientin: Ja, ganz kurz aber immer nur. Meistens nachmittags, wenn ich vom Mittagsschläfchen aufstehe.

    Stephan Maxeiner | Diabetologe: Der Patient ist natürlich im Zentrum. Um den geht es ja primär. Was jetzt günstiger ist, dass eine Kooperation zwischen Hausarzt und der Schwerpunktpraxis organisiert wird. Es gab zwar in den Strukturverträgen vorher auch schon Schnittstellen, aber jetzt wird der Hausarzt im DMP aufgefordert, Patienten dann auch einer Schulung zuzuführen und die Versorgung entsprechend zu machen. Dazu gehören die Faktoren, wie sie im Gesundheitspass gefordert sind: Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, HB1C-Wert, weitere Laboruntersuchungen, Nierenfunktion und so weiter, Fußuntersuchung. Und das wird im DMP-Bogen dementsprechend dokumentiert – die Befunde, die dabei erhoben werden, und ob eine Intervention erforderlich ist oder nicht.

    Patientin: Das ist natürlich ein beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, man ist in den Untersuchungen. Und dann hat man das Gefühl, wenn alles gut ist, ist man wieder zufrieden und macht so weiter wie vorher.

    Stephan Maxeiner | Diabetologe: Das System ist sehr träge, weil es ja über das Bundesversicherungsamt geregelt wird. So fehlen zum Beispiel neue Medikamente, die seit Jahren auf dem Markt gegeben werden – können auf diesem Bogen aber gar nicht dokumentiert werden, weil es noch nicht gelungen ist, das da mit zu integrieren. Die Menge der Bürokratie könnte etwas reduziert werden: also der administrative Verwaltungsaufwand mit Erfassen der Daten in den entsprechenden Formularen, Weitergabe, da sehr schwierig. In Rheinland-Pfalz ganz speziell würde ich mir erheblich wünschen, dass wir nicht zwei DMP mit der AOK und mit den anderen Kassen hätten, sondern dass es irgendwie gelingen würde, ein DMP für alle zu machen und das hinzukriegen.

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BDZ Saarburg Vorschau: BDZ Saarburg Bessere Patientenversorgung außerhalb der Praxisöffnungszeiten
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BDZ Saarburg

Die Bereitschaftsdienstzentralen versorgen Patienten, die kurzfristig erkranken und normalerweise vom Hausarzt behandelt werden müssten. Die BDZ am Saarburger Kreiskrankenhaus St. Franziskus ist zuständig für die Verbandsgemeinden Konz, Saarburg und Kell am See.
  • Dr. Frank Wiß | Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Es waren die Verbandsgemeinden Konz, Saarburg und Kell am See. Und die haben jeder im Vertreterzirkel am Wochenende Dienste gemacht. Teilweise waren es zwei Tage hintereinander oder 24 Stunden und das war so das, was mit mein Antrieb war. Ich möchte keine Dienste machen, wie kannst du es anders organisieren oder wenigstens nur Zwölf-Stunden-Dienste? Und damit habe ich auch die anderen Kollegen fast alle ins Boot bekommen. Wir haben alles eingepackt beziehungsweise Möbelstücke haben wir vom Krankenhaus bekommen, die haben uns da geholfen.

    Rudolf Stetter | 2. Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Früher waren wir im Endeffekt ein kleines Familienunternehmen, wo wir intern mit Vorstand und Beirat das auf kleinstem Wege geregelt haben, wenn Dinge zu besprechen waren. Jetzt müssen wir gewisse Dinge über Koblenz oder Mainz regeln. Sonst hat sich an der Struktur oder der Arbeitsweise selbst im Bezug auf Patienten nichts geändert.

    Dr. Frank Wiß | Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Die Widersacher waren natürlich: "Es ging uns vorher besser. Wir können früher in dem eigenen Bett schlafen und wir können hier was machen. Ich hab keine Lust, im Krankenhaus zu schlafen, ich bin froh, dass ich aus dem Krankenhaus raus bin." Das war das Problem, aber das ging nicht anders zu organisieren, um das zentral zu machen. Wir haben natürlich versucht, mit dem Argument: Es ist doch für die Patienten viel einfacher, eine Zentrale, eine Telefonnummer, immer dieselbe Anlaufstelle. Ansonsten muss der eine mal nach Nickel fahren oder mal nach Konz. Es war so ein zarter Druck schon notwendig.

    Rudolf Stetter | 2. Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Im Bezug auf die KV ist es schon ein Vorteil, dass wir keinerlei finanzielles Risiko mehr haben, obwohl wir jetzt, wir kommen ja langsam zur Abrechnung von unseren drei Jahren, dass wir dann mit einem leichten Gewinn nach drei Jahren abschließen werden.

    Dr. Frank Wiß | Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Wir haben jetzt, seitdem es unter der KV-Regie ist, den Freitag noch mit dazu. Das heißt: Freitagabend, 18 Uhr, bis Montagmorgens, sieben Uhr. Das ist jetzt dazugekommen. Also das ist der Vorteil, den es jetzt unter der KV gibt, dass wir den Freitag noch mithaben. Den hätten wir vorher als Verein nicht finanzieren können, der wäre zu teuer gewesen.

    Rudolf Stetter | 2. Vorstandsvorsitzender der BDZ Saarburg: Für die Ärzte, die hier mitmachen, haben wir mehr erreicht als mit jedem Stammtisch. Also das heißt, die Leute haben häufiger miteinander zu tun, auch wenn es nur beim Schichtwechsel ist. Aber wenn man zu zweit Dienst hat, hat man immer mal Zeit, ein paar Worte zu reden. Also für das allgemeine Verständnis, den Bekanntheitsgrad und den Umgang miteinander hat sich das alles positiv entwickelt.

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Praxisbegehung Vorschau: Praxisbegehung Das Gesundheitsamt kommt: So läuft eine Praxisbegehung ab.
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Praxisbegehung

Das Gesundheitsamt hat sich angekündigt. KV-TV PRAXIS zeigt den Ablauf der Prüfung und die Möglichkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt und Praxis – und gibt Hinweise auf die typischen Hygienegefahren sowie praktische Tipps zu deren Beseitigung.
  • Sprecherin: Wenn sich das Gesundheitsamt anmeldet, führt das zu erheblicher Unruhe von Praxisinhaber und Team. Doch das muss nicht sein. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms sieht sich als Berater. Von Drohgebärde einer Behörde hält er nichts.

    Gerhard Samosny | Leiter des Gesundheitsamtes Alzey-Worms: Es geht auch nicht um Besserwisserei. Uns ist auch klar, dass so eine Arztpraxis auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden muss. Uns ist auch klar, dass bauliche Gegebenheiten nicht verändert werden können, um zum Beispiel einen höheren Hygienestandard zu erreichen. Aber oft sind es Kleinigkeiten, die verbessert werden können, und manchmal muss man auch vielleicht überlegen, was man mittelfristig und langfristig am Praxisablauf ändert, um bessere hygienische Verhältnisse – was ja letztlich auch im Interesse des Praxisinhabers ist – zu erreichen.

    Sprecherin: Doch die Anforderungen an die Praxisausstattungen, Arbeitsabläufe und Dokumentationen sind teils unpräzise formuliert und lassen Spielraum für eine individuelle Auslegung. Das Problem: Die Gesundheitsämter gehen nicht gleich vor. Nicht nur von Bundesland zu Bundesland arbeiten die Behörden verschieden, auch von Kreis zu Kreis.

    Wolfgang Weber | Abteilungsleiter Qualitätssicherung der KV RLP: Man muss hier zunächst feststellen, dass das ein sehr schwieriges Terrain ist. Da geht nicht jedes Gesundheitsamt gleich vor wie das andere. Von daher ist es aus unserer Sicht hier sehr schwierig, dem Arzt eine Empfehlung an die Hand zu geben, eine Checkliste an die Hand zu geben. Es gibt von der KBV eine Broschüre, die für diese Überwachungen und Begehungen von Arztpraxen durch Behörden versucht hat, das Wichtigste zusammenzustellen. Damit hat man eine erste Orientierung, aber es ist keine Allround-Unterstützung, die den Arzt vor jeder Begehung schützen kann.

    Sprecherin: Hier sind drei Beispiele, wie man es genau nicht machen sollte, wenn man Ärger mit dem Gesundheitsamt vermeiden möchte. So fängt Hygiene bei den Händen an: Schmuck und Uhren sind tabu. Die Dauer bestimmt die Gründlichkeit: Bei der hygienischen Händedesinfektion muss man sich mindestens drei Milliliter des Mittels eine halbe Minute über die Hände reiben. Nicht vergessen darf man dabei die Handgelenke, die Fingerzwischenräume und die Nagelfalze. Das schöne baumwollene Tuch für alle ist fehl am Platz: Hier gehören Einmalhandtücher aus Papier her. Und was gut gemeint ist, das geht hier gründlich schief. Bei überfüllten Behältnissen kann die Verpackung reißen. Gerhard Samosny hat vor allem einen Tipp, wenn sich das Gesundheitsamt anmeldet.

    Gerhard Samosny | Leiter des Gesundheitsamtes Alzey-Worms: Ich würde dann auf jeden Fall in meinen Hygieneplan reingucken, was ich mir da alles aufgeschrieben habe, und würde den mit dem Praxispersonal, mit meinem Assistenzpersonal durchsprechen, ob man das auch alles so macht, wie man es sich mal überlegt hat.

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Niederlassungsdoku | Teil 5 Vorschau: Niederlassungsdoku | Teil 5 Die eigene Praxis
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Niederlassungsdoku | Teil 5

Fünfte Folge der Dokuserie – Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth haben den Weg in die Niederlassung geschafft. KV-TV zeigt die ersten Tage in der eigenen Praxis.
  • Sprecherin: Es ist soweit, die Praxiseröffnung steht kurz bevor. Jetzt heißt es anpacken. Frauenarzt Marko Groth hat ein Wochenende Zeit, denn ab Montag stehen seine ersten Patienten vor der Tür.

    Dr. Marko Groth: Wir haben wirklich in einem Marathonlauf alle alten Möbel ausgeräumt, gestrichen, neu eingerichtet beziehungsweise Möbelhäuser kamen dann auch zum Aufbau und das gynäkologische Equipment kam, neue Ultraschalle. Aber insgesamt war es schon ein hart an der Grenze verlaufendes Unterfangen gewesen. Wir waren immer bis abends um elf beschäftigt, vom frühen Morgen an.

    Sprecherin: Vanessa Jürgens tritt die Nachfolge ihrer Mutter in einer Praxisgemeinschaft an. Sie kennt die Abläufe, die Mitarbeiter, den Kollegen. Trotzdem: Der erste Arbeitstag war schon etwas Besonderes.

    Dr. Vanessa Jürgens: Es war dann doch immer wieder spannend, zu sehen, wenn man etwas unterschreibt, dass man über seinen eigenen Namen drüber schreibt. Vorher als Angestellte war da immer der Name der Mutter und auf einmal stand da der eigene Name, da hat man immer schon wieder gedacht: Hups, tatsächlich! Das bist jetzt du und da stehst jetzt du. Und das ist deine eigene Praxis. Da war einem das schon immer wieder bewusst.

    Dr. Marko Groth: Ich muss sagen, der erste Arbeitstag war schon erschlagend. Es waren gerade an diesem Tag noch vom Vorgänger sehr viele Patienten einbestellt worden und da gab es Momente, wo man gedacht hat: Hoffentlich ist man dem allen gewachsen. Aber wie gesagt, jetzt in der zweiten Woche, der Montag fing eigentlich genauso an wie in der letzten Woche, hat man aber schon deutlich gemerkt, dass das ein anderes Gefühl ist.

    Sprecherin: Um das Arbeitspensum in einer Praxis zu schaffen, muss der Familienalltag gut organisiert und durchgeplant sein.

    Dr. Vanessa Jürgens: Wir sind vor allen Dingen früh. Mein Mann und ich stehen wirklich früh auf, dass wir alles vorbereiten und richten können und eine Tasse Kaffee in Ruhe zu zweit trinken können und so ein bisschen besprechen und planen, was der Tag bringt. Und dann wecken wir die Kinder auch zeitig, viertel nach sechs. Dann werden sie im Akkord fertiggemacht. Und ich geh‘ dann um kurz vor sieben aus dem Haus und mein Mann frühstückt in Ruhe mit den Kindern und schickt sie in die Schule beziehungsweise fährt die Kleinen in den Kindergarten. In der Regel hole ich dann eher mal die Jungs ab, weil wir mit denen jetzt schon Hausaufgaben machen müssen, und bereite mal was für das Abendessen vor, versuche auch, eine halbe Stunde einfach mal Ruhe zu haben, ein bisschen zu entspannen.

    Sprecherin: Auch wenn die eigene Praxis viel Arbeit bedeutet, man eine gute Organisation und Unterstützung braucht, um Patienten und der Familie gerecht zu werden, für beide Ärzte war es genau die richtige Entscheidung.

    Dr. Marko Groth: Das ist genau das, was ich mir gewünscht habe, was ich mir unter dem Praxisalltag vorgestellt habe. Man lernt jeden Tag wieder etwas Neues dazu. Und ich denke, dass wir einen den ganzen ärztlichen Gang begleiten, das Gefühl man kann noch etwas dazulernen. Aber man wird lockerer, man weiß mit vielen Situationen besser umzugehen. Und man weiß auch hier, dass man Menschen in seiner Nähe hat, die auch zur Seite stehen können.

    Dr. Vanessa Jürgens: Das ist eigentlich so das schönste Gefühl, muss ich sagen. Dass man sagt, ja. Jetzt bist du da, wo du hin wolltest. Du hast es geschafft und es macht einen auch stolz und zufrieden. Auf jeden Fall.

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Niederlassungsdoku | Teil 4 Vorschau: Niederlassungsdoku | Teil 4 Der Zulassungsausschuss
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Niederlassungsdoku | Teil 4

Vierte Folge der Dokuserie – Erhalten die beiden angehenden Vertragsärzte nun ihre Zulassung? Wie wird sich der Zulassungsausschuss entscheiden? Es bleibt spannend.
  • Sprecherin: Heute wird es spannend. Bekommen die zwei Ärzte ihre Zulassung? Denn darüber entscheidet der Zulassungsausschuss. Bei den Zulassungsausschüssen handelt es sich um selbstständige und nicht weisungsgebundene Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung.

    Dr. Hans Cölle | Zulassungsausschuss: Die Aufgabe des Zulassungsausschusses besteht darin, nach den vorgegebenen Richtlinien und Gesetzen Ärzten den Zugang zur vertragsärztlichen Medizin zu ermöglichen. Das heißt also, zu überprüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen und ob auch entsprechend freie Plätze da sind, und dann nach diesen formaljuristischen Abwägungen eine Entscheidung zu treffen, die von Krankenkassen und Ärzten gemeinsam getroffen wird.

    Sprecherin: Der Zulassungsausschuss ist paritätisch besetzt, gleichberechtigt mit je drei Vertretern der Ärzte und Krankenkassen. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Der Internist Dr. Hans Cölle macht es seit mehr als 20 Jahren.

    Dr. Hans Cölle | Zulassungsausschuss: Es interessiert mich einfach die Selbstverwaltung und wie man die Gesundheitsangebote ordentlich an die Patienten hinbringt. Und ich mach‘ es gerne.

    Sprecherin: Vom Urteil des Zulassungsausschusses ist die Karriere als niedergelassener Vertragsarzt abhängig. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet. Wie es ausgeht, weiß man nicht.

    Dr. Martin Jürgens | Ehemann: Das war mir bewusst. Wir hatten ja auch darüber gesprochen und über die verschiedenen Entscheidungskriterien. Ich hatte ja auch die Ausschreibungsphase mitbekommen und da waren wir uns auch immer unsicher: Kommt noch ein zweiter Bewerber, wenn ja, was tun? Wie steuern wir das dann in unsere Richtung? Also von daher war der Tag für mich auch besonders.

    Sprecherin: Nachfolgerregelungen wie bei Dr. Vanessa Jürgens, die den Sitz ihrer Mutter übernehmen will, sind eher unproblematisch. Bei Dr. Marko Groth sieht das ganz anders aus. Obwohl er und der Praxisabgeber sich einig sind, hat sich noch jemand auf den Sitz beworben.

    Ekaterina Groth | Ehefrau: Wir waren sehr, sehr aufgeregt. Das ist schon klar, denn die Sicherheit gab es nicht. Das war für uns bis zu diesem Mittwoch nicht klar. Und dann haben wir uns gedacht: Okay. Es bleibt nur eines: warten.

    Dr. Hans Cölle | Zulassungsausschuss: Es gibt viele Diskussionen, das ist keine Frage. Aber es gibt zum Beispiel nicht die Möglichkeit, sich zu enthalten, sondern man muss entweder mit Ja oder mit Nein stimmen. Und wenn ein Antrag gleich viele Ja- und Neinstimmen bekommt, dann ist er abgelehnt.

    Sprecherin: Die Entscheidung der Ärzte- und Krankenkassenvertreter im Zulassungsausschuss fällt im Rahmen des sogenannten pflichtgemäßen Ermessens. Ein Entscheidungsspielraum, der Platz für Diskussionen lässt.

    Dr. Hans Cölle | Zulassungsausschuss: Den Krankenkassen geht es immer darum, dass sie Geld bezahlen müssen unter Umständen. Bei den Ärzten sind andere Dinge im Vordergrund. Da geht es um die Versorgung der Patienten, wie man da eine vernünftige Medizin anbieten kann. Da gibt es schon unterschiedliche Ansichten, aber nicht so, dass da jetzt aufs Messer gekämpft wird. Ganz und gar nicht, nein. Es ist ein Ausschuss mit einem guten Klima.

    Sprecherin: Alle werden vom Ausschuss angehört, Bewerber und Abgeber. Und dann endlich: Die Entscheidung ist gefallen.

    Ausschuss: Es war so, dass wir Dr. Groth mit einer Nasenlänge Vorsprung letztendlich den Zuschlag erteilt haben. Der Zulassungsausschuss hat sich für Sie entschieden.

    Ekaterina Groth | Ehefrau: Auch ich habe gesagt: Gott sei Dank hat es geklappt! Denn ich habe mir wirklich Sorgen um ihn auch gemacht, wenn es nicht klappt. Das war für ihn wirklich schwer, weil er so viel Kraft und Energie investiert hat im letzten Jahr und das war für ihn wirklich wichtig.

    Dr. Martin Jürgens | Ehemann: Das war ja ein Tag, auf den wir hingefiebert haben. Und wenn man dann weiß, die Sache ist in trockenen Tüchern und diese Hürde ist genommen, dann fühlt man sich gut, doch. Ich glaube, dass wir erst langsam da reinwachsen und uns bewusst werden, was mit diesem Schritt verbunden ist.

    Sprecherin: Es ist geschafft. Der Aufregung weicht Freude. Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth sind Vertragsärzte. Herzlichen Glückwunsch. Und beim nächsten Mal: Eröffnung. Die ersten Tage in der neuen Praxis als niedergelassener Vertragsarzt.

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Niederlassungsdoku | Teil 3 Vorschau: Niederlassungsdoku | Teil 3 Abrechnung und Betriebswirtschaft
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Niederlassungsdoku | Teil 3

Dritte Folge der Dokuserie –KV-TV begleitet die beiden angehenden Vertragsärzte zur Beratung in die KV RLP.
  • Sprecherin: Dr. Marko Groth ist auf dem Weg zur KV. Um seine spätere Praxis optimal zu führen, hat er sich heute zu einem Beratungstermin angemeldet. Er will wissen, wie das mit der Abrechnung ganz genau läuft. Auch Dr. Vanessa Jürgens hat einen Termin. Sie hat sich mit Harald Allmendinger verabredet. Er bringt zukünftigen Vertragsärzten betriebswirtschaftliches Know-how bei. Maßgeschneidertes Fachwissen ist gefragt. Denn durch ständig wechselnde gesetzliche Rahmenbedingungen wird der niedergelassene Arzt vor besondere Anforderungen gestellt.

    Ruth Venus | Abrechnung: Wenn der Arzt wirklich aus der Klinik kommt, also reiner Kliniker ist und nicht irgendwo eine Weiterbildung gemacht hat bei einem niedergelassenen Vertragsarzt, dann hat er von der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung schlicht keine Ahnung. Nicht alle Leistungen, die ich im stationären Bereich erbringe, kann ich auch im ambulanten Bereich machen.

    Dr. Vanessa Jürgens: Bisher war das ja immer einfacher, wenn man als Angestellter da tätig war. Also dürfen Sie mir das gerne mal von Grund auf erklären, was ich machen muss und wie das funktioniert.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Also grundsätzlich kann man sagen, dass jede Investition, die für den Betrieb getätigt wird, steuerlich geltend gemacht werden kann.

    Zunächst muss man feststellen, dass die meisten Mediziner keine betriebswirtschaftliche oder kaufmännische Ausbildung genießen in ihrer Ausbildungszeit. Wenn sie denn eine Praxis übernehmen, werden sie Unternehmer. Und als Unternehmer, das ist leicht nachzuvollziehen, sollte man sich zumindest mit grundlegenden Dingen der Betriebswirtschaftslehre oder des kaufmännischen Handels auseinandersetzen.

    Und über dieses Drücken des steuerlichen Gewinns würde sich auch Ihr zu versteuerndes Einkommen verringern und Sie würden auf den Betrag von 10.000 Euro anteilig an Ihrem persönlichen Steuersatz Steuern nicht zu zahlen haben.

    Sprecherin: Zu den Aufgaben der Berater gehört es auch, auf Potenziale hinzuweisen.

    Dr. Marko Groth: Da haben Sie auch gerade etwas Interessantes angesprochen. Hausbesuch, jetzt zum Beispiel im Altenheim: Wenn mich da eine Pflegerin anruft und mich fragt, ob ich am Mittag Zeit habe, vorbeizuschauen, dann könnte ich die Sitzung abrechnen.

    Ruth Venus: Korrekt. Das sind die Leistungen nach 01 410 bis 415. Und wenn wir uns das jetzt anschauen, tauchen die auf.

    Wir müssen also praktisch jeden Arzt, egal welcher Fachgruppe, abholen abrechnungstechnisch da, wo er ist. Und das ist nicht unkompliziert. Weil wir uns ja auch jedes Mal in die Gebiete eindenken müssen. Aber wir sind ja eben Fachleute.

    Dr. Vanessa Jürgens: Wäre es denn möglich, dass Sie mir eine Rechnung aufmachen, wenn ich Ihnen die Zahlen mitgebe? Dass ich einfach weiß, mit was für einem monatlichen zur Verfügung stehenden Geld ich rechnen kann?

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Ja, deshalb sind wir ja auch unter anderem hier zusammengekommen, weil das ja für die meisten Ärzte oder Übernehmer so ein bisschen die Kardinalfrage ist.

    Sprecherin: Die Experten der KV helfen mit ihrem Know-how. Sie beraten auf dem Weg in die Praxis und auch danach stehen sie fachkundig bereit.

    Harald Allmendinger | Ressortleiter Beratung KV RLP: Wir machen diesen Praxis-Check und machen Liquiditätsanalysen. Schauen dann auch, wenn Auffälligkeiten sind, wo diese herrühren könnten. Analysieren das. Nehmen dann auch den Sachverstand von anderen Abteilungen hinzu, sei es aus der Abrechnungsabteilung oder aus der Honorarverteilungsabteilung, um eben den Fehlern auf die Spur zu kommen. Grundsätzlich ist das größte Problem, dass man keinen Überblick über die Zahlungsflüsse hat und gegebenfalls im Privatbereich sich dann falsch disponiert und somit in ein Defizit hineindriftet.

    Ruth Venus: Der EBM gibt Ihnen ganz klar vor, welche Leistungen an diesen Schlüssel gekoppelt sind.

    Wenn sie dann den Umfang sehen, dann sind sie schon erschüttert zum Teil. Und sagen "Um Gottes Willen. Das ist kompliziert." Aber es ist gar nicht so kompliziert. Und das ist auch unsere Aufgabe als Abrechner, dann zu sagen: Es gibt eine Systematik. Die Systematik erkläre ich dir und wenn du die Systematik verinnerlicht hast, dann ist es ganz einfach. Nur man muss sich damit befassen.

    Sprecherin: Der Traum, als selbstständiger Arzt in eigener Niederlassung zu praktizieren, rückt näher. Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth wollen gut beraten an den Start gehen. Der Austausch mit den Experten ist wichtig, das hilft, Fehler zu vermeiden.

    Und in der nächsten Folge: Der Zulassungsausschuss berät. Bekommen Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth ihre Zulassung? Denn erst mit der Zulassung dürfen sie gesetzlich krankenversicherte Patienten ambulant behandeln und mit den Krankenkassen abrechnen.

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Niederlassungsdoku | Teil 2 Vorschau: Niederlassungsdoku | Teil 2 Die Niederlassungsberatung
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Niederlassungsdoku | Teil 2

Zweite Folge der Dokuserie – dieses Mal begleitet KV-TV die beiden angehenden Vertragsärzte zur Zulassungs- und Kooperationsberatung der KV RLP.
  • Sprecherin: Jeder frisch ins Arztregister eingetragene Arzt bekommt den Tipp, sich an die Niederlassungsberatung der KV Rheinland-Pfalz zu wenden. 

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Ah, schönen guten Tag.

    Dr. Marko Groth: Hallo, Marko Groth mein Name.

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Herzlich willkommen.

    Sprecherin: Hier hilft man weiter bei allen Anträgen und verschafft angehenden Vertragsärzten erstmal einen Überblick.

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Also wir planen das eigentlich schrittweise durch. Wir gucken: Steht er in einem Anstellungsverhältnis derzeit, dass man die Kündigungsfristen beachtet, bei der Terminierung dann auch zu dem Wunschzeitpunkt, wo er sich niederlassen möchte. Wir weisen auf sämtliche Versorgungspflichten hin: Fortbildungsverpflichtung, Teilnahme am Bereitschaftsdienst, dass er so den wesentlichen Einblick hat.

    Sprecherin: Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth sind fest entschlossen. Sie wollen zukünftig die medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz mitsichern. Aber so einfach geht das nicht, auch wenn die eine die elterliche Praxis und der andere die Praxis eines Kollegen übernehmen will. Ob die zwei zugelassen werden, entscheidet der Zulassungsausschuss.

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Es gibt einen formalen Antrag: Antrag auf Zulassung. Den kann man auch bei uns auf der Homepage downloaden. Dem beizufügen ist ein aktueller Lebenslauf, eventuell noch neue Zeugnisse oder Bescheinigungen, Zusatzqualifikationen, was vielleicht noch erworben wurde, aber noch nicht im Arztregister eingetragen ist. Es muss ein aktuelles Führungszeugnis bis zur Sitzung eingereicht werden und wir brauchen einen Arztregisterauszug, sofern der Arzt nicht im Arztregister Rheinland-Pfalz eingetragen ist.

    Dr. Marko Groth: Also das heißt auch schon bei einer geplanten Absolvierung von Kursen oder dann nur nach Vollendung?

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Nur die Qualifikation, die Sie auch dann schon haben, ja. Weil: Das müssen Sie dann auch mit einreichen, das ist dann die Grundvoraussetzung, richtig.

    Sprecherin: Immer wird genau auf die Situation des einzelnen Antragsstellers eingegangen.

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Wir besprechen grundsätzlich die Versorgungssituation vor Ort. Daraus entsteht natürlich auch eine Konkurrenzsituation, dass sie informiert sind, wie viele Ärzte meiner Fachgruppe sind in dem entsprechenden Planungsbereich niedergelassen. In der Regel haben wir gesperrte Planungsbereiche, das heißt dann geht es nur über die Praxisnachfolge. Ich muss einen konkreten Praxisabgeber haben, der seine Praxis dann nach Besetzung auch ausschreibt.

    Sprecherin: Neben all den Formalitäten, die zu erledigen sind, gibt es aber auch jede Menge wertvoller Tipps und Hinweise zu den einzelnen Schritten in die Niederlassung.

    Dr. Vanessa Jürgens: Gibt es auch dort eine Beratungsmöglichkeit, dass man sagt, man bekommt nochmal eine objektive Einführung?

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Also es gibt verschiedene Dinge. Wir haben auch einen ganzen Pool an Beratungen, das würde ich Ihnen mitgeben, da haben wir Ihnen die wichtigsten auch nochmal aufgeführt.

    Das sind alles Dinge, die wir auch schon mit auf den Weg geben. Zusätzlich zu anderen Beratungsleistungen, aber auch: Was sind die Versorgungspflichten, wenn er niedergelassen ist? Nebentätigkeitsmöglichkeiten, Stundenumfang, Vertreterregelungen und dann eben die konkrete Planung. Welcher Antrag muss mit welchen Unterlagen wann bei wem eingereicht werden?

    Dr. Vanessa Jürgens: Dann bedanke ich mich für die Mühe und die Zeit. Und wenn etwas ist, würde ich mich nochmal melden.

    Katja Hofmann | Zulassungs- und Kooperationsberaterin der KV RLP: Kommen Sie gut nach Hause.

    Sprecherin: Und beim nächsten Mal: Praxiserfolg will gelernt sein. Der betriebswirtschaftliche Beratungsservice der KV Rheinland-Pfalz.

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Niederlassungsdoku | Teil 1 Vorschau: Niederlassungsdoku | Teil 1 Der Weg in die Niederlassung
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Niederlassungsdoku | Teil 1

Auftakt der Dokuserie: KV-TV begleitet zwei angehende Vertragsärzte auf dem Weg in die Niederlassung.
  • Sprecherin: Die eigene Praxis: Für viele Ärzte und Psychotherapeuten ist das einer der schönsten Momente in der beruflichen Laufbahn. Für den zweifachen Familienvater Dr. Marko Groth geht mit der Entscheidung zur Selbstständigkeit ein Traum in Erfüllung. 

    Dr. Marko Groth: Das war schon immer mein großer Wunsch gewesen. Schon zu Beginn des Studiums war für mich klar, dass ich mal in die Selbstständigkeit gehen werde, eine eigene Praxis führen würde. Ich habe vor zwei Jahren meine Facharztprüfung absolviert und konnte danach als Oberarzt meine operativen Fähigkeiten auch ausbauen, sodass ich, denke ich, ein breites Spektrum in einer Niederlassung anbieten kann. Ich fühle mich dafür jetzt gut vorbereitet.

    Ja, schönen guten Tag, mein Name ist Groth. Ich melde mich auf Ihre Anzeige im Deutschen Ärzteblatt.

    Dr. Joseph Metzner: Ja richtig. Die Anzeige ist von mir.

    Sprecherin: Der Mainzer Frauenarzt Dr. Joseph Metzner hat mit dem Kollegen Dr. Groth einen geeigneten Nachfolger gefunden. Er hat sich schon frühzeitig umgeschaut und erst, als sich beide einig waren, den offiziellen Weg beschritten und seine Praxis öffentlich ausgeschrieben.

    Dr. Joseph Metzner: Mittwochnachmittag. Das wäre günstig. Gut, Herr Groth. Ich freue mich. Ich gebe meine Praxis in erster Linie aus Altersgründen ab. Ich werde jetzt im März 67 Jahre alt. Ich habe 1972 meine Approbation erhalten, bin also fast 40 Jahre im Beruf. 34 Jahre führe ich meine Praxis. Und ich spüre doch, dass ich nach einem Zehn-Stunden-Tag abends erschöpft bin und früh ins Bett gehen möchte, damit ich am nächsten Tag wieder fit bin.

    Sprecherin: Dr. Vanessa Jürgens ist in eine Arztfamilie hineingeboren. Ihre Eltern haben die hausärztliche Praxis im rheinhessischen Nackenheim aufgebaut, der Vater ist schon ausgeschieden. Die Mutter freut sich, dass nun die Tochter in ihre Fußstapfen treten wird.

    Mutter: Absolut, Sie müssen sich vorstellen, wir haben die Praxis aufgebaut. Wir haben keine vorher übernommen vor 30 Jahren. Und die hatte eine Größe, dass ich gesagt hab, das wäre wunderbar, wenn man sein Werk ja an ein Kind weitergeben kann. Das war schon ein großer Wunsch von uns beiden, von meinem Mann und mir auch.

    Dr. Vanessa Jürgens: Also ich hab viel in der Praxis mitbekommen, weil ich von klein auf immer mitgearbeitet habe. Ich hab seit ich zwölf oder 13 bin so als Sprechstundenkraft mitgearbeitet und hab eigentlich auch nie an was anderes gedacht als daran, irgendwann auch mal Medizin zu betreiben.

    Sprecherin: Aber auf dem Weg zur Selbstständigkeit wird jeder Niederlassungswillige mit einer Reihe von betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Vorgängen konfrontiert, bei denen man als Laie leicht den Überblick verlieren kann. Um eine Zulassung als Vertragsarzt zu bekommen, also als Arzt, der über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen darf, ist der erste wichtige Schritt die Eintragung in das sogenannte Arztregister. Das Register wird von der Kassenärztlichen Vereinigung geführt und enthält alle Daten zur Person, Tätigkeit und Praxisorganisation, die für die Zulassung notwendig sind. Dr. Vanessa Jürgens hat alle Unterlagen dabei. Ihre Geburtsurkunde, das Zeugnis der ärztlichen Prüfung, die Approbationsurkunde, Facharztanerkennung, Nachweise über die ärztlichen Tätigkeiten und Urkunden über abgeschlossene Weiterbildungen.

    Und in der nächsten Folge: Dr. Vanessa Jürgens und Dr. Marko Groth müssen formal ihre Zulassung beim Zulassungsausschuss beantragen. Und die angehenden Vertragsärzte besuchen die Niederlassungsberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

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Netzwerk ADAPTHERA Vorschau: Netzwerk ADAPTHERA Schnelle Hilfe für Rheumapatienten – das Netzwerk ADAPTHERA
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Netzwerk ADAPTHERA

"KV-TV PRAXIS – Das Magazin" stellt das Netzwerk ADAPTHERA vor, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Patienten mit rheumatoider Arthritis schnell und lückenlos zu versorgen.
  •  Sprecherin: Jahr für Jahr erkranken in Rheinland-Pfalz bis zu 3.000 Menschen neu an chronisch entzündlichem Rheuma. Wenn die Krankheit schon bei den ersten Anzeichen erkannt und sofort konsequent behandelt wird, kann sie bei vielen Betroffenen gestoppt oder zumindest deutlich verlangsamt werden. Und das will ADAPTHERA leisten. ADAPTHERA steht für Risiko-adaptierte Rheumatherapie. Wichtige Voraussetzung: die enge Zusammenarbeit von Hausärzten und Rheumatologen.

     Dr. Christopher Amberger | Rheumatologe: Das setzt den Anreiz, den Patienten früh zu sehen und entsprechend früh zu behandeln. Und es setzt auch den Anreiz, den Patienten eben nicht einmal zu sehen und dann irgendwann vielleicht ein Jahr später, sondern wirklich engmaschig weiter zu betreuen. Wir sollten intensiv behandeln und sollten eben gerade in den ersten Jahren schauen, dass das Ganze gut unter Kontrolle ist und dann möglicherweise auch weniger therapieren. Insofern sehe ich das als große Chance an, das Projekt.

     Sprecherin: Zerstörte Gelenke, chronische Schmerzen oder gar der Verlust der Arbeitsfähigkeit, das sind die schwerwiegenden Folgen, wenn nicht rechtzeitig therapiert wird. Erster Ansprechpartner der Betroffenen: der Hausarzt. Seine Aufgabe ist es, Patienten mit einem Anfangsverdacht auf rheumatoide Arthritis möglichst innerhalb von zwei Wochen an einen Rheumatologen zu überweisen.

     Dr. Burkhardt Zwerenz | 1. Vorsitzender des Hausärzteverbands RLP e. V.: Es passiert genau das, was wir uns immer wünschen, dass der Hausarzt als Basisstation angelaufen wird, dort die Diagnostik soweit durchgeführt wird, wie sie sinnvoll ist, und in diesem Rahmen dann auch möglich ist. Und dass wir aber gleichzeitig die Möglichkeit haben, darüberhinausgehend dann eine weiterführende Diagnostik und Therapie Hand in Hand mit den Spezialisten zu planen für unsere Patienten und wir auch über dieses Programm die Möglichkeit auf sehr raschen Zugriff auf die Spezialisten haben mit entsprechend kurzen Wartezeiten.

     Prof. Dr. Andreas Schwarting | Ärztlicher Direktor SANA Rheumazentrum: Das Entscheidende an so einem Netzwerk ist, wenn wir so eng zusammenarbeiten, dass wir damit natürlich die Bedürfnisse des Patienten, die Notwendigkeiten in der Diagnostik aber auch in der Therapie enorm schlanker machen können.

     Sprecherin: Hat der Hausarzt einen Patienten mit Verdacht auf rheumatoide Arthritis, dann meldet er ihn im Netzwerk ADAPTHERA an, einfach und unkompliziert per Fax an die Koordinierungsstelle im Rheumaklinikum Bad Kreuznach.

     Prof. Dr. Andreas Schwarting | Ärztlicher Direktor SANA Rheumazentrum: Hier sieht man quasi deutlich: Das sind seit fünf Wochen zwei oder mehr geschwollen schmerzhafte Gelenke. Wir sehen, die Morgensteifigkeit ist weit über 30 Minuten und wir sehen im Prinzip, dass die entzündliche Aktivität Blutsenkung CRP deutlich erhöht ist. Also klassischer Fall, dass wir diesen Patienten innerhalb von zwei Wochen einen Termin beim Rheumatologen geben werden. Ein anderer Fall hier vielleicht noch: Auch eine 60-jährige Patientin, das passt auch gut in das Altersspektrum der Erkrankung, hat im Prinzip seit sechs Monaten schon Beschwerden, hochaktives Krankheitsbild. Und hier sieht man, dass es eben manchmal doch deutlich lange dauert, bis dann tatsächlich von Beginn der Beschwerdesymptomatik über ein halbes Jahr erst der Termin beim Rheumatologen funktioniert.

     Dr. Burkhardt Zwerenz | 1. Vorsitzender des Hausärzteverbands RLP e. V.: Das ist ja ein Vertrag, der praktisch keine Bürokratie in die Praxen bringt, der mit ganz wenigen Abfragekriterien dann sofort einen weitergehenden Zugang zum Spezialisten ermöglicht, wenn die Hausärztin oder der Hausarzt das für erforderlich erachten. Unter diesem Aspekt, denke ich, ist das auch ein Beispiel, wie man mit sehr wenig Bürokratie ein ganz vernünftiges System aufbauen kann.

     Sprecherin: Schnelle Hilfe für Rheumapatienten, lückenlose Versorgung vom Hausarzt direkt zum Rheumatologen.

     Dr. Christopher Amberger | Rheumatologe: Sie bekommen erstmal einen Fragebogen, der ist relativ ausführlich. Das dient wirklich der Erhebung Ihrer Beschwerden. Das Zweite wäre dann sicherlich, dass man das Ganze dann nochmal bespricht und abfragt, dann eine körperliche Untersuchung, möglicherweise Ultraschall oder andere bildgebende Diagnostik, gegebenenfalls auch in Verbindung mit anderen Kollegen, also Radiologen, Orthopäden, und dann sicherlich eine eingehende Labordiagnostik. Und wenn man dann die Befunde hat, kann man entsprechend eine Diagnose meistens stellen und eine Therapie einleiten.

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Praxisbegehung Vorschau: Praxisbegehung So läuft eine Praxisbegehung ab – neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit
  5:04  Minuten | 29 MB

Praxisbegehung

Das Gesundheitsamt hat sich angekündigt. KV-TV PRAXIS zeigt den Ablauf der Prüfung und neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Behörde und Praxis.
  • Sprecherin: Gerhard Samosny ist Leiter des Gesundheitsamts Alzey-Worms und auf dem Weg zu einer Praxis. Heute soll die Praxis des Allgemeinmediziners Ralf Schneider überprüft werden. Eine Praxisbegehung durch das Gesundheitsamt versteht Gerhard Samosny als Teil des Qualitätsmanagements, in deren Mittelpunkt vor allem die Beratung des Praxisinhabers steht.

    Deshalb will er am Anfang vor allem wissen, wie die Praxis organisiert ist und wer für was verantwortlich ist. Dr. Schneider und seine Qualitätsmanagement-Beauftragte erklären die Abläufe. Und dann geht es los.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Hier ist der Hygieneplan.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Ja, der Reinigungs- und Desinfektionsplan. Der ist ja sehr ausführlich. Ja. Können Sie mir das Flächendesinfektionsmittel einmal zeigen?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Flächendesinfektion, das haben wir einmal hier. Den Eimer mit fertigen Tüchern.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Und da steht, wie lange das haltbar ist.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Genau. Das haben wir angesetzt am 11.3. und es ist haltbar einen Monat immer.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Bis 15.4., genau.

    Sprecherin: Der Rundgang geht weiter ins Wartezimmer. Wie sehen Fußboden, Wände, Türen, Fenster aus? Intakt, sauber, fugendicht, wischdesinfizierbar. Dann geht’s weiter in die Behandlungsräume.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Was benutzen Sie zur Blutentnahme?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Also in dem Wagen haben wir alle Zubehörsachen zur Blutentnahme.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Sind das Safety-Kanülen?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Das sind Safety-Kanülen, ja.

    Sprecherin: Alles wird genau inspiziert. Seinen Augen entgeht nichts.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Warum liegen denn diese Tupfer hier offen auf dem Wagen?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Das gehört nicht da hin. Die kommen hier hin.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Ja, gut. Nierenschalen aus Pappe.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Ja, genau.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Für was sind die denn da?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Die sind eigentlich eher für uns, wenn wir Infusionen in einem … machen wir meistens in einem anderen Zimmer und da legen wir uns dann die Sachen rein zur Blutentnahme, dass wir nicht alles einzeln haben.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Da würde ich raten, dass solche Materialien mit einer hygienischen Relevanz, dass man das so aufbewahrt, dass es nicht zustauben kann.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Ja.

    Sprecherin: Es gibt zahlreiche Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Dazu gehören unter anderem das Infektionsschutzgesetz, das Sozialgesetzbuch, das Arzneimittelgesetz, das Medizinproduktegesetz, darüber hinaus Gefahrstoff- und Arbeitsstättenverordnung und die Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Instituts. All diese Bestimmungen hat der Mann vom Gesundheitsamt im Blick.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Und was sagt dieser blaue Strich hier?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Dass hier der unreine Bereich ist, wo benutztes Material mal hingelegt wird. Und hier sind nur saubere Sachen, also Desinfektionsmittel und so weiter.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Gut. Anzumerken habe ich: Eigentlich sollte eine klare Trennung sein zwischen Händewaschen und jetzt Lagerung von unreinen Instrumenten oder gar reinem Arbeitsplatz. Aber ich finde das schon gut, Sie haben das klar definiert. Hier ist ein unreiner Arbeitsplatz, hier ist ein reiner Arbeitsplatz.

    Sprecherin: Gerhard Samosny will aufklären und vor allem beraten. Deshalb hat er auch immer wieder einen Tipp parat.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Das ist ja Sterilgut. Das sehen wir immer wieder hier, dass die in gut gemeinter Absicht hier diese Schütten überfüllt sind. Wenn Sie das jetzt hier öffnen, da ist die Gefahr, dass dieses Papier perforiert und dann ist der Inhalt nicht mehr steril. Oft sieht man das ja gar nicht. Da würde ich empfehlen, dass Sie drauf achten, das nicht so voll zu machen.

    Sprecherin: Alles wird genau festgehalten und für den Abschlussbericht fotografiert. Zum Schluss geht es in den Personalbereich. Auch hier müssen die Vorschriften erfüllt werden.

    Dr. Ralf Schneider, Allgemeinmediziner: Das ist hier im Prinzip der Flur, wo der Schrank für die Umkleide steht.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Das ist aber ein Schrank für alle, ne?

    Dr. Ralf Schneider, Allgemeinmediziner: Wir haben wenig Möglichkeiten, hier Spinde aufzustellen, dass jeder seinen eigenen Schrank hat. Das ist von der baulichen Seite her sehr schwierig gewesen.

    Sprecherin: Nicht immer lassen sich Vorschriften zu 100 Prozent erfüllen. Im Graubereich ist das Feingefühl des Gesundheitsamts gefragt. Gerhard Samosny weiß diesen Spielraum zu nutzen.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Straßenkleidung ist hier in diesem Schrank. Hier hängen die Jacken und so weiter.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Ich mach das hier mal auf, ja. Da fällt mir jetzt Folgendes auf: Eigentlich sollte die Straßenkleidung von der Berufskleidung getrennt sein. Das ist ja auch nicht Ihre Berufskleidung, die Sie hier so schön kleidet jetzt.

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Nein, da haben wir jetzt auch in unseren Teamsitzungen schon ein paar Mal drüber gesprochen. Dr. Schneider hat da schon so einige Ideen, wo …

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Gibt es da Möglichkeiten, dass Wohlbefinden und Hygiene, dass wir das unter einen Hut bringen?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Ja, ja.

    Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms: Ich hab noch eine Frage. Sie tragen hier Schmuck. Wie verträgt sich das mit dem Erfordernis der Händedesinfektion?

    Qualitätsmanagement-Beauftragte der Praxis Dr. Schneider: Ja, also ich bin jetzt heute nur an der Anmeldung tätig gewesen, wäre ich bei einer Behandlung dabei, würde ich natürlich den Schmuck ausziehen.

    Sprecherin: Nach zwei Stunden ist es geschafft. Mit seinen gesammelten Informationen geht es zurück ins Gesundheitsamt und dort muss Gerhard Samosny dann seinen Abschlussbericht schreiben.

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Arztbesuch auf Rechnung Vorschau: Arztbesuch auf Rechnung Was, wenn der Patient in die ärztliche Kostensteuerung einbezogen würde? Ein Modell
  5:08  Minuten | 25 MB

Arztbesuch auf Rechnung

Damit sich eine Arztpraxis wirtschaftlich trägt, braucht sie viele Patienten. Für jeden erhält der Arzt pro Quartal einen Pauschalbetrag. Der ist schnell aufgebraucht, wenn der Patient kostenintensiv versorgt werden muss. Der Arzt behandelt dann häufig umsonst. Was, wenn der Patient in die Kostensteuerung miteinbezogen würde? Ein Modell hierfür ist die Kostenerstattung.
  • Arztbesuch auf Rechnung

    Beitrag Anfang:
    Text Anfang:
    Studium: ca. 5-6 Jahre
    Praktisches Jahr: 1 Jahr
    Ende der Studentenzeit
    Arzt im Praktikum: 1,5 Jahre
    (Tätigkeit als Arzt im Krankenhaus)
    Weiterbildung zum Facharzt: 4-5 Jahre
    Gesamtausbildung: mindestens 11,5 Jahre
    Text Ende

    Sprecherin:
      Das ist Dr. Schmitt. Er wollte schon immer Arzt werden und anderen Menschen helfen. Nach langem Studium und seiner Anerkennungszeit in einer Klinik, arbeitet Dr. Schmitt seit einigen Jahren als niedergelassener Arzt.

    Nur: So richtig Zeit hat er leider für keinen seiner Patienten. Deutsche Ärzte haben im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel zu tun. Das zeigt der jährliche Arztreport der Barmer GEK.

    Überschlägt man die Zahl von 2007 ergeben sich 10.735 Patientenkontakte pro Jahr, das sind 224 Kontakte pro Woche und das bedeutet rund 45 Patienten pro Werktag und acht Minuten pro Patient.

    Dr. Schmitt braucht die vielen Patienten, um wirtschaftlich zu arbeiten, aber glücklich ist er mit diesem Umstand nicht. Er muss Kompromisse schließen, denn die entscheidende Größe für die wirtschaftliche Kalkulation seiner Praxis ist die Anzahl seiner Patienten.

    Je mehr Kranke durch die Sprechzimmer geschleust werden, desto gesünder ist der Wirtschaftsbetrieb Arztpraxis. Dr. Schmitt bekommt nämlich für jeden seiner Patienten eine Pauschale und mit dieser Pauschale sind die so genannten ärztlichen Grundleistungen abgegolten.

    Rezept schreiben, Spritzen geben, Blut abnehmen, einfache Untersuchungen, und so weiter. Egal, wie häufig sie im Laufe des Quartals notwendig werden.

    Man stelle sich vor, es gäbe auch Grundnahrungsmittel nach dem Sachleistungsprinzip im Gesundheitssystem. Jeder könnte sich auf dem Wochenmarkt beliebig bedienen und Preis und Menge spielen keine Rolle.

    Für Frau Mayer ist das bei ihren Arztbesuchen so ähnlich. Sie ist schon lange Patientin bei Dr. Schmitt und vertraut auf seinen Rat.

    Dass Dr. Schmitt bei den häufigen Besuchen von Frau Mayer gar nichts verdient und umsonst arbeitet, kann sie gar nicht wissen, denn Frau Mayer bekommt keine Rechnung.

    Deshalb sind für sie die Arztbesuche so selbstverständlich wie das Spazierengehen mit ihrem Hund, der Kaffee am Morgen und der wöchentliche Kaffeeklatsch mit ihrer Freundin.

    Was wäre, wenn Frau Mayer aber wüsste, wie viel ihr Arzt tatsächlich verdient?

    Wenn die Politik statt des bisherigen Sachleistungsprinzips die Kostenerstattung einführen würde und Frau Mayer schwarz auf weiß sieht, was der Arzt getan hat und was es kostet, ganz so wie bei einer Werkstattrechnung?

    Frau Mayer hat dann volle Einsicht und kann nachvollziehen, welcher Teil der Behandlung ein vermeidbarer Kostentreiber war und ob die Rechnung der Sache nach korrekt ist.

    Und Dr. Schmitt? Er könnte sich endlich auf das Wesentliche konzentrieren: seine Arbeit. Die Zeit, die er sonst mit viel Bürokratie verbracht hat, die kann Dr. Schmitt endlich sinnvoll für seine Patienten einsetzen.

    Die Patientenpauschalen könnten abgeschafft werden. Ärzte wie Dr. Schmitt wären in der Rechnungsstellung den Sozialstationen und Krankenhäusern gleichgestellt und die Zweiklassenmedizin – der Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten – wird endlich abgeschafft.

    Text Anfang:

    Die Kostenerstattung ist am ehesten mit dem bisherigen Abrechnungsmodell der privaten Krankenversicherung vergleichbar.

    Der Patient erhält vom Arzt eine Rechnung. Entweder zahlt der den Betrag selbst und lässt sich die Kosten erstatten oder er reicht die Rechnung über eine Abtretungsregelung direkt an die Kasse weiter und zahlt nur die Selbstbeteiligung.

    Der mündige Patient: Ein wichtiger Aspekt zur Kostensteuerung ist die Eigenbeteiligung. Kassen zahlen die Behandlungskosten nur anteilig, den Rest trägt der Patient privat.

    Was? Keine Angst! Eigenbeteiligungen sind an das Einkommen angepasst. Auch in Zukunft wird niemand durch Zuzahlungen finanziell überfordert.

    Bei über 18 Arztkontakten pro Jahr, das sind drei Mal so viele wie im europäischen Durchschnitt, muss sich auf Patientenseite dringend ein Kostenbewusstsein entwickeln.
    Text Ende
    Beitrag Ende

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Schwangerschaftsvorsorge Vorschau: Schwangerschaftsvorsorge Ängste nehmen – der Arzt als Ratgeber
  4:20  Minuten | 25 MB

Schwangerschaftsvorsorge

In kaum einer Lebensphase liegen Hoffen und Bangen, Vorfreude und Angst so eng beisammen wie während einer Schwangerschaft. Doch wenn pauschaliert und behauptet wird, dass Ärzte Geschäfte mit den Ängsten ihrer Patienten machen, dann tut man den aufgeklärten Frauen unrecht. Der Arzt ist Ratgeber und will vor allem eines: Ängste nehmen. Dieser Beitrag nimmt Stellung zu den Behauptungen im Magazin Frontal 21.
  • Schwangerschaftsvorsorge: Kein Geschäft mit der Angst

    Infotext Anfang:

    Vielleicht haben Sie es gehört oder gelesen: Frauenärzte machen angeblich teure Tests und unnötige Untersuchungen in der Schwangerschaft.

    Dagegen wehren wir uns: Wir machen kein Geschäft mit der Angst!
    Infotext Ende

    Beitrag Anfang:

    Sprecherin: Ich bin schwanger. Sobald man das feststellt, steckt der Alltag plötzlich voller Fragen. Was darf ich noch? Worauf soll ich jetzt achten? Was ist normal, was nicht? In Deutschland werden die meisten Frauen heute um das dreißigste Lebensjahr zum ersten Mal schwanger.

    Aber schon jedes vierte Baby wird in Deutschland von einer Frau geboren, die über 35 Jahre alt ist. Mit den Möglichkeiten unserer heutigen Medizin und dem Wissen um Risiken sind späte Schwangerschaften aber heutzutage kein Problem, denn wer sich gesund ernährt, regelmäßig bewegt und auf Nikotin verzichtet, hat gute Chancen, auch über 35 problemlos schwanger zu werden.

    So unterschiedlich jede Schwangerschaft auch ist, so unterschiedlich sind die Schwangeren selbst. Hat man lange auf dieses Ereignis hingearbeitet und schon viele Enttäuschungen in Kauf nehmen müssen, dann will man möglichst jedes Risiko ausschließen.

    Die Aufgabe des Arztes ist es, mit diesen ganz unterschiedlichen Ängsten umzugehen. Deshalb sind die individuelle Beratung und das Gespräch enorm wichtig. In diesen Gesprächen muss der Arzt abschätzen, was der Patientin wichtig ist und was er medizinisch für wichtig hält.

    Das wird von Patientin zu Patientin sehr unterschiedlich sein. Was die Krankenkassen übernehmen, ist fest definiert in einem Katalog. Hier werden alle Leistungen beschrieben, die der Arzt über die Krankenkasse abrechnen kann.

    Für die Eltern selbst ist dabei gar nicht klar, warum manche Leistungen nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, obwohl man sie empfiehlt. So wie der Toxoplasmosetest. Anders als in Frankreich oder Österreich muss es in Deutschland einen begründeten Verdacht geben, damit die Krankenkasse diesen Test bezahlt.

    Die Toxoplasmose ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die in der Regel harmlos ist. Hat man einmal Toxoplasmose gehabt, dann ist man durch Antikörperbildung vor einer weiteren Infektion geschützt. Das kann aber nur mit Hilfe eines Tests herausgefunden werden, denn Infektionen in der Schwangerschaft sind gefährlich. Sie können das ungeborene Kind schädigen.

    Für Schwangere ist es wichtig, zu wissen, ob Immunität und damit Schutz des Neugeborenen durch eine vorangegangene Infektion vorliegt oder nicht. Angstmacherei ist fehl am Platz.

    Das Berliner Robert-Koch-Institut für Infektionskrankheiten empfiehlt daher allen Frauen mit Kinderwunsch und unklarem Immunstatus, am besten vor oder spätestens bei eingetretener Schwangerschaft eine Untersuchung auf Toxoplasmose.

    Anfang der sechziger Jahre war die Säuglingssterblichkeit in Deutschland noch deutlich höher als in den meisten westlichen Industrieländern. Erst mit dem Beginn von Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen, der Betreuung von Risikoschwangerschaften und Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nahm die Säuglingssterblichkeit stark ab.

    Mittlerweile ist Deutschland eines der Länder mit den weltweit niedrigsten Werten. Deutschland betreibt Vorsorge auf hohem Niveau. Mit Hilfe der modernen Ultraschalluntersuchung kann man heute schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt – im ersten Drittel der Schwangerschaft – eine Vielzahl von Informationen über den Zustand des ungeborenen Kindes erhalten.

    Welche speziellen Untersuchungen Frauenärzte ihren Patienten anbieten, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab: Vorgeschichte, Lebensumstände, Risikofaktoren und, welche Ängste die schwangeren Frauen haben.

    Natürlich gibt es nie die absolute Sicherheit, aber viele Ängste können durch weitere Untersuchungen genommen werden. Die Schwangerschaft soll eine unbeschwerte und schöne Zeit sein. Frauenärzte wollen Ängste nehmen und nicht schüren.

    Und dann ist es endlich soweit. Nach knapp neun Monaten hält man das Ergebnis im Arm. Man ist einfach froh und glücklich, dass alles gut gegangen ist.
    Beitrag Ende

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Dem Darmkrebs keine Chance Vorschau: Dem Darmkrebs keine Chance Vorsorge ist lebenswichtig. Wie läuft eine Darmkrebs-Untersuchung ab?
  4:09  Minuten | 24 MB

Dem Darmkrebs keine Chance

Falsche Kost, wenig Bewegung, Alkohol und Zigaretten – unsere Lebensgewohnheiten begünstigen Darmkrebs. Regelmäßige Vorsorge ist wichtig. Denn Darmtumoren wachsen über viele Jahre hinweg oft unbemerkt. Wie läuft eine Darmkrebs-Untersuchung eigentlich ab? Und welche Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll?
  • Dem Darmkrebs keine Chance

    Sprecherin:
    Im Laufe eines Lebens reisen etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch unseren Darm. Damit ist der Darm der wichtigste Teil unseres Verdauungsapparates. Bis zu acht Meter lang, misst er nur wenige Zentimeter im Durchmesser.

    Millionen faltiger Zotten im Inneren dieses vielfach gewundenen Schlauches ergeben die Oberfläche eines Fußballfeldes. Damit ist der Darm nicht nur das größte Organ im Menschen, sondern hat auch eine sehr wichtige Aufgabe.

    Der Darm erschließt wichtige Bestandteile aus der Nahrung für unseren Körper und er muss uns vor unnützen und schädlichen Stoffen entlasten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die für die Gesundheit des Menschen von entscheidender Bedeutung ist.

    So bedeutungsvoll der Darm ist, er bleibt ein Tabuthema. Dabei ist die Vorsorge extrem wichtig. Frau Stengel hatte schon länger Probleme mit dem Darm. Eine Entzündung machte ihr zu schaffen.

    Nun soll bei ihr eine Darmspiegelung, eine so genannte Koloskopie, gemacht werden. Deshalb ist Frau Stengel heute zum Vorbereitungsgespräch bei ihrem Arzt. Der berät die Patientin eingehend.

    Arzt:
    So. Eine Darmspiegelung soll ich machen. Darmspiegelung ist nichts Schlimmes. Es ist ein bisschen aufwendig, aber nichts Schlimmes.

    Es geht ja dabei darum, dass ich mir den hier blau gezeichneten Dickdarm anschaue. Das Unangenehmste an einer Darmspiegelung ist eigentlich für die meisten Leute gar nicht die Untersuchung, sondern die Vorbereitung.

    Sprecherin:
    Um die Darmschleimhaut beurteilen zu können, muss der Darm vollständig entleert sein. Die Darmreinigung dauert einen ganzen Tag. 24 Stunden später ist es dann soweit: Frau Stengel macht ambulant bei ihrem Arzt die Darmspiegelung. Sie ist die zuverlässigste Methode, um krankhaften Veränderungen des Darms auf die Spur zu kommen.

    Dabei wird ein flexibles Endoskop eingeführt, das mit Kamera und Lichtquelle ausgestattet ist. Die Bilder aus dem Inneren des Darms werden auf dem Bildschirm gezeigt. Der Arzt fährt mit dem Gerät durch den Dickdarm und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten.

    Hat er eine krankhafte Veränderung im Darm entdeckt, kann er diese entfernen, denn das Endoskop hat einen zusätzlichen Arbeitskanal, durch den eine Schlinge eingeführt und damit ein Polyp entfernt werden kann.

    Darmpolypen sind größtenteils gutartige Schleimhautverdickungen. Je nach Größe können sie sich aber auch zu Vorstufen von Darmkrebs entwickeln. Wenn ihr Durchmesser größer als ein Zentimeter geworden ist, ist diese Gefahr besonders hoch.

    Arzt:
    Darmkrebs ist einfach eine sehr häufige Krankheit. Jeder 16. Mensch erkrankt an Darmkrebs im Laufe seines Lebens, deswegen ist die Empfehlung: Ab 55 sollte man eine Darmspiegelung machen.

    Wir haben gesehen, es ist überhaupt keine schlimme Untersuchung. Ein bisschen unangenehm, ein bisschen lästig, aber nichts Schlimmes. Wenn keine Polypen da sind, dann haben die Leute ein niedriges Risiko, dass sich Darmkrebs entwickelt, dann empfiehlt man die Kontrolle nach zehn Jahren.

    Wenn Polypen zu finden waren, wie wir das hier hatten, dann sollte man, je nachdem, was das für welche sind, je nachdem wie viele es sind und wie groß diese Polypen sind, nach drei oder spätestens nach fünf Jahren die Darmspiegelung wiederholen, denn bei 40 bis 50 Prozent der Leute, die einen Polypen hatten, finden wir nach der entsprechenden Zeit – nach drei bis fünf Jahren – eben neue Polypen. Und diese Polypen, das abzutragen, das verhindert eben die Entwicklung von Darmkrebs.

    Sprecherin:
    Frau Stengel hat es geschafft. Die entnommenen Proben werden nun im Labor untersucht. Der Arzt erklärt ihr im Abschlussgespräch, was er gefunden hat.

    Jeder kann dazu beitragen, dass der Darm gesund ist und auch bleibt. Experten gehen davon aus, dass mehr als ein Drittel aller Darmkrebserkrankungen auf falsche Ernährung zurückzuführen sind. Daher sollte man ausgewogen und ballaststoffreich essen.

    Zwei Mal täglich Obst und drei Mal Gemüse sowie ausreichend Vollkornprodukte versorgen den Darm mit den nötigen Ballaststoffen. Joghurt, Kefir oder Sauerkraut unterstützen die Darmflora. Und eine regelmäßige Bewegung ist wichtig. Auch sie wirkt sich positiv auf die Darmbewegungen aus.

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Stoff auf Rezept Vorschau: Stoff auf Rezept Blick hinter die Kulissen einer Koblenzer Suchtambulanz
  4:52  Minuten | 28 MB

Stoff auf Rezept

Auf der Hitliste beliebter medizinischer Leistungen rangieren sie innerhalb der Ärzteschaft noch immer weit unten: die Substitutionsbehandlungen. Zu viele rechtliche Barrieren, zu hohe bürokratische Hürden und starke Vorbehalte von Seiten der Öffentlichkeit. Trotz der schwierigen Voraussetzungen hat in Koblenz 2010 eine neue Suchtambulanz eröffnet. Ein Blick hinter die Kulissen der Einrichtung.
  • Stoff auf Rezept

    Beitrag Anfang:

    Sprecherin:
    Sie ist ganz neu, die Suchtambulanz in Koblenz. Mit viel Unterstützung konnte die Zweigstelle der Neuwieder Praxis von Joachim Courtial endlich eröffnen. Das Team aus drei Ärzten und ihren Helferinnen betreut mehr als 200 Suchtkranke.

    Die Patienten kommen aus dem ganzen Norden von Rheinland-Pfalz. Viele haben eine harte Drogenvergangenheit, so wie der 28-jährige Koblenzer, der froh ist, nicht mehr jeden Tag mit dem Zug nach Neuwied fahren zu müssen.

    Koblenzer:
    Der Weg ist halt kürzer und die Praxis ist halt gut, weil die jetzt nur auf Sucht zugeschnitten sind. Bei den anderen Ärzten, wo ich vorher war, die sind halt Allgemeinärzte, die aber nicht jetzt mit Sucht zu tun haben im direkten Sinne.

    Ich komm täglich hierher, weil im ersten halben Jahr ist es so, dass man täglich kommen muss, also wie man halt mit den Urin ... hier werden ja auch regelmäßig Urinkontrollen gemacht und dann wird halt geguckt, ist man sauber, ist man nicht sauber, hat man Beikonsum zu dem Methadon, was man hier bekommt, und dann entscheiden die halt, ob man in die Apotheke gehen kann oder ob man mit nach Hause bekommt 'ne Woche oder so in dem. Aber sonst komm ich täglich hierher.

    Sprecherin:
    Die neue Suchtambulanz in Koblenz hat 365 Tage im Jahr geöffnet: Weihnachten, Neujahr, Ostern. Alles läuft computergestützt, haargenau dosiert, abgestimmt auf den Süchtigen. Man kennt sich, Zeit für ein Gespräch ist immer da.

    Dabei werden die Patienten genau beobachtet, Kleinigkeiten sofort registriert. Ist etwas auffällig? Wie sind die Pupillen? Riecht man eine Alkoholfahne? Im Substitutionsprogramm soll der Süchtige keine weiteren Betäubungsmittel konsumieren. Kontrolle ist enorm wichtig.

    Die Therapie mit der Ersatzdroge funktioniert nur, wenn man sich an die Regeln hält. Und die werden eisern kontrolliert. Rheinland-Pfalz hat vier ambulante Suchtpraxen und 71 substituierende Ärzte. Jeder wird gebraucht, meint Joachim Courtial.

    Joachim Courtial, Suchtmediziner:
    Wir sind auf alle Ärzte angewiesen. Wenn Sie sich die Zahlen ansehen, wie viele süchtige Patienten es gibt und wie wenig substituierende ... alle Ärzte angewiesen, die an diesem Programm teilnehmen wollen.

    Wir haben aber auch festgestellt, dass man sich gerade in der Suchtambulanz sehr intensiv um Patienten kümmern kann und damit auch, um eben die nicht gut Führbaren, die Schwierigen, die stark Suchterkrankten, die einfach eine tägliche direkte Kontrolle inklusive Urinkontrollen oder auch Alkoholkontrollen bedürfen.

    Sprecherin:
    Die Drogenersatztherapie mit Methadon und anderen Präparaten eröffnet den Suchtkranken einen Weg zurück in ein fast normales Leben. Sie hilft den Patienten raus aus der Beschaffungskriminalität.

    Das Risiko von Infektionen durch Spritzen fällt weg, der körperliche Verfall hört auf und endlich bekommt der Tag eine Struktur, ohne dass die Droge ihn bestimmt. Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit. Professionelle Hilfe bei der Behandlung ist wichtig, doch Substitutionsbehandlungen sind für viele Mediziner schwierig, meint der Qualitätsexperte der KV Rheinland-Pfalz, Wolfgang Weber.

    Wolfgang Weber, Qualitätsexperte der KV RLP:
    Jeder Arzt, der diese Patientengruppen behandelt, weiß halt eben, dass er sich ein besonderes Klientel in die Praxis nimmt. Die Patienten fallen auf; ich weiß von meiner Hausärztin, die substituiert auch, und jeder Patient, der in die Praxis kommt, der wird als solcher auch erkannt, und das schreckt andere Patienten ab, die halt eben mit diesen Personen auch wenig Umgang haben.

    Hinzu kommt halt eben auch, dass der Arzt verpflichtet ist, sehr detailliert zu dokumentieren, um damit auch seine – ich sag mal so – seine Haftpflichtsicherheit unter Beweis zu stellen, denn wenn irgendetwas passiert ...

    Wir hatten schon einige Fälle, wo dann Patienten verstorben sind, wo dann auch sehr schnell die Staatsanwaltschaft bei uns nachfragt, wie ist denn sichergestellt gewesen, dass ihr auch eben nur in dem notwendigen Umfang den Patienten das Methadon verabreicht habt, wie es medizinisch notwendig war.

    Und dann muss der Arzt sich eben auch erklären und deshalb diese Dokumentationsvorgaben, die von dem Arzt erst mal nur als Gängelung verstanden werden, als zusätzliche Bürokratie, die aber aus Qualitätsgründen schon notwendig und sinnvoll sind.

    Sprecherin:
    Trotz aller bürokratischer Hürden: Für Joachim Courtial hat sich die Mühe gelohnt.

    Joachim Courtial, Suchtmediziner:
    Diese ganzen Erfahrungen bündelt man und schafft dann ein Konzept. Und man muss beobachten, ob es funktioniert, ob es angenommen wird, ob es tragbar ist.

    Und dieses Konzept, das wir jetzt gefunden haben, haben wir einfach auch eins zu eins nach Koblenz übernommen und imitiert, weil es halt eben auch gut ankam und wir jeden Tag gern hier arbeiten.
    Beitrag Ende

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Darmkrebs-Vorsorge Vorschau: Darmkrebs-Vorsorge Dagmar Berghoff klärt auf
  4:09  Minuten | 14 MB

Darmkrebs-Vorsorge

In Deutschland erkranken jährlich rund 70.000 Menschen an Darmkrebs. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff engagiert sich für eine Aufklärung über das sensible Thema und zeigt gemeinsam mit der Stiftung Lebensblicke, dass Vorsorge lebenswichtig ist.
  • Darmkrebs: Vorsorge ist lebenswichtig

    Beitrag Anfang:

    Sprecherin:
    Vermeiden statt leiden: aktiv gegen Darmkrebs.

    Dagmar Berghoff:
    Guten Tag, meine Damen und Herren. Wann waren Sie das letzte Mal zur Darmkrebsvorsorge? Wussten Sie, dass Darmkrebs die Krebsart mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen pro Jahr ist?

    Unbehandelt führt Darmkrebs in den allermeisten Fällen innerhalb von zwölf Monaten zum Tod.

    Jährlich erkranken circa 70.000 Menschen neu an Darmkrebs. Knapp 26.000 sterben daran. Darmkrebs ist die häufigste Krebsform in Deutschland.

    Aber: Wird der Darmkrebs frühzeitig erkannt, ist er heilbar. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen so ungeheuer wichtig. Der kostenlose Check beim Arzt rettet Leben.

    Sprecherin:
    Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode, um krankhaften Veränderungen des Darms auf die Spuren zu kommen. Dabei wird ein flexibles Endoskop eingeführt, das mit Kamera und Lichtquelle ausgestattet ist.

    Die Bilder aus dem Inneren des Darms werden auf einem Bildschirm gezeigt. Der Arzt fährt mit dem Gerät durch den Dickdarm und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten.

    Hat er eine krankhafte Veränderung im Darm entdeckt, kann er diese entfernen, denn das Endoskop hat einen zusätzlichen Arbeitskanal, durch den eine Schlinge eingeführt und damit ein Polyp entfernt werden kann.

    Darmpolypen sind größtenteils gutartige Schleimhautverdickungen. Eine wichtige Aufgabe der Vorsorge ist es, diese Polypen rechtzeitig zu entdecken und entfernen, bevor sie sich zu einem Darmkrebs entwickeln können.

    Darmpolypen und der Darmkrebs in frühen Stadien verursachen keine Beschwerden. Nur mit Hilfe der Darmkrebsvorsorge kann man sie aufspüren.

    Dagmar Berghoff:
    Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter deutlich zu. Das Tückische daran ist: Man merkt ihn nicht. Der Darmkrebs wächst langsam und im Verborgenen.

    Stellen sich Beschwerden oder Schmerzen ein, dann ist dieser Krebs vermutlich schon sehr groß. Denken Sie daran: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen.

    Gehen Sie zur Vorsorge! Ich tu’s auch.
    Beitrag Ende

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Achtung Sonne: Gefahr Hautkrebs Vorschau: Achtung Sonne: Gefahr Hautkrebs Richtiger Schutz und zuverlässige Vorsorge
  2:46  Minuten | 16 MB

Achtung Sonne: Gefahr Hautkrebs

Sonnenschein macht gute Laune. Schnell aber ist vergessen, dass die Sonne der Haut auch schadet. Bei zu intensiver Sonnenbestrahlung droht Gefahr. Gerade im Sommer sollte jeder darauf achten, wann und wie lange er die Haut der Sonne aussetzt. Erschreckend: Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 14.000 Menschen an Hautkrebs. Die Heilungschancen stehen allerdings sehr gut – wenn der Hautkrebs rechtzeitig erkannt wird.
  • Achtung Sonne: Gefahr Hautkrebs

    Beitrag Anfang:
    Text Anfang:
    Sommer, Sonne, Strand: Es ist die schönste Zeit im Jahr. Dennoch sollten Sie nicht unvorsichtig werden und die Augen vor den Gefahren verschließen.
    Text Ende

    Sprecherin:
    Hautkrebs zerstört unsere Haut durch die ungehinderte Vermehrung bösartiger Zellen. Der so genannte schwarze Hautkrebs entwickelt sich oft aus auffälligen Leberflecken.

    Etwa 14.000 Menschen bekommen in Deutschland jedes Jahr diesen schwarzen Hautkrebs. Vor allem zu viel UV-Bestrahlung durch Sonnenbaden oder Solarium und Sonnenbrand spielen eine große Rolle.

    Besonders betroffen sind helle Hauttypen, rothaarige Menschen oder Menschen, die Hautkrebserkrankungen in der Familie haben.

    Die Krankheit selbst lässt sich in schlimmen Fällen an nässenden, blutenden oder juckenden Leberflecken erkennen. Aber auch asymmetrische, unregelmäßige und große Flecken mit Farbveränderungen sollten beobachtet werden.

    Das ist Anja. Sie will sichergehen. Bei ihrer Hautärztin lässt sie sich durch Auflichtmikroskopie am ganzen Körper untersuchen.

    Auch durch die digitale Muttermalanalyse können auffällige Leberflecken regelmäßig analysiert werden, um unnötige Operationen zu vermeiden.

    Bei Anja ist ein bösartiger Leberfleck entdeckt worden. Der muss herausgeschnitten werden. Dabei wird die Haut um die betroffene Stelle entfernt.

    Anja hat noch mal Glück gehabt. Jetzt weiß sie, wie sie sich leicht vor Hautkrebs schützen kann. Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille, Creme, Schatten. Schützen auch Sie sich.
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18. April 2017 11:57  Minuten | 71 MB

KV-TV PRAXIS – Das Magazin

Die KV RLP hat zusammen mit der Landesärztekammer und der Krankenhausgesellschaft eine Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Ziel ist es, mit der Koordinierungsstelle mehr Planungssicherheit für angehende Hausärztinnen und -ärzte zu schaffen | Allgemeinmedizin ist die einzige Fachrichtung, bei der eine Weiterbildung in der Praxis vorgeschrieben ist. "KV-TV PRAXIS – Das Magazin" hat eine Praxis besucht und Arzt und Ärztin in Weiterbildung über die Schultern geschaut.
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30. April 2017